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Ausgezeichnet mit dem Siegel "Unternehmen der Zukunft"

Zwergensprache

Beikost und Babyzeichen

Wenn unsere Tochter Linda, 15 Monate alt, am Tisch sitzt und isst zeigt sie ab und zu das Zeichen für „trinken“. Als sie noch kleiner war haben wir ihr dann ihren Becher gereicht, mittlerweile nimmt sie ihn sich selbst, trinkt, stellt ihn wieder ab und isst weiter.

Das ist nichts Außergewöhnliches, denn das Zeichen für Trinken macht sie schon, seit sie in etwa 7 Monate alt ist und wir mit der Beikost begonnen haben. Das war eine spannende Zeit für sie und für uns, so viele neue Eindrücke, Geschmäcker und Konsistenzen! Mit der Einführung der Beikost haben wir auch die Zeichen für „Noch mehr“, „Stopp“, „Trinken“, „Essen“ und „Fertig“ geübt. Sie zeigt die Zeichen sehr zuverlässig und wird auch von Oma und Opa problemlos verstanden. Auf dem Bild sieht man Linda auf Opas Schoß, der ihr an diesem Tag etwas beim Essen hilft. Vor dem nächsten Happen Möhre zeigt sie kurz „Stopp“, dann „Trinken“ und sie bekommt sofort den Becher gereicht. Anschließend macht sie laut „Ahhh“, um zu zeigen wie erfrischend dieser Schluck Wasser war. Wollt ihr mehr über Beikost und Babyzeichen erfahren? Dann findet ihr unter diesem Link meinen Babyzeichen Spezialvortrag zum Thema:

 

Beikoststart, Breifrei & Babyzeichen Vortrag 

 

Autorin: Dr. Camilla Leithold, Ernährungswissenschaftlerin und Zwergensprache Kursleiterin in Erfurt und Gotha seit 2016

Besser eindeutige Gesten statt Wutanfälle

Immer wieder kommen schöne Geschichten von ehemaligen Kursteilnehmern bei uns an. Das freut uns sehr und diesen aus der vermeintlichen Trotzphase möchten wir gern mit Euch teilen.

Mama Stefanie berichtet Ihr Aha-Erlebnis aus dem Kinderturnen:

„Heute hatte ich mal wieder ein schönes Babyzeichen Erlebnis: Wir waren beim Turnen. Am Ende ist meine Tochter (1,5 Jahre) immer ziemlich kaputt. Heute fing sie an zu meckern, ich habe vorgeschlagen nochmal zu rutschen. Sie wollte aber nicht. Ich habe sie gefragt, ob sie nochmal klettern möchte? Wollte sie auch nicht. Bei der Frage, ob sie schaukeln will, ließ sie sich auf den Boden fallen und wollte grade losbrüllen. Ich dachte, sie wäre einfach nur kaputt. Hab mich gebückt, ihr gesagt, dass sie zu mir schauen soll und mit Zeichen gefragt: "Was möchtest du?". Ich habe damit gerechnet das sie "Arm" sagt, weil sie kuscheln will. Da lag ich aber weit daneben. Sie zeigte "Wasser" und dann "trinken". Die Arme hatte einfach riesigen Durst. Sie hat dann getrunken und mit bester Laune weitergespielt.
Ich weiß nicht, wie viele Trotzanfälle wir dank der Zeichen umgehen können. Andere Kinder werden in den Gruppen oft sauer, weil sie sichtlich nicht verstanden werden. Unsere Kleine kann sich mit ihren mittlerweile über 60 Gebärden richtig gut mitteilen. Dafür sind wir der Zwergensprache dankbar!“

 

Autorin: Claudia Spelz, Zwergensprache Kursleitung in Oberhausen und Essen, Regionalleiterin für NRW, Dunstan Babysprache Kursleitung, Sozialpädagogin

Blumen zum Selberpflücken

Es gibt doch nichts Schöneres für kleine Kinder, als Blumen zu pflücken. Wer Kinder hat, weiß, dass sie alles in den Mund stecken und wir als Eltern dies oft unterbinden müssen, weil die Blume vielleicht giftig oder stachelig ist.

Mit dem selbstgebasteltem Pflückspiel ist das aber kein Thema. Man verwendet einfach essbare Blumen, Kräuter, etc. und steckt sie in die vorbereitete Pflückhilfe (eine Schüssel + Karton mit Löchern) und schon kann der Spaß beginnen

 

Autorin: Andrea Gruber, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Linz, Regionalleiterin für Oberösterreich, DGKP uvm.

Buchtipps für kleine Lesewürmchen von der Stadtbibo Ulm

Suchst Du noch kindgerechten Lesestoff für den Sommer? Wir finden, nicht nur in der kalten Jahreszeit ist es herrlich gemütlich, sich mit seinem Kind und einem Buch zusammen zu kuscheln. Egal ob zum Gute-Nacht-Ritual, bei Wartezeiten im Restaurant, zur Unterhaltung auf langen Reisen oder einfach so zum Anschauen und Vorlesen zwischendurch.

In Bilderbüchern gibt es für die Kleinsten so viel Spannendes zu entdecken. Sie bieten unendlich viele interaktive Gesprächsanlässe und gemeinsame Lernmomente. Bücher mit kurzen Reimen, mit Klappen oder Fühlelementen sprechen viele Sinne an und laden dazu ein, ausführlich erkundet zu werden. Es gibt so viele tolle Kinderbücher auf dem Markt, dass die Auswahl aus bewährten Klassikern oder kreativen Neuerscheinungen tatsächlich schwerfällt.

Nun, wie findet man im Bücherdschungel die passende Lektüre für das Alter und die Interessen seines Kleinkindes? Sehr gelungen finden wir den kürzlich erschienen Buchempfehlungskatalog für Kinder unter 3 Jahren der Bibliothek Ulm und möchten Euch diesen gern vorstellen und ans Herz legen, wenn Ihr auf der Suche nach neuem Vorlese- oder Anschaumaterial seid.

Die Literaturliste mit empfehlenswerten Bilderbüchern entstand auf der Grundlage von Fortbildungen für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und für pädagogisches Personal im Herbst 2022 und Frühjahr 2023 in der Stadtbibliothek Ulm. Sicher kannst Du die meisten der genannten Bücher auch in Deiner lokalen Bücherei ausleihen. Alternativ sind die Buchtitel auch im Buchhandel alle lieferbar.

Wir freuen uns sehr, dass aus unserer eigenen Zwergensprache Pappbuch-Reihe „Mit Babyzeichen die Welt entdecken“ der Band 3 zu „Tiere im Zoo“ in den Kinderbuchempfehlungen dabei ist.

Für Kinder von 1-3 Jahren findest Du hier im PDF des Katalogs der Ulmer Kinderbibliothek eine Auswahl der schönsten neuen und bewährten sehr einfachen Bilderbücher zum Download.

Hier geht es zur Buchliste für die Kleinsten - als auch zu Buchtipps für Geschwisterkinder in anderen Altersklassen:

Kinderbuchempfehlungen für U3

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babygebärden und Dunstan Baby Language, Autorin, Leipzig

Charlotte liebt Eulen

In der Musikschule Vechta ist die Eule - eigentlich der UHU - das Logo. So hängt diese auch im Eltern-Kind-Raum, in dem sich die Musikzwerge (Musik und Babyzeichen) treffen. Charlotte (1 Jahr alt) ist begeistert dabei und hat an einem Freitagvormittag begeistert festgestellt, dass der Logo-Uhu und meine Handpuppe offensichtlich das Gleiche darstellen sollen.

Zunächst etwas verwirrt zeigt sie erst auf den Uhu an der Wand - dann auf meine Puppe. „Ja, Charlotte, das ist eine Eule (dazu das Handzeichen).“ Aufgeregt zeigt sie wieder erst auf das Bild an der Wand, dann auf meine Puppe. Das geht einige Male so, alle Zwergensprache Kursmütter schauen interessiert zu, vollkommen fasziniert, dass die kleine Charlotte die Verbindung zwischen beiden Uhus herstellen konnte und so viel Spaß dabei hatte.

Wunderbar, wenn uns die Kinder in Ihre Erlebniswelt dank der Gebärden mitnehmen können!

 

Autorin: Britta Schraad, Zwergensprache-Kursleiterin und Pekip Kursleitung in Lohne, Musik- und Gitarrenartistin

Das Sachsen-Team auf Wanderschaft

In unseren Regionalgruppen unterstützen wir uns nicht nur gegenseitig mit Tipps und Ideen zur Kursgestaltung und mit geteiltem Fachwissen. Wir haben immer besondere Freude daran, mal nicht nur per Zoom, sondern live zusammen zu kommen und gemeinsame Augenblicke mit guten Gesprächen zu genießen.

So auch unser Sachsen-Team, das im Juni mit samt der Zwergensprache-Teddys rund um die Burg Rabenstein zum Wandern und Austausch verabredet war.

Mit fröhlichem Picknick und gemütlichem Ausklang im Café verging die Zeit wie im Fluge.

Besonders gefeiert wurde unsere Kollegin Linda Walther aus Chemnitz (Ergotherapeutin, AOK plus Partnerin), die bereits seit 15 Jahren als Kursleiterin die Zwergensprache in Eltern-Kind-Kursen und Fachseminaren mit ganz viel Liebe und Herzblut weitergibt. Kein Wunder also, wenn uns ihre Kursfamilien sogar im Wald über den Weg laufen… denn das sind mittlerweile ganz schön viele, die sie in all den Jahren begleiten durfte.

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babygebärden und Dunstan Baby Language, Autorin, Leipzig

Der Frühling kommt!

Der Frühling steht quasi vor der Tür und mit ihm kann man im Garten viele Tiere beobachten und entdecken. Besonders beliebt in der Zeit sind bei uns zu Hause und auch in den Zwergensprache-Kursen Kuscheltiere passend dazu als auch das Zwergensprache Bilderbuch „Tiere im Garten“. Hier kann man viel entdecken und gebärden (Käfer, Bienen Blumen, Vögel, Schnecke, Maus, Schmetterling und mehr) und bei einem Spaziergang schauen, ob man vielleicht diese Tiere auch in „echt“ findet. 😉

 

Autorin: Sandra Fasching, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Niederösterreich, Leiterin einer Tagesbetreuungseinrichtung

Der Herbst ist da…

… und lockt uns mit buntem Farbenspiel in die Natur zum Entdecken und Erleben mit allen Sinnen.
In unseren Breitengraden verändern die Jahreszeiten die Natur in einem immerwährenden Kreislauf ohne Anfang und Ende. Licht und Farben wechseln ebenso wie Stimmungen und Beschäftigungen. Gerade diese elementaren Veränderungen sind für kleine Kinder eindeutig erlebbar und gut nachvollziehbar. Unterstützen wir sie dabei, die Natur in ihren wechselnden Formen kennen zu lernen und zu erspüren. Dazu braucht es keine originellen oder spektakulären Events, wir gehen einfach ganz oft und gerne nach draußen. Zeigen wir den Kindern durch unsere eigene Freude, dass jede Jahreszeit auf ihre Weise schön und unsere Umwelt wertvoll ist.

Für euch habe ich unsere liebsten Herbsterlebnisse gesammelt:

  • Durch raschelndes Laub laufen und es hochwerfen und herab regnen lassen
    - Moni‘s Kürbiskeckse backen
    - Regenwanderung mit ausgiebigen Pfützenhüpfen
    - Herbstschätze sammeln (Eicheln, bunte Blätter, Kastanien, etc.)
    dazu passt das wunderbare „Kugelkindlied“:
    In dem kleinen Stachelhaus, da sitzt ein Kugelkind (eine Kastanie in beiden Händen verstecken). Plimps die Tür geht auf (Hände öffnen), Plumps es springt heraus (Kastanie herausrollen lassen). Rollt und rollt und rollt und rollt und rollt davon geschwind (drehen der Unterarme).

Autorin: Johanna Berktold, Zwergensprache in Dornbirn, Regionalleiterin für Tirol und Vorarlberg, Sozialarbeiterin

Die Bären sind los!

Wie viele Bären verstecken sich denn hier auf dem Foto?

Ein passendes Lied, welches in fast jeder Kursstunde eingesetzt wird, weil die Babys es so lieben, ist „Teddybär, Teddybär, wo bist du?“. Guck-guck-da-Spiele sind in diesem Alter einfach super. Mit Musik und Babyzeichen wird´s noch schöner! Deshalb hier unser Tipp für Dich zum Nachschauen, Mitsingen, Mitgebärden und Ideen holen:

Aus unserer Gebärdenlieder-Video-Sammlung aus der Kooperation mit Sony Music & Europa Kinderwelt:

Zwergensprache Gebärden-Kinderlied: "Teddybär, wo bist du?"

 

Autorin: Sandra Fasching, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Niederösterreich, Kindergartenpädagogin, Leiterin einer Tagesbetreuungseinrichtung

Die faszinierenden Hühner

Als mein Sohn gerade ein Jahr alt war, haben wir oft einen Spaziergang zu den Hühnern in der Nachbarschaft gemacht. Die fand er immer super und das Babyzeichen für "Huhn" war so schnell gelernt. Eines Nachmittags zu Hause zeigte er mir plötzlich das Zeichen für Huhn. Ich schaute mich um, konnte aber kein Huhn entdecken. Dann fiel mir ein, dass wir am Morgen bei den Hühnern vorbeigegangen waren. Wir haben uns dann gemeinsam mit den Zeichen an die Hühner erinnert, über unseren Spaziergang geredet und uns das Zwergensprache Bilderbuch "Tiere auf dem Bauernhof" aus der Reihe "Mit Babyzeichen die Welt entdecken" angesehen. Ohne Babyzeichen hätte mein Sohn mir nicht erzählen können, an was er gerade gedacht hat!

Autorin: Heidi Ruppert, Zwergensprache in Rosenheim, Dipl. Sozialpädagogin

Die Spiel- und Sprachentwicklung deines Kindes

„Kinder spielen, weil sie sich entwickeln und Kinder entwickeln sich, weil sie spielen. Spielen ist die Königsdisziplin des Lernens“ – Margit Franz

Im Spiel entdecken Kinder die Welt. Sie lernen eine Vielzahl von sozialen, emotionalen und sprachlichen Fähigkeiten während des Freien Spiels.

Gerade für die Sprache ist das Spiel essentiell, denn hier bieten sich viele Gelegenheiten für die sprachliche Begleitung und den förderlichen Einsatz der Babyzeichen.

Das Spielverhalten entwickelt sich wie die Sprache, Schritt für Schritt. Die einzelnen Fertigkeiten im Spiel sind wichtige Grundlage für die Sprachentwicklung.

Das frei gewählte Spiel des Kindes drückt den aktuellen Entwicklungsstand des Kindes aus. Die Abfolge spielerischer Verhaltensweisen ist stets gleich und universell.

In den ersten beiden Lebensjahren durchlaufen Kinder folgende elementare Spielhandlungen (nach Remo Largo und Emmi Pikler):

 

0-3 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

erste Orientierung, Entdeckung der Hände, Sozialspiel mit Bezugspersonen

Spielmaterial:

Kein Spielbogen oder Mobile notwendig, kein Spielzeug in die Hand geben – Interesse abwarten, Tuch, leichtes Püppchen

 

4-6 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

Gezieltes Betasten und Ergreifen, Bewegen, Drehen, Schütteln, orales Erkunden

Spielmaterial:

Weiche Stoffpüppchen, Becher, Holzringe, O-Ball, Tücher

 

7-9 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

Gegenstände zusammenführen, entdeckt innen und außen – ausräumen

Spielmaterial:

Körbe, Schüsseln, Schälchen (in versch. Materialien), Becker, Deckel, Siebe, Schneebesen, Kochlöffel, Bälle, Schüttelflaschen

 

10-12 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

Pinzettengriff, hinlegen, einfüllen, umfüllen, Objekte als Werkzeug, Bewegung und Raumerkundung

Spielmaterial:

Schüsseln, Körbe, Becher zum Sammeln und Stapeln, Holzringe, Klötze, Deckel zum Füllen, Dosen mit Deckel, Alltagsgegenstände (Bürsten, Küchenutensilien, …), niedrige Podeste, Tunnel, Kisten, schiefe Ebene

 

1-2 Jahre:

Fähigkeiten/Interessen:

Einfüllen, umfüllen, umschütten, verteilen, Bewegung, stapeln, zusammenstecken, sammeln, vergleichen, sortieren, transportieren, schieben, Reihen bilden, bauen, Symbolspiel

Spielmaterial erweitern mit:

Stapelbechern, Bausteinen, Taschen, Körben, großen Behältern, Wannen, Kisten, Puppenwagen, Fahrzeugen, Bilderbüchern, Ziehtieren, vieles vom gleichen Material

 

Die Kunst der sprachlichen Begleitung liegt in dem achtsamen Präsenz, ohne das Kind zu unterbrechen oder seine selbstinitiierten Handlungen zu bewerten oder zu korrigieren.

„Ich sehe, du hast den BALL.“

„WO ist das AUTO?“

„Das Tuch ist GRÜN“

Die passenden Babyzeichen erlernt Ihr im Zwergensprache-Kurs in Eurer Nähe oder online.

Wir wünschen Euch viel Freude beim gemeinsamen Staunen, Gebärden und Erkunden der Welt!

 

Autorin: Johanna Berktold, BA, Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin im Familienzentrum, Kursleiterin für Zwergensprache und Dunstan Babylanguage, EntdeckungsRaumbegleiterin nach E.Pikler, Dornbirn, Regionalleiterin für Vorarlberg/Tirol

Die Zeichen als Anker

Mein Sohn hatte die Zeichen der Zwergensprache voll für sich entdeckt! Er zeigte uns seine Welt, die interessanten Dinge, die er sah. Er zeigte Papa abends, was wir tagsüber erlebt hatten. Sie halfen uns, als er das Sprechen lernte und anfangs noch nicht alle Worte so eindeutig waren. Dann kam die Zeit, wo er intensiv lernte zu sprechen und fast täglich musste ein Zeichen einem neuen Wort weichen. Ein wenig war ich traurig darüber, aber das Ziel war ja immer das sprechen.

Irgendwann nutzte er natürlich keine Zeichen mehr.

Dann waren wir zu Besuch bei meinen Eltern. Mein Sohn half uns beim Tisch decken, als ihm eine kleine Tasse aus der Hand fiel und zerbrach. Wir machten die Scherben weg und sagten ihm, dass es nicht schlimm ist und suchten eine neue im Schrank. Aber mein Sohn holte die Scherben aus dem Müll und schaute mich ganz traurig an „Mama ganz machen“. Ich erklärte ihm, dass es nicht geht, es aber auch nicht schlimm ist. Da drehte er sich zu Oma um: „Oma ganz machen“, aber auch Oma konnte ihm nicht helfen. Nachdem er auch Opa flehend anschaute, drehte er sich wieder zu mir um, sagte tief traurig „Mama“ und machte die Gebärde für REPARIEREN.

Da wusste ich, dass die Zeichen auch jetzt noch für ihn der „Anker“ sind.

 

Autorin: Barbara Mößner, Mama von 4 Kindern, Zwergensprache sowie Dunstan Kursleiterin im Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen, Krankenschwester

Die Zwergensprache auf dem ersten MiniMarkt für Familien in Linz

Zum erst Mal fand im Mai in Linz ein MiniMarkt für Familien statt und die Zwergensprache war mit dabei. Für einige Stunden wurden interessierte Eltern über das lokale Kurs-Angebot sowohl zu den Babyzeichen der Zwergensprache für Babys in den ersten zwei Lebensjahren und zur Dunstan Babysprache zu den Bedürfnislauten aller Neugeborenen informiert. An den Marktständen konnten sie zudem viele tolle Einzelstücke erwerben. So war es für alle Aussteller und Besucher eine gelungene erste Veranstaltung dieser Art.

 

Autorin: Andrea Gruber, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Linz, Regionalleiterin für Oberösterreich, DGKP uvm.

Diese "große" Raupe Nimmersatt begeistert in den Kursen

"Die kleine Raupe Nimmersatt" von Eric Carle ist wohl ein Bilderbuchklassiker, den jeder kennt.

Auch zum Lesen und Erzählen mit Babyzeichen eignet es sich prima.

Wer dann auch noch ein kleines Spiel daraus machen möchte, kann sich selbst einen Raupenkopfkübel basteln und seine Raupe füttern. In erster Linie werden bei uns die Lebensmittel, die im Buch vorkommen in der Variant aus Holz, Stoff oder Kunststoff, verwendet. Also ein Apfel, zwei Birnen, drei Zwetschgen, 4 Erdbeeren, usw. - natürlich mit den passenden Gebärden dazu.

In meinen Zwergensprache Eltern-Kind-Kursen erlebe ich dann ganz oft, dass, wenn alles in der Raupe gelandet ist, die Kinder mit dem „WO“-Zeichen fragen, wo das Essen hingekommen ist und mit dem „MEHR“-Zeichen, alles wieder ausräumen und nochmal der "RAUPE" zu "ESSEN" geben wollen.

Hier für euch die einfache Bastelanleitung für den Raupenkopfkübel:

-ein kleinerer Kübel / Eimer ca. 5 Liter Fassungsvermögen
-ein großes Stück Karton
-Farbe, Pinsel, Schere, Bleistift, Klebeband

Stellt den Kübel mit der Öffnung nach unten auf den Karton und umrandet ihn mit dem Bleistift.
Zeichnet nun noch die Fühler der Raupe an den Kreis dran und in den Kreis einen großen Mund.
Nun alles ausschneiden und dann mit den entsprechenden Farben anmalen.

Nach dem Trocknen mit ein paar Streifen Klebeband den Raupenkopf am Kübel befestigen und los geht’s mit dem Füttern.

Viel Freude damit!

 

Autorin: Mareike Landl, Zwergensprache Kursleiterin für den Bezirk Urfahr-Umgebung in Österreich, Erzieherin

DIY Einwurfspiel schnell und einfach basteln

Du benötigst dafür:

  • 1 leere, verschließbare Dose mit Plastikdeckel (Maronipüree, Erdnüsse, Fläschchennahrung,…)
  • Deckel von Breigläsern oder andere Dinge zum Einwerfen (hier auf die Größe achten, damit keine Gefahr vom Verschlucken besteht)
  • Selbstklebende Folie oder Papier oder du bemalst die Dose (hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt)
  • Schneideunterlage
  • Stift
  • Stanley Messer oder Cutter
  • Lineal

Für den Schlitz zum Einwerfen in der Mitte des Deckels von der Dose einen 1,3 cm x 6 cm großen Schlitz (Rechteck) aufzeichnen und danach mit dem Stanley Messer ausschneiden.

Für die Dose die Höhe & Umfang ausmessen (beim Bekleben ein paar cm mehr dazugeben, damit es sich auch gut überlappen kann und keine Löcher am Stoß entstehen)

Bei mir ist es ein Rechteck mit den Maßen 11,7 cm x 33cm. Dieses auf die Rückseite der Folie aufzeichnen und ausschneiden.
Damit die Dose bekleben.

Deckel drauf und fertig.

Nun können die Deckel durch den Schlitz eingeworfen werden (und dieses Geräusch, welches dabei entsteht, ist für die Kleinsten einfach nur faszinierend!)

Viel Spaß beim Nachbasteln!

 

Autorin: Rebecca Hirschler, Zwergensprache Kursleitung in Eisenstadt & Umgebung, Kindergartenpädagogin, Kangatrainerin

DIY Fingerpuppe und Fingerspiel zu Babygebärde "Biene"

In meinen Kursen bastele ich mit den Teilnehmern passend zum Babyzeichen der Biene diese Fingerpuppe. Was ihr dafür braucht: Pfeifenreiniger in gelb und schwarz sowie eine Butterbrottüte.

Die Pfeifenreiniger verzwirbelt ihr wie auf Bild 1 zu sehen miteinander. Aus der Butterbrottüte schneidet ihr euch ein paar Flügelchen aus. Anschließend wickelt ihr die Pfeifenreiniger farblich abwechselnd um euren Finger. Zwischendrin steckt ihr die Flügel darunter und fertig seid ihr schon. Besonders praktisch ist, dass ihr mit dieser Fingerpuppe die Aufmerksamkeit auf euren Finger lenkt, mit dem ihr auch das Babyzeichen der Biene zeigt

 

Passend dazu hier noch ein Fingerspiel:

Die kleine Biene summ summ summ, (Babyzeichen für die Biene)

fliegt um deinen Kopf herum, (die Biene kreist um den Kopf des Babys)

fühlt sich so bei dir zu Haus, (Babyzeichen für Haus)

ruht sich auf deiner Nase/ deinem Bauch/ deinen Zehen usw. aus. (die Biene landet auf besagter Körperregion)

 

Das Fingerspiel ist super dafür geeignet, die Babyzeichen für „Biene“ und „Haus“ wiederholt zu üben. Außerdem erlernen die Babys ganz spielerisch das Körperschema, indem Körperteile immer wieder benannt werden. Zwischendurch könnt ihr natürlich noch das Babyzeichen für „nochmal“ benutzen.

Bitte benutzt die Biene nur unter Aufsicht, da die Babys, wenn sie die Biene in den Mund nehmen, sich am Draht des Pfeifenreinigers verletzen könnten.

Übrigens haben auch größere Geschwisterkinder Spaß damit. Mit der Biene auf dem Finger können sie von Blüte zu Blüte fliegen und Nektar sammeln.

Viel Spaß beim Nachbasteln und Ausprobieren!

 

Autorin: Katharina Krause, Sonder- und Integrationspädagogin, Zwergensprache Kursleitung in Erfurt

DIY Spielschaum

Eine schnellgemachte Beschäftigungsidee für Kinder jeden Alters ist der Spielschaum aus Kichererbsenwasser. Dazu einfach das Wasser der Kichererbsen aus dem Glas oder der Dose abgießen und mit einem Handrührgerät ca. 5 Minuten schaumig schlagen. Zum Stabilisieren kann noch etwas Maisstärke hinzugegeben werden, sie ist aber nicht unbedingt notwendig. Den Schaum in eine große Schüssel oder für die Kleineren in ein flaches Tablett umfüllen und schon kann der Spielspaß losgehen. Besonders toll: das Kichererbsenwasser kippt man meistens eh weg, so hat man noch eine gute Verwendungsmöglichkeit dafür. Außerdem ist er auch super für Babys und Kleinkinder geeignet, da er verzehrsicher ist. In der Badestunde im Zwergensprache Babykurs kam der Spielschaum mit den passenden Babyzeichen super an. Taktil ist er für die Kleinen ein echtes Erlebnis und ganz nebenher wird die Wahrnehmung und Handmotorik gefördert. Für die Größeren können gern noch Spielzeuge oder andere Texturen wie beispielsweise getrocknete Bohnen etc. hinzugefügt werden, um es spannender zu gestalten. Außerdem kann man den Schaum noch mit Lebensmittelfarbe und Glitzer aufpimpen.

Viel Spaß beim Nachmachen und Matschen!

 

Autorin: Katharina Krause, Sonder- und Integrationspädagogin, Zwergensprache- Kursleiterin in Erfurt

Drei Monate später: „Auto kaputt – reparieren!“ bleibt in Erinnerung

Vor ein paar Monaten stand unser Familienauto still – die Batterie war leer, nichts funktionierte mehr. Die Motorhaube war geöffnet, Papa hatte das Ladegerät angeschlossen, um die Batterie wieder aufzuladen.

Wir nutzten die Gelegenheit, um unserem damals 18 Monate alten Sohn die Situation zu erklären – in einfachen Worten und mit den passenden Zwergensprache-Zeichen: Auto, kaputt, reparieren.
Er nahm die Gebärden direkt auf und setzte sie voller Begeisterung ein.

Und was uns seitdem immer wieder zum Schmunzeln bringt: Dieses eine Erlebnis beschäftigt ihn bis heute. Auch drei Monate später kommt es regelmäßig „zur Sprache“ – mit seinen Händen.
Plötzlich zeigt er die Zeichenkombination Auto, kaputt, reparieren – ganz ohne aktuellen Anlass. Aber wir wissen sofort, was er meint.
Er denkt zurück. Er erzählt uns von diesem Tag. Ganz klar, ganz bewusst. Und wir verstehen ihn – ohne ein einziges gesprochenes Wort.

Ganz klar und verständlich. Für uns als Eltern ein magischer Moment: Wir können sein inneres Erleben mitverfolgen, weil er sich mit den Gebärden ausdrücken kann.

Zwergensprache schenkt nicht nur Worte für den Moment – sondern auch für Erinnerungen. Und damit eine Verbindung, die tief geht.

Traut euren Kindern zu, dass sie kommunizieren wollen – lange bevor sie sprechen können.
Mit Babyzeichen schafft ihr eine Brücke zwischen euch und eurem Kind. Ihr bekommt die einmalige Chance, zu verstehen, was in ihren kleinen Köpfen und Herzen vor sich geht.

Ein großer Tipp von mir an dich: Such dir unbedingt einen Zwergensprache-Kurs in deiner Nähe.
Dort bekommst du nicht nur die Zeichen an die Hand, sondern auch Austausch, neue Impulse und ganz viele „Aha-Momente“, die dich und dein Kind begleiten werden.

Viele Freude mit der Zwergensprache!

Deine Judith

 

Autorin: Judith Jachthuber-Pabst (Bj. 1985), Mama von vier eigenen und zwei Bonuskindern, zertifizierte Kursleiterin für Babymassage, lizenzierte Kursleiterin für Zwergensprache, Elterncoach (BBC), Gründerin von Bindungskraft in Bad Schönborn – ich begleite Familien mit Herz und Fachwissen, Baden-Württemberg

Ein Kniereiter zum Nikolaustag

In den Zwergensprache Kursen sind spielerische und musikalische Elemente für die Kleinsten ein ganz fester Bestandteil und natürlich super beliebt. Unsere Grazer Kursleiterin Maria Gfrerer (Musikerin und Referentin für musikalische Früherziehung) hat dafür diesen wunderbaren fröhlichen Kniereiter für die Adventszeit geschrieben, den wir zum heutigen Nikolaustag gern mit Euch zum Nachspielen und Gebärden zeigen teilen mögen. Die passenden weihnachtlichen Gebärden gibt es auf unserem Instagram Kanal der Zwergensprache. Viel Spaß bei Ausprobieren!

 

 

Enna und der Vogel - oder: „Wenn’s mal länger dauert“

Eine der schönsten Zwergensprache-Geschichten im vergangenen Jahr habe ich mit Enna erlebt. Enna und ihre Mutter kamen zur mir in die Parens-Gruppe (ähnlich PEKiP), da war sie etwa 3 Monate alt. Ich habe mich natürlich gefreut, dass die beiden sich, trotz anfänglicher Skepsis, auch zum nächsten Zwergensprache-Kurs angemeldet hatten. Enna war jedoch ein ganz spezieller Fall. Die Mama hat begeistert zu Hause gebärdet und war wirklich fleißig dabei. Umso frustrierender, dass Enna auch nach dem Anfängerkurs noch kein Zeichen zeigte. So ging es in die Fortgeschrittenengruppe. Enna machte … nichts.

Ich habe es selbst beim gemeinsamen Picknick erlebt: sie drückte mir die Brotdose in die Hand und sah mich mit großen Augen an. Ich fragte/zeigte: „Enna, möchtest du essen?“

Große Augen, starrer Blick. Ich dachte, das gibt es doch nicht, sie sitzt das einfach aus! Auch nach mehrfachem fragen/zeigen – keine Regung. Als wolle sie mir sagen: du hast die Dose in der Hand und ich gucke dich mit großen Augen an: du weißt schon was ich will!
Die Mutter bestätigte: so geht das auch zu Hause. Aber egal, die Kurse sind lustig, sie kommt auch weiterhin. Zeichen hin oder her.

Am vorletzten Treffen im Fortgeschrittenenkurs kamen Enna und Mama in den Kursraum: „Ich muss euch was erzählen! Ich hatte die Schnauze voll, ehrlich. Vor ein paar Tagen habe ich aufgegeben. Wir saßen zusammen am Tisch und ich sagte meinem Mann, dass jetzt Schluss sein. Kein Zeichen würde ich mehr machen. Ich will nicht mehr, es stresst mich, es frustriert mich und Enna macht sowieso nix! In dem Moment schaute Enna mich an, dann meinen Mann und dann aus dem Fenster und zeigt das Zeichen für Vogel!“

Eine Geschichte für alle Eltern, die viel Geduld brauchen - oder eben: wenn's mal länger dauert :-).

Autorin: Britta Schraad, Zwergensprache in Osnabrück und Vechta