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Ausgezeichnet mit dem Siegel "Unternehmen der Zukunft"

Ausbildung

Babyzeichen-Schnuppervorträge in Erzieherausbildung

Die Zwergensprache hatte im Januar die Gelegenheit ein paar Schnuppervorträge an der Aliceschule in Gießen – Fachschule für Sozialwesen - zu gestalten. In der Erzieherausbildung haben die angehenden Erzieher:innen in den verschiedenen Bereichen ihrer pädagogischen Möglichkeiten schon das ein oder andere Mal die Gelegenheit gehabt, mit Gebärden in Berührung zu kommen. Die einen im Krippenalltag oder im Kindergarten mit Flüchtlingskindern und bilingualen Kindern, die anderen in Werkstätten oder an Förderschulen. Das hat bei den jungen Erzieher:innen die Neugier geweckt. Unterstützt von einer engagierten Lehrerin aus dem Fachbereich Sozialpädagogik, wurde eine Kollegin aus dem Hessen-Team der Zwergensprache gebeten, eine Einheit zu dem Thema der präverbalen Gebärden zu gestalten. Da wir uns im Zwergensprache immer freuen, wenn wir unser Wissen und unsere Freude an der Kommunikation mit den Kleinsten teilen können, wurde die Zwergensprache tatsächlich in Gießen vorgestellt und alle hatten großen Spaß daran, ihr eigenes Wissen mit den neuen Informationen zu bündeln und etliche Zeichen z.B. beim Lesen von Bilderbüchern auch gleich gemeinsam auszuprobieren.

 

Autorin: Marina May, Zwergensprache Kursleiterin in Marburg und Gießen, Tagespflegeperson, Gebietsleiterin für Hessen und Rheinland-Pfalz

Gebärden in der Kita - Zwergensprache im Podcast Interview

Jedes Kind hat ein Recht darauf, gehört und gesehen zu werden. Die Babyzeichen und Kindergebärden nach dem Zwergensprache-Konzept ermöglichen Partizipation und Selbstwirksamkeitserleben von Anfang an - auch in der Betreuung.

Unsere liebe Zwergensprache Kollegin, Erzieherin, Ergotherapeutin und Fachberaterin für die Kindertagespflege Tanja Schmidt aus Lübeck hat dazu mit unserem Kooperationspartner der Pädiko-Akademie einen Podcast mit tollen Insights aus dem Kita-Alltag mit Gebärden aufgenommen.

Komm mit, höre rein und erhalte abwechslungsreiche Einblicke in den Einsatz von Gebärden für das Krippenalter, zur Sprach- und Bindungsförderung, für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ), bei Mehrsprachigkeit, Late Talkern und für Kinder mit besonderen Bedürfnissen sowie Sprach- und Entwicklungsverzögerungen.

Sie alle profitieren davon, wenn wir Worte mit konkreten, einheitlichen Gesten begleiten, verbinden und Sprache so auch sichtbar machen. Die von der Zwergensprache verwendeten Gebärden stammen aus der deutschen Gebärdensprache (DGS) im Sinne der Inklusion.

Hier geht es zum Podcast auf Spotify:

Podcast auf Spotify

Hier kannst Du Dir das Interview auch als Youtube-Video ansehen:

Podcast auf Youtube

Viel Spaß dabei! Wenn Du eine Schulung für Dich oder Dein Kita-Team buchen möchtest, so findest Du hier unsere regionalen Seminarleiter*innen in D, AT und CH sowie Eckdaten zu den verschiedenen Angeboten für pädagogische Fachkräfte:

Seminarangebote für Gebärden in der Kita

Und natürlich gibt es "Zwergensprache - Gebärden in der vorsprachlichen Kommunikation" auch bei der Pädiko Akademie als Kurs und Modul für die Ausbildungen zur

  • Fachkraft für Krippenpädagogik
  • Fachkraft für alltagsintegrierte Sprachbildung nach KitaG
  • Fachpädagog:in für Inklusive Entwicklungsförderung
  • als Frühkindpädagog:in U3
  • Fachkraft für Integrations- und Inklusionsaufgaben

Lust bekommen, spielerischen Sprach-Spaß selbst in die Hand zu nehmen?

Dann komm auf uns zu. Wir freuen uns auf Deine Kontaktaufnahme und unterbreiten gern ein passendes Angebot für Dich und Dein Team.

 

Autorin: Vivian König, Gründerin, Ausbilderin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Markranstädt

Lieblingsspiel: Schule spielen mit Babyzeichen

Bei uns zuhause wird die Zwergensprache mittlerweile nur noch selten verwendet, um miteinander zu kommunizieren. Mein Sohn ist jetzt 2.5 Jahre und redet wie ein Wasserfall. Manchmal benutzt er die Zeichen, die ganz tief in ihm verankert sind, auch jetzt noch, aber in der Regel spricht er nur noch, wenn er sich mitteilen möchte.

Meine große Tochter, die mit dem Kleinen und mir damals im Zwergensprache Eltern-Kind-Kurs die Zeichen gelernt hat, nutzt die Zeichen total gerne, um z.B. bei einem Ausflug etwas zu kommunizieren, wenn sie weiter weg von uns steht und dann aufgrund Vorpubertät keine Lust hat, kurz zu uns zu laufen.

Als mein kleiner Sohn 15 Monate alt war, hat er alle Zeichen rauf und runter benutzt und wir haben es als Familie alle sehr genossen, dass unser Alltag so leicht wurde und es so gut wie keinen Frust gab.

Aber mittlerweile haben wir uns auch alle ganz gut mit der aktuellen Kommunikationsform angefreundet. Nachdem ich so begeistert war von der Zwergensprache, hatte ich dann nach dem besuchten Eltern-Kind-Kurs selbst die Ausbildung zur Kursleitung gemacht, und mittlerweile hilft mein kleiner Sohn dann oft mit, wenn ich die Stunden vorbereite.

Neulich saßen wir am Esstisch, als er plötzlich aus dem nichts raus anfing mich abzufragen. Ich hatte es erst gar nicht richtig überrissen und dachte er möchte einfach nach einem Zeichen fragen. Aber als dann nach der Frage für die „Zebra-Gebärde“ und das Abnicken, dass ich das Zeichen richtig vorgemacht hatte, die nächsten folgten, wurde es mir erst klar.

Ich musste bestimmt 15 Zeichen zeigen und wie ein Lehrer kontrollierte er dann mit kindlicher Freude, ob es auch stimmte und machte mir das Zeichen dann manchmal vor, wenn ich ihm nicht schnell genug war. Es war wirklich süß. Somit haben wir die Zeichen jetzt doch auch wieder mehr in den Alltag zurück integriert, weil er dieses Spiel total toll findet, und wir oft am Esstisch alle zusammensitzen und er voller Begeisterung die Zeichen abfragen darf und wir anderen dann die Gebärden zeigen.

Autorin: Valerie Schmittenbecher-Schran, Zwergensprache Kursleitung in der Region Starnberg, Bayern

So sehen glückliche Sieger aus!

Zwergensprache GmbH - ausgezeichnet als „Unternehmen der Zukunft"!

So sehen glückliche Sieger aus! Happy und dankbar nahmen Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin und Dr. Florian König, Gesellschafter der Zwergensprache GmbH mit Sitz in Markranstädt bei Leipzig die Auszeichnung „Unternehmen der Zukunft“ auf der Festveranstaltung zur Verleihung der DUP UNTERNEHMER AWARDs am 10. April 2025 in Frankfurt entgegen.

Seit 20 Jahren dreht sich bei der Zwergensprache GmbH alles um die Erleichterung der Verständigung mit Babys und Kleinkindern. Die Mission des in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiven Netzwerkes von mehreren hundert lizenzierten Kursleitungen ist es, Kindern schon früh eine Stimme zu geben und ihnen von klein auf eine aktive Teilhabe an der Kommunikation zu ermöglichen.

Vivian König leitet dazu zwei verschiedene Ausbildungen. Für die Zeit ab der Geburt des Babys bis zu etwa 5 Lebensmonaten können Eltern, Hebammen und klinisches Fachpersonal bei ihr und ihrem Kollegium die einheitlichen, reflexbasierten Bedürfnislaute aller Babys weltweit erlernen. So wird ohne viel Rätselraten rasch klar, was das Baby braucht oder was es gerade stört – und das noch, bevor es zu weinen beginnt. Für an Schlafmangel leidende junge Eltern ist dieses Wissen um die sechs universellen Babylaute lebensverändernd und stärkt die Intuition im selbstsicheren Umgang mit dem Kind.

Danach ab etwa 6 Monaten bis weit ins dritte Lebensjahr hinein sorgen dann die Kurskonzepte und Schulungen zur „Zwergensprache“ – der spielerischen Kommunikation durch sprachbegleitende Babyzeichen bzw. Kindergebärden - für eine leichtere Verständigung mit Babys und Kleinkindern. Hier lernen nicht nur Familien in Eltern-Kind-Kursen und Workshops in über 200 Orten der drei Länder, wie Verständigung durch einfache Gesten und Gebärden leicht gelingt, sondern auch immer mehr Kitas und Tageseltern nutzen diese Methode für die alltagsintegrierte Sprachbildung und für eine gelebte Inklusion im Krippenalltag.

Selbst im Kindergartenalter profitieren Kinder noch davon, wenn sie mehrsprachig aufwachsen, und gebärdenunterstützt durch die bildhaften Bewegungen der Hände leichter an den deutschen Wortschatz herangeführt werden können.

Vivian König bildet nicht nur Kursleitungen aus und schult Fachkräfte und Kitas, sondern hat als Autorin in den letzten Jahren auch über zehn Elternratgeber und Kinderbücher sowie verschiedene Lehrmaterialien, eine App und Onlinekurse veröffentlicht, die die beiden Methoden der Dunstan Babysprache und der Zwergensprache durch praxisnahe Tipps unkompliziert im Alltag integrierbar und umsetzbar machen.

Erst kürzlich im Zwergensprache Verlag neu erschienen ist „Entdecke die Sprache aller Babys: Dunstan Babysprache“. Es ist das erste deutsche Buch, um die Grundbedürfnisse von Babys über ihre Laute ganz einfach zu entschlüsseln (ISBN: 978-3-9815805-9-4).

Diese Auszeichnung als „Unternehmen der Zukunft“ bestätigt Vivian Königs authentischen Weg: von einem Herzensprojekt als junge Mutter hin zu einem modernen, zukunftsorientierten Unternehmen, das Familien und Fachkräfte dabei unterstützt, eine stärkere Bindung zu den Kleinsten aufzubauen mit der Mission: Kommunikation auf Augenhöhe von Anfang an!

 

Über die Auszeichnung „Unternehmen der Zukunft“:

Proaktiv, engagiert und zukunftsfähig – Unternehmen der Zukunftzeichnen sich durch ihre herausragende Zukunftsfähigkeit aus und nehmen eine Vorreiterrolle im Wandel hin zu modernem, nachhaltigem und zukunftsorientiertem Unternehmertum ein. Mit Innovationskraft und einem klaren Blick auf die Herausforderungen und Chancen von morgen gestalten sie aktiv die Wirtschaft von heute. Die Auszeichnung würdigt Unternehmen, die nicht nur durch ihre wirtschaftliche Stärke, sondern auch durch ihr verantwortungsbewusstes Handeln überzeugen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf transparenter Unternehmensführung, einer klaren Werteorientierung und einer offenen authentischen Kommunikation. Diese Prinzipien bilden die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und stärken das Vertrauen von Mitarbeitenden, Kund:innen und Partnern.

 

Über diind:

Das Deutsche Innovationsinstitut diind ist eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, die nachhaltige und digitale Innovationen vorantreiben möchten. Als Teil der Verlagsgruppe JDB steht das diind in enger Verbindung mit dem DUP UNTERNEHMER MAGAZIN, dem Sprachrohr des deutschen Mittelstands, und leistet damit einen Beitrag, die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sichtbar zu machen. Als Institut verbindet das diind wissenschaftliche Expertise mit praxisorientierter Unterstützung, um Organisationen zu befähigen, ihre Innovationskraft zu stärken und nachhaltige Ziele zu erreichen.

Mit seiner Expertise analysiert es Unternehmen und zeichnet sie für herausragende Leistungen in unterschiedlichen Bereichen aus. Durch seine Auszeichnungen würdigt es Organisationen, die sich durch ihre Innovationskraft, zukunftsorientierte Strategien und nachhaltige Entwicklung in verschiedenen Unternehmensfeldern auszeichnen.

Ein weiterer Schwerpunkt des diind liegt auf der Künstlichen Intelligenz (KI). Es fördert deren Einsatz gezielt in Unternehmen, unterstützt durch Schulungen und Workshops die Weiterbildung von Fachkräften und liefert mit seinen Trendstudien fundierte Einblicke in zukunftsweisende Entwicklungen. Gemeinsam mit führenden Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik treibt das diind innovative Ansätze voran, die echten Mehrwert schaffen.

Fotocredit „Offenblende/Andrej“

Unser neuer Campus geht live

Wir haben den Sommer über fleißig gewerkelt und freuen uns, für unsere Zwergensprache Kursleitungen einen neuen internen Campus am Start zu haben, wo neben einem Community-Bereich zum regen Austausch von Ideen und Tipps untereinander auch wieder in einer großen Datenbank alle Unterlagen zu einer Vielzahl thematischer fachlicher Weiterbildungen, Inspirationen für tolles Kursmaterial, Bastelanleitungen, Videoschulungen, Gebärdensammlungen, ein Flohmarkt und Marketingmaterialien und vieles mehr für jede Ausbildungsstufe und jede Kursart zu finden sind.

Damit können die Herbstkurse starten und jeder in unserem großen Kollegium kann hier durch neue kreative oder inhaltliche Ideen für seine eigenen Zwergensprache-Kurse, Fachseminare oder Workshops unkompliziert und im gegenseitigen Geben und Nehmen profitieren - ganz egal ob Neustarter oder „alter Hase“. Das verstehen wir bei der Zwergensprache schon seit 19 Jahren unter „aktiv gelebtes Netzwerk“ im Rahmen einer sich gegenseitig unterstützenden Gemeinschaft.

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babyzeichensprache und Dunstan Baby Language, Autorin, Leipzig

Vom Zweifeln zum Staunen - mein Start als Kursleiterin

Seit November darf ich mich ganz offiziell *Zwergensprache-Kursleiterin* nennen – und ich sag’s euch: Das ist spannender als jede Karusellfahrt im Freizeitpark (und ich mag eigentlich keine Karusells).

Als Erzieherin arbeite ich schon lange mit Kindern mit Behinderung. 

Dabei kamen auch immer wieder Gebärden zum Einsatz. Ein paar Zeichen kannte ich – "Essen", "mehr", "fertig" – aber richtig intensiv habe ich mich nie mit der Welt der Babyzeichen beschäftigt.

Während meiner Elternzeit habe ich mich dann ins Abenteuer Weiterbildung gestürzt – unter anderem zur Zwergensprache-Kursleiterin, damit ich auch mit meinemsä Sohn gleich üben kann. Und dann war er plötzlich da: Mein erster eigener Kurs im März. Ich war aufgeregt wie vor dem ersten Schultag.

**Was, wenn die Babys mich doof finden? Wenn ich den Eltern die Zeichen nicht gut erklären kann? Wenn keiner „trinkt", „isst“ oder überhaupt zuhört?**

Spoiler: Es lief ganz anders – und zwar richtig gut!

Nach drei Monaten kann ich stolz sagen: Ich verbuche meine ersten kleinen, großen Erfolge. Drei meiner Mini-Kursteilnehmerinnen (die übrigens nicht nur zuckersüß, sondern auch ziemlich clever sind), zeigten in der sechsten und siebten Kursstunde ganz plötzlich ihre ersten Zeichen – und das, obwohl sie zuhause noch keines gezeigt hatten!

Ich? Ich war kurz davor, Luftsprünge zu machen. Die Mamas? 

Überglücklich! Alle anderen? Noch motivierter weiterzumachen Und ich bin einfach nur dankbar, dass ich diese besonderen Momente miterleben darf.

Heute kann ich mit voller Überzeugung auf die Frage- ob so ein Kurs sinnvoll ist- sagen: Auf jeden Fall!

Ich freue mich auf viele weitere kleine Sprachwunder mit ganz viel Herz. 💕

 

Autorin: Michaela Keil- Zwergensprache-Kursleiterin in München, Mama von zwei Kindern und ausgebildeter BBC-Elterncoach. Mit viel Herz begleitet sie Familien rund um die Themen Zwergensprache, Babyschlaf, Beikost und Stressmanagement – praxisnah, einfühlsam und alltagsorientiert.

Warum Babyzeichensprache und Babymassage weit mehr sind als „nur für Babys“

„Das ist doch nur was für Babys, oder?“. Diesen Satz höre ich immer wieder – sowohl über Babyzeichensprache als auch über Babymassage. Und jedes Mal muss ich ein bisschen schmunzeln. Denn wenn ich eines aus meiner eigenen Erfahrung als Mama gelernt habe, dann das: Manche Dinge wachsen einfach mit. Sie verändern sich, werden leiser, subtiler – aber sie bleiben.

Und genau so ist es bei uns.

Meine Kinder sind heute acht und elf Jahre alt. Also längst keine Babys mehr. Und trotzdem ist die Babyzeichensprache bei uns noch immer lebendig. Nicht mehr in der Form, wie man sie vielleicht aus Kursen kennt – aber als etwas ganz Eigenes, fast schon Magisches.

Eine Art Geheimsprache.

Wenn wir unterwegs sind, tauschen wir manchmal ganz unauffällig Zeichen aus.

„Ich muss auf die Toilette.

„Können wir nach Hause gehen?

„Möchtest du noch etwas trinken?

Kein lautes Rufen, kein Unterbrechen – nur ein kurzer Blick, eine kleine Bewegung, und wir verstehen uns. Es ist, als hätten wir uns eine stille Brücke gebaut, die nur uns gehört.

Und dann ist da noch meine Kleine.

Sie hat das Fingeralphabet für sich entdeckt – und etwas daraus gemacht, womit ich nie gerechnet hätte: Sie hat sich damit selbst Rechtschreibregeln erschlossen. Buchstaben gefühlt, gesehen, verinnerlicht. Auf ihre ganz eigene Weise gelernt.

Das ist der Moment, in dem mir klar wird: Zwergensprache ist kein „Baby-Tool.

Es ist eine Sprache. Und Sprache hört nicht einfach auf.

Und das Gleiche erlebe ich auch bei derBabymassage– auch so ein Begriff, der oft in eine kleine Schublade gesteckt wird. Zart, niedlich, für die Kleinsten. Aber Berührung ist so viel mehr als das.

Sie ist Verbindung. Immer.

Gerade mit größeren Kindern verändert sich so vieles. Der Alltag wird voller, die Gespräche manchmal kürzer, die Welt um sie herum größer. Und genau dann sind diese stillen Momente der Nähe so unglaublich wertvoll.

Mein großer Sohn ist jetzt elf. Und weißt du was?

Er sagt bis heute: „Mama, ich bekomme ich eine Babymassage?“

Und jedes Mal denke ich: Wie schön ist das bitte?

Dass er sich diesen Wunsch erlaubt. Dass er weiß, wie sich Geborgenheit anfühlt. Dass er sich diese Verbindung nimmt – auch jetzt noch.

Ein ganz besonderer Moment war übrigens, als ich meine Babymassage-Ausbildung gemacht habe. Sie war online – und mein Sohn war mein „Lernbaby“. Wir haben so viel gelacht, ausprobiert, gelernt. Und gleichzeitig ist da etwas entstanden, das bis heute geblieben ist.

Vielleicht ist es genau das, was ich dir mitgeben möchte:

Babyzeichensprache und Babymassage sind keine „Phasen“.

Sie sind Einladungen.

Einladungen zu Verbindung. Zu Verständnis. Zu Nähe – weit über das Babyalter hinaus.

Und vielleicht werden sie bei euch auch irgendwann zu etwas ganz Eigenem.

Zu kleinen Ritualen. Zu einer Geheimsprache. Zu Momenten, die bleiben.

Denn was wir unseren Kindern wirklich schenken, ist nicht die Methode.

Es ist das Gefühl dahinter.

 

Autorin: Annina Riepp, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Uster, Zwergensprache Länderleitung der Schweiz, Doula & Babymassage Kursleitung