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Pekip

Charlotte liebt Eulen

In der Musikschule Vechta ist die Eule - eigentlich der UHU - das Logo. So hängt diese auch im Eltern-Kind-Raum, in dem sich die Musikzwerge (Musik und Babyzeichen) treffen. Charlotte (1 Jahr alt) ist begeistert dabei und hat an einem Freitagvormittag begeistert festgestellt, dass der Logo-Uhu und meine Handpuppe offensichtlich das Gleiche darstellen sollen.

Zunächst etwas verwirrt zeigt sie erst auf den Uhu an der Wand - dann auf meine Puppe. „Ja, Charlotte, das ist eine Eule (dazu das Handzeichen).“ Aufgeregt zeigt sie wieder erst auf das Bild an der Wand, dann auf meine Puppe. Das geht einige Male so, alle Zwergensprache Kursmütter schauen interessiert zu, vollkommen fasziniert, dass die kleine Charlotte die Verbindung zwischen beiden Uhus herstellen konnte und so viel Spaß dabei hatte.

Wunderbar, wenn uns die Kinder in Ihre Erlebniswelt dank der Gebärden mitnehmen können!

 

Autorin: Britta Schraad, Zwergensprache-Kursleiterin und Pekip Kursleitung in Lohne, Musik- und Gitarrenartistin

Enna und der Vogel - oder: „Wenn’s mal länger dauert“

Eine der schönsten Zwergensprache-Geschichten im vergangenen Jahr habe ich mit Enna erlebt. Enna und ihre Mutter kamen zur mir in die Parens-Gruppe (ähnlich PEKiP), da war sie etwa 3 Monate alt. Ich habe mich natürlich gefreut, dass die beiden sich, trotz anfänglicher Skepsis, auch zum nächsten Zwergensprache-Kurs angemeldet hatten. Enna war jedoch ein ganz spezieller Fall. Die Mama hat begeistert zu Hause gebärdet und war wirklich fleißig dabei. Umso frustrierender, dass Enna auch nach dem Anfängerkurs noch kein Zeichen zeigte. So ging es in die Fortgeschrittenengruppe. Enna machte … nichts.

Ich habe es selbst beim gemeinsamen Picknick erlebt: sie drückte mir die Brotdose in die Hand und sah mich mit großen Augen an. Ich fragte/zeigte: „Enna, möchtest du essen?“

Große Augen, starrer Blick. Ich dachte, das gibt es doch nicht, sie sitzt das einfach aus! Auch nach mehrfachem fragen/zeigen – keine Regung. Als wolle sie mir sagen: du hast die Dose in der Hand und ich gucke dich mit großen Augen an: du weißt schon was ich will!
Die Mutter bestätigte: so geht das auch zu Hause. Aber egal, die Kurse sind lustig, sie kommt auch weiterhin. Zeichen hin oder her.

Am vorletzten Treffen im Fortgeschrittenenkurs kamen Enna und Mama in den Kursraum: „Ich muss euch was erzählen! Ich hatte die Schnauze voll, ehrlich. Vor ein paar Tagen habe ich aufgegeben. Wir saßen zusammen am Tisch und ich sagte meinem Mann, dass jetzt Schluss sein. Kein Zeichen würde ich mehr machen. Ich will nicht mehr, es stresst mich, es frustriert mich und Enna macht sowieso nix! In dem Moment schaute Enna mich an, dann meinen Mann und dann aus dem Fenster und zeigt das Zeichen für Vogel!“

Eine Geschichte für alle Eltern, die viel Geduld brauchen - oder eben: wenn's mal länger dauert :-).

Autorin: Britta Schraad, Zwergensprache in Osnabrück und Vechta

Kleine Künstler – großer Spaß

Eines meiner liebsten Kinderlieder ist "Erst kommt der Sonnenkäferpapa". Dieses Lied zaubert immer ein Lächeln ins Gesicht und passt perfekt zur fröhlichen Stimmung des Frühlings. Im Zwergensprache Kurs nutzen wir dazu die Gebärden für Käfer und die der Familienmitglieder.

Passend dazu haben wir im Eltern-Kind-Kurs kleine kreative Kunstwerke geschaffen und mit roten Fingerabdrücken niedliche Sonnenkäfer gestaltet – eine Aktivität, die selbst schon die Kleinsten mitmachen können! Nachdem die Farbe trocken ist, werden noch Punkte und Beinchen hinzugefügt. So entstanden die ersten kunstvollen Werke dieses Frühlings, die unser Zuhause mit Freude und Farbe erfüllen und mit den Kindern einen täglichen Gesprächsanlass oder Moment zum Singen des Liedes bieten.

Es ist schön zu sehen, wie einfach und bereichernd Kunst für Kinder sein kann – mit FingerArt auch im Zwergensprache-Anfängerkurs!

 

Autorin: Britta Schraad, Zwergensprache-Kursleiterin und Pekip Kursleitung in Lohne, Musik- und Gitarrenartistin