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Ausgezeichnet mit dem Siegel "Unternehmen der Zukunft"

Dresden

Bastelspaß mit den Kleinsten - passend zur leuchtenden Laternenzeit

Ich habe vor kurzen meinen ersten Eltern-Kind Kurs gestartet. Und da habe ich überlegt, welche Bastelideen ich meinen Eltern zum Thema Sonne - Mond - Sterne anbieten kann.

Dabei ist mir die klassische Laterne eingefallen. Wir haben uns also eine kleine bunte Papiertüte zur Hand genommen und sie nach Belieben mit Schere, Leim, transparenten Papier, Stiften und Farben verziert. Sie kann nun als Nachtlicht mit einer Lichterkette oder einer LED-Kerze oder beim Spaziergang in der dunklen Jahreszeit oder zu St. Martin verwendet werden. So kannst du die passenden Zwergensprache Kindergebärden ganz einfach einbauen! Welches Babyzeichen würde dir dazu einfallen?

Eine selber gebastelte Laterne bringt nicht nur Licht ins Dunkle, sondern auch ganz viel Freude.

Pssst... und hier noch eine kleine Liedidee: " Laterne, Laterne..."

 

Autorin: Stephanie Kühne-Stenzel, Zwergensprache Kursleiterin in Dresden (Sachsen), Trageberaterin und PTA

Nie zu alt für Babyzeichen

Zur Zwergensprache-Fortbildung in einer Kindertagesstätte war eine pädagogische Fachkraft dabei, die dieses Jahr bereits in Rente gehen wird. Voller Begeisterung lernte sie die Gebärden, brachte zahlreiche Ideen ein, bei welchen Gelegenheiten und wie man die Gebärden mit den Kindern nutzen könne und bereicherte die ganze Gruppe mit ihrem Engagement vor allem beim Zeigen der Gebärden für Tiere.

Und am Ende der Fortbildung sagte sie zu mir, dass sie unglaublich traurig sei, erst jetzt von den Zeichen erfahren zu haben, denn sie hätte dies schon so gern viel früher ausprobiert und eingesetzt im Kita-Alltag.

 

Autorin: Katharina Morgenstern, Zwergensprache Kursleitung in Stolpen und Raum Dresden , Dipl. Heilpädagogin, Regionalleiterin für Sachsen, Berlin und Brandenburg, Seminarleiterin für Pädagogische Fachseminare

Theater für die Kleinsten

Alljährlich findet sowohl der Tag der europäischen Sprachen am 26. September als auch der Vorlesetag am 21. November statt. Zu diesen besonderen Tagen gibt es im Eltern-Kind-Büro in Dresden immer ein Theaterangebot für Babyzeichenkinder. 

Mit Hilfe des Kamishibais können schon die Kleinsten in die Welt des Theaters mit Musik und Geschichten eintauchen.  Das Erzähltheater ist ein einfacher Holzrahmen, in dem großformatige Bildkarten stecken. Die Bilder sind klar, statisch und konzentrieren die gesamte Aufmerksamkeit der Kinder auf das, was passiert – kein Flimmern, kein Schnickschnack, nur die Geschichte, die sich Blatt für Blatt entfaltet, um eine wunderbare Märchenwelt auferstehen zu lassen. Ursprünglich kommt diese Erzählvariante mit dem Kamishibai (wörtlich „Papiertheater“) aus Japan, wo es auf eine lange Tradition zurückblickt. 

Mit den wunderbaren Tierbildern aus den Zwergensprache-Büchern lassen sich spannende kleine neue Geschichten erfinden, z.B. die “Vom Marienkäfer Paul, der nicht spazieren gehen wollte”. Er weigert sich, mit seiner Familie spazieren zu gehen und sieht dann aber, dass alle seine Freunde auch mit ihren Eltern spazieren gehen. 

Gerade bei unserer jungen Zielgruppe ist die Wiederholung das wichtigste Element. Wir wiederholen einfache, kindgerechte Sätze, verbinden sie mit Musik und den passenden Babyzeichen. Wir singen, wir klatschen, wir erzählen – und das immer wieder.

 Zum Abschluss gab es einen gemeinsamen Tanz mit dem Publikum, der nochmal alle Freunde des kleinen Marienkäfers vereinte. 

Das Zeichen für "nochmal" konnte ich öfter bei den kleinen Zuschauern sehen und Eltern berichteten mir später, wie erleichternd es sei, wenn ihr Kind sich so ausdrücken kann, wie es hilft Frustration im Alltag zu vermeiden, wenn sie die Wünsche ihrer Kinder sofort verstehen. Und wie sehr es dadurch die Bindung stärken kann, wenn man sich wirklich verstanden fühlt.

Die Kombination aus Babyzeichen, Musik und Kamishibai ist für mich mehr als nur Unterhaltung. Sie ist ein Türöffner für Kommunikation und sprachliche Förderung, ein Verstärker für Aufmerksamkeit und ein Geschenk für die ganze Familie. Solche Formate zeigen auf spielerische und einfache Weise, wie vielseitig Babyzeichen in den Alltag integriert werden können. Sie machen Sprache sichtbar, fühlbar und begreifbar – beim Vorlesen, beim Singen, beim Spielen. Und das ist für unsere Kinder ein riesiger Gewinn.

Ich freue mich schon auf die nächste Vorstellung. Und auf viele weitere „Nochmaaal!“-Momente”.

 

Autorin: Marianne Irmer, Zwergensprache Kursleiterin, Musikerin und Projektleiterin der Eltern-Kind-Büros in Dresden