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Ausgezeichnet mit dem Siegel "Unternehmen der Zukunft"

Zwergensprache

Vom Zweifeln zum Staunen - mein Start als Kursleiterin

Seit November darf ich mich ganz offiziell *Zwergensprache-Kursleiterin* nennen – und ich sag’s euch: Das ist spannender als jede Karusellfahrt im Freizeitpark (und ich mag eigentlich keine Karusells).

Als Erzieherin arbeite ich schon lange mit Kindern mit Behinderung. 

Dabei kamen auch immer wieder Gebärden zum Einsatz. Ein paar Zeichen kannte ich – "Essen", "mehr", "fertig" – aber richtig intensiv habe ich mich nie mit der Welt der Babyzeichen beschäftigt.

Während meiner Elternzeit habe ich mich dann ins Abenteuer Weiterbildung gestürzt – unter anderem zur Zwergensprache-Kursleiterin, damit ich auch mit meinemsä Sohn gleich üben kann. Und dann war er plötzlich da: Mein erster eigener Kurs im März. Ich war aufgeregt wie vor dem ersten Schultag.

**Was, wenn die Babys mich doof finden? Wenn ich den Eltern die Zeichen nicht gut erklären kann? Wenn keiner „trinkt", „isst“ oder überhaupt zuhört?**

Spoiler: Es lief ganz anders – und zwar richtig gut!

Nach drei Monaten kann ich stolz sagen: Ich verbuche meine ersten kleinen, großen Erfolge. Drei meiner Mini-Kursteilnehmerinnen (die übrigens nicht nur zuckersüß, sondern auch ziemlich clever sind), zeigten in der sechsten und siebten Kursstunde ganz plötzlich ihre ersten Zeichen – und das, obwohl sie zuhause noch keines gezeigt hatten!

Ich? Ich war kurz davor, Luftsprünge zu machen. Die Mamas? 

Überglücklich! Alle anderen? Noch motivierter weiterzumachen Und ich bin einfach nur dankbar, dass ich diese besonderen Momente miterleben darf.

Heute kann ich mit voller Überzeugung auf die Frage- ob so ein Kurs sinnvoll ist- sagen: Auf jeden Fall!

Ich freue mich auf viele weitere kleine Sprachwunder mit ganz viel Herz. 💕

 

Autorin: Michaela Keil- Zwergensprache-Kursleiterin in München, Mama von zwei Kindern und ausgebildeter BBC-Elterncoach. Mit viel Herz begleitet sie Familien rund um die Themen Zwergensprache, Babyschlaf, Beikost und Stressmanagement – praxisnah, einfühlsam und alltagsorientiert.

Von Gesten, Mimik und Kultur: Was ein DGS-Kurs vermitteln kann

Unsere Kursleiterin Stefanie Kröger aus Hunteburg wagte ein spannendes Abenteuer: Obwohl sie bereits mit Kindergebärden vertraut war, tauchte sie bei einem VHS-Kurs tief in die faszinierende Welt der Deutschen Gebärdensprache (DGS) ein! Ihr Ziel? Ein weitgreifendes Verständnis für die Lebensrealität gehörloser Menschen zu gewinnen – und ihre Kenntnisse in Gebärdensprache weiter ausbauen.

Eine Sprache ohne Worte – aber mit viel Ausdruck

In einem DGS-Kurs wird schnell klar: Hier zählen nicht Worte, sondern Gesten, Mimik und Körperhaltung! Die Hände sprechen, das Gesicht unterstützt – eine ganz eigene Kunst der Kommunikation. Wer sich schon einmal mit der Zwergensprache oder Kindergebärden beschäftigt hat, erkennt Parallelen, aber DGS geht weit darüber hinaus. Die Grammatik? Völlig anders als die deutsche Lautsprache! Wortstellung und Zeitdarstellung folgen eigenen Regeln, was das Erlernen umso spannender macht.

Eintauchen in die Welt der Gehörlosen

Doch ein solcher Kurs vermittelt weit mehr als nur Sprachkenntnisse. Er öffnet das Tor zu einer einzigartigen Kultur mit eigenen Traditionen, sozialen Strukturen und einer tief verwurzelten Gemeinschaft. Das Erleben dieser Welt fördert Empathie und Respekt – und lässt uns erkennen, wie wichtig echte Inklusion ist. Wer bereits Grundkenntnisse der Gebärdensprache besitzt, kann diese weiter vertiefen, um Barrieren noch gezielter abzubauen und Inklusion aktiv zu unterstützen.

Dialekte? Ja, sogar innerhalb eines Landkreises!

Stefanie wusste bereits, dass es innerhalb der Gebärdensprache regionale Dialekte gibt. Doch sie war besonders überrascht, als sie feststellte, dass selbst innerhalb eines einzigen Landkreises deutliche Unterschiede bestehen! Wer hätte gedacht, dass sich Gebärden von Ort zu Ort so stark verändern können?

Fazit: Eine Reise, die sich lohnt!

Stefanie hat aus ihrem DGS-Kurs nicht nur Wissen, sondern auch eine neue Perspektive mitgenommen. Vorurteile abbauen, Verständnis fördern und neue Kommunikationswege entdecken – all das macht diesen Kurs so wertvoll. Wer Lust hat, seinen Horizont zu erweitern und Teil einer inklusiveren Gesellschaft zu werden, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen!

 

Autorin: Stefanie Kröger und Katharina Schütze, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitungen in Osnabrück / Damme / Hunteburg

Warum Babyzeichen für den Spracherwerb so einzigartig sind

Das lustige Männchen auf dem Bild hier nennt man "Homunculus". Wenn man sich vorstellt, die Körperteile von uns Menschen wären in Wirklichkeit so groß wie ihre entsprechende Repräsentanz im Gehirn, dann würden wir alle so aussehen mit riesigen Händen und einem riesigen Mundbereich, weil Mund und Hände jene Körperteile sind, die den größten Platz in unserer Großhirnrinde beanspruchen. Diese beiden Bereiche sind für unser Menschsein am wichtigsten. Und das Menschsein selbst drückt sich zu einem sehr großen Teil dadurch aus, dass wir sprechen können. Wir könnten auch sagen, dass die Sprache es ist, die zu einem großen Teil das Menschsein ausmacht.

Und nun kommt noch ein ganz wichtiger Fakt dazu, den Du z.B. auf https://anthrowiki.at/Sprachzentren

nachlesen kannst:

Nicht das Gehirn erzeugt primär die Sprache, das Denken und andere kognitive Leistungen, sondern diese formen zuerst das im Kindesalter noch weitgehend plastische und wenig strukturierte Gehirn durch den immer geschickter werdenden Gebrauch der Hände, der Sprache und des Denkens aus und geben ihm seine individuelle Prägung.

Das Gehirn entwickelt sich also nicht aus irgendwelchen Gründen in Babys Köpfchen und lässt die Sprachzentren wachsen, sondern der Cortex braucht eine Art Futter, um zu gedeihen und dieses Futter bekommt er unter anderem durch die sich verbessernde Feinmotorik, die wiederum vom intensiven Gebrauch der Hände abhängt.

Du siehst: Jedes Babyzeichen der Zwergensprache, das Du Deinem Baby zeigst, bringt es weiter und fördert seine Sprachentwicklung weit mehr, als reine Sprache ohne Kindergebärden es kann!

Die Herbstkurse starten bald. Sichere Dir hier einen Platz in den spielerischen Eltern-Kind-Gruppen, wo die Händchen ganz intensiv zum Einsatz kommen oder in unseren Zwergensprache Workshops für Eltern als auch für pädagogisches Fachpersonal aus Krippe und Kindertagesbetreuung:

Zwergensprache Kurs buchen

 

Autorin: Simone Kostka, Zwergensprache Kursleiterin in Wien & Länderleitung für Österreich, Mamalogin, Lerncoach für Legasthenie, Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizite, Dipl. Lerndidaktikerin, Brain-Gym Kinesiologin, Buch- und Blogautorin

Warum es sich lohnt, Babyzeichen überall zu machen

Viele Eltern machen Babyzeichen hauptsächlich zuhause. Vielleicht weil sie sich komisch vorkommen, draußen mit den Händen «rumzufuchteln». Abgesehen davon, dass ich bisher immer nur im positiven darauf angesprochen wurde (es haben sich sogar schon Freundschaften deswegen ergeben), hat das Zeichen zeigen unterwegs gleich mehrere Vorteile:

- Zuhause kennt sich dein Kind schon aus, da ist es nicht ganz so spannend. Aber draußen, da ist die große weite Welt. Zeigst du hier Babygebärden, ist dein Kind mit viel mehr Aufmerksamkeit, Freude und Wissbegierde dabei und greift so die Zeichen auch viel eher auf.

- Du wirst entschleunigt: statt an das noch zu kochende Abendessen oder die Arbeit zu denken, bist du im Hier und Jetzt. Du betrachtest die Welt aus den Augen deines Kindes, nimmst wahr was um dich ist, spürst, riechst, fühlst, siehst viel intensiver > Babyzeichen führen zu Achtsamkeit.

- Zeigst du deinem Kind, was du siehst, wird dein Kind auch sehr bald anfangen, aktiv mit dir zu kommunizieren und dir mitzuteilen, was es sieht und fasziniert.

- Draußen gibt es einfach so viel mehr Möglichkeiten, verschiedenste Handzeichen in unterschiedlichsten Situationen zu zeigen. Ich habe mich über eine Strecke von 120 Metern darauf geachtet, welche Zeichen der Zwergensprache ich mache. Schaut, was dabei rausgekommen ist:

*120 Meter in der Winterthurer Altstadt*

Von der Marktgasse bis zur Ludothek sind es gerade mal 120 Meter. Und doch gibt es auf dieser Strecke sooo viel zu entdecken, bestaunen und mit Babyzeichen zu benennen.

In der Marktgasse wurde gerade die Weihnachtsbeleuchtung (LICHT) aufgehängt. In der Mitte hing jeweils ein großer STERN.

Abbiegen Richtung Spielzeuggeschäft: Im Schaufenster eines Geschäfts sitzt ein TEDDY.

Es REGNET, mein Sohn läuft in der Mitte der Straße, wo es eine Vertiefung hat, da sammelt sich das WASSER Sehr spannend, da drin herum zu HÜPFEN.

Vor dem Spielzeugladen hängen und stehen verschiedene Spielsachen zum SPIELEN. Im Schaufenster sehen wir AUTOS und einen ZUG.

Auf dem Platz hat es BÄUME. Und da landen direkt zwei Tauben (VOGEL) vor unseren Füssen. Eine pickt herum, sie hat wohl HUNGER, ist am ESSEN suchen.

Und wieder WASSER: Ich streiche über den nassen Tisch, der draußen vor dem einem Bistro steht. WASSER rinnt über die Kante. Mein Sohn schaut fasziniert zu, zeigt NOCHMAL. Also nochmal...

Wir kommen bei der Ludothek an. Ein BAGGER im Schaufenster, mein Sohn macht keinen Schritt weiter. Oje, das kann dauern :-D

Autorin: Robyn Giulia Knab, Zwergensprache in Winterthur und Zürich, Kommunikationsfachfrau

Warum Gebärden Babys mutiger machen

Wie frühe Selbstwirksamkeit entsteht – lange bevor Worte kommen

Viele Eltern starten mit Babygebärden mit einer ganz pragmatischen Hoffnung: Der Alltag soll leichter werden. Weniger Rätselraten, weniger Weinen, schneller verstehen, was das Baby gerade braucht. Und ja – genau das passiert oft auch. Babys zeigen plötzlich sehr klar, ob sie mehr wollen, fertig sind oder etwas Bestimmtes brauchen.

Was Eltern dann aber häufig überrascht, ist nicht das Zeichen selbst, sondern die Wirkung dahinter. Dass da ein Baby sitzt, das nicht nur „brav zeigt“, sondern sehr bewusst erlebt: Ich kann etwas ausdrücken – und es wird darauf reagiert. In diesem Moment geht es längst nicht mehr nur um Alltagserleichterung. Es geht um Selbstwirksamkeit.

Selbstwirksamkeit beginnt früher, als wir lange gedacht haben

Selbstwirksamkeit beschreibt das Erleben, mit dem eigenen Handeln etwas bewirken zu können. In der Psychologie gilt sie als eine zentrale Grundlage für emotionale Stabilität, Vertrauen in sich selbst und später auch für Lernfreude und Problemlösefähigkeit.

Aktuelle entwicklungspsychologische Forschung zeigt, dass erste Formen dieses Kompetenzerlebens sehr früh entstehen. Bereits im ersten Lebenshalbjahr beginnen Babys, Zusammenhänge zwischen ihrem eigenen Handeln und den Reaktionen ihrer Umwelt zu erkennen. Studien zur sensomotorischen Entwicklung beschreiben insbesondere zwischen etwa vier und acht Monaten einen deutlichen Zuwachs an absichtsvollem, zielgerichtetem Handeln.

Babys erleben in dieser Phase zum Beispiel:

  • dass bestimmte Bewegungen eine Reaktion auslösen
  • dass Wiederholung sinnvoll ist, wenn etwas „funktioniert“
  • dass ihr Verhalten Einfluss auf ihre Umgebung hat

Das ist noch kein bewusstes „Ich kann das“ im erwachsenen Sinn, aber es ist die Grundlage davon. Ein frühes inneres Erleben von Wirksamkeit, das sich durch feinfühlige Reaktionen der Bezugspersonen weiter festigt.

Wenn Hände sprechen dürfen, ohne Druck

Genau an dieser Stelle können Babygebärden eine wichtige Rolle spielen. Denn zwischen dem inneren Bedürfnis eines Babys und seiner Ausdrucksmöglichkeit liegt oft eine große Lücke. Babys wissen sehr früh, was sie möchten oder brauchen. Was ihnen fehlt, ist ein Werkzeug, um das auch klar mitzuteilen.

Ohne diese Möglichkeit entstehen im Alltag häufig Situationen, die alle Beteiligten belasten:

  • Bedürfnisse werden erst sehr spät erkannt
  • Frust steigt, weil das Baby nicht verstanden wird
  • Kommunikation eskaliert über Weinen oder Protest

Gebärden können diese Dynamik entschärfen. Nicht, weil Babys „funktionieren“ sollen, sondern weil sie früher gehört werden. Ein Baby, das ein Zeichen für mehr, fertig oder trinken nutzt, macht eine entscheidende Erfahrung: Ich werde wahrgenommen, bevor ich laut werden muss.

Diese Erfahrung wirkt stärkend. Babys erleben sich nicht nur als reagierend, sondern als aktiv. Sie spüren, dass sie Einfluss nehmen können. Das fördert ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen – in die Umwelt und in sich selbst.

Wichtig ist dabei, wie Babygebärden eingesetzt werden. Sie sind kein Training und kein Förderprogramm. Selbstwirksamkeit entsteht nicht durch Abfragen oder Korrigieren, sondern durch Beziehung. Besonders stärkend wirken Gebärden dann, wenn sie

  • als Angebot verstanden werden, nicht als Erwartung
  • ohne Bewertung angenommen werden
  • auch dann gelten, wenn sie noch ungenau oder kreativ sind

Viele Eltern berichten, dass sie durch Babygebärden nicht nur ihr Kind besser verstehen, sondern selbst sicherer werden. Dieses Gefühl von Sicherheit überträgt sich. Babys nehmen sehr fein wahr, ob ihre Bezugspersonen ruhig, klar und zugewandt reagieren.

Babygebärden sind kein Wundermittel. Sie ersetzen weder Feinfühligkeit noch Beziehung. Aber sie können ein stilles Fundament legen: für das Gefühl, wirksam zu sein, für Vertrauen in die eigene Ausdruckskraft und für den Mut, sich mitzuteilen. Und dieser Mut beginnt oft viel früher, als wir lange gedacht haben.

 

Autorin: Bettina Dutzler, MSc, Psychologin, Eltern-, Baby- und Kleinkindberaterin mit dem Schwerpunkt: Babyschlaf, emotionale Entwicklung und bindungsorientierter Familienalltag, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Vöcklabruck und Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich

Was Babys zum Kichern bringt - das gackernde Becherhuhn

Es gibt Basteleien, da bekommen die Kleinsten nicht genug von. So eine ist dieses lustige Becherhuhn, dass Du in Windeseile zusammengebaut hast und auch gar nicht viel dazu brauchst.

Benötigt werden:

1 Pappbecher

1 Gummihandschuh

4 Federn

Papier um Kamm, Schnabel & Bart auszuschneiden

2 Wackelaugen zum Aufkleben oder einen Stift zum Aufmalen

1 Strohhalm

1 Ale

Klebeband & Leim

Und so schraubst Du das Hühnchen zusammen:

Befestige den Handschuh am Becher. Gestalte den Handschuh als Huhn mit Federn, Augen, Kamm und Co.

Stich ein Loch für den Strohhalm und aufgeht der Spass für die Kinder, wenn das Huhn im Becher verschwindet und dann wieder mit gackerndem "Gack-gack-da!" herauskommt.

Und welche Babyzeichen passen dazu?

Natürlich Huhn oder Hahn, wo und noch mal und alle Gebärden, die Ihr in diesen Spaß einbeziehen mögt.

 

Autorin: Patricia Geiger, Zwergensprache Kursleitung in Basel und Länderleiterin der Schweiz, Gebärdensprachdolmetscherin, Kommunikationsassistentin

Was ergibt das Bild? – Zeichen-Puzzle mit Aha-Effekt

Manche Ideen entstehen einfach aus dem Bauch heraus – und treffen genau ins Herz: Das Zeichen-Puzzle ist so ein Spiel. Es sorgt in meiner letzten Kursstunde nicht nur für viele Lacher, sondern auch für echtes Mitdenken, Mitmachen und Staunen.

Ich teile die Karten an die Teilnehmer aus und dann beginnt das "Zeichenpuzzle". Dann geht’s los: "Banane!" – "Baum!" Genau! Und dann die Lösung: Bananenbaum!

Das Zeichen für Banane ist den meisten schon vertraut. Beim Baum denken manche kurz nach, manche zeigen es sofort. Und dann kommt der Moment, in dem alles zusammenpasst: Zwei Zeichen = ein zusammengesetztes Wort. Ein Bananenbaum! Und ein richtiges Aha-Erlebnis.

Ich liebe solche Spiele. Sie zeigen, wie sehr sich die Eltern im Kurs bereits mit den Babyzeichen beschäftigt haben. Wie aufmerksam sie geworden sind. Wie gut die Zeichen im Alltag verankert sind.

Das Tolle daran: Es ist leicht, macht Spaß und bringt nochmal einen spielerischen Abschluss in die letzte Kursstunde.

Ob Mond + Lampe (Mondlicht), Ente + Dusche (Badeente) oder Blume + Gießkanne (Blumenwasser) – die Kombinationsmöglichkeiten sind fast endlos. Und die Freude darüber, "es herausgefunden zu haben", ist groß und sehr witzig.

Die Karten für dieses Spiel habe ich übrigens mit ChatGPT gestaltet. So passen sie perfekt zu meinem Stil – liebevoll, verspielt und auf die Bedürfnisse von Babys und Eltern abgestimmt.

Was wird dabei gefördert?
- Sprachbewusstsein
- Zeichenwiederholung
- Wortschatzaufbau
- visuelle und kognitive Verknüpfung
- und natürlich: Freude an der Zwergensprache, umsetzen und am Lernen

Das Schönste daran? Die Eltern nehmen nicht nur Wissen, sondern auch Begeisterung mit nach Hause. Sie erleben: Babyzeichen sind mehr als Kommunikation. Sie sind Spiel, Beziehung, Begegnung.

 

Autorin: Annett Stentz, Zwergensprache-Kursleiterin in Rohrbach/Pfalz, Kindertagespflegeperson – und am Nachmittag liebevoll „Oma mit den Zeichen“. Inspiriert von ihrer zwergensprachebegeisterten Enkeltochter, die regelmäßig fragt: „Oma, wie heißt das auf Zwergensprache?“

Was macht einen Zwergensprache-Kurs so wunderbar?

Warum sind unsere Kursteilnehmer*innen nach dem mehrwöchigen Babyzeichen-Kurs zufrieden? Sind es die vielen Zeichen, die sie gelernt haben?

Nein, das ist es nicht.

Was durchwegs rückgemeldet wird, sind vor allem drei Punkte:

  • Ich genoss das Zusammensein mit Gleichgesinnten. Der Austausch in dieser anstrengenden Baby-Zeit tat einfach gut.
  • Meinem Baby und mir hat das Singen und Musizieren grossen Spass gemacht. Es war schön, viele traditionelle Kinderlieder wieder in Erinnerung gerufen zu bekommen.
  • Wahnsinn, was du für passendes Spielzeug für jede Kursstunde bereit hast. Es hat meinem Baby jedes Mal grossen Spass gemacht, Neues zu entdecken.

Und ganz nebenbei haben die Eltern auch noch jede Menge nützliche Gebärden an die Hand bekommen, mit denen ihre Babys bald schon ganz konkret kommunizieren können.

Wir freuen uns, auch dich bald ein einem unserer Kurse in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Online zu begrüssen. Die aktuellen Angebote für deine Region findest du unter:

Kursleitungen (zwergensprache.com)

 

Autorin: Fabienne Rütsch, Zwergensprache Kursleitung für Wil und Sankt Gallen, Dunstan Babysprache Kursleitung, Schweiz

Wenn Worte nicht reichen – wie mir Babyzeichen nach der OP halfen

Ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht über Schmerzen, Sprachlosigkeit, Herkunft, Kultur – und das stille Glück, verstanden zu werden.

Anfang Juni hatte ich eine Operation. Was man mir vorher sagte: „Nach dem Aufwachen gibt’s Eis."

Was wirklich war: Ich war ein Häufchen Elend. Ich konnte meine Augen nicht öffnen. Ich konnte nicht sprechen. Ich konnte nichts trinken. Alles drehte sich. Ich musste mich ständig übergeben. Mein Hals war durch die Beatmung wund – kein Ton kam über meine Lippen. Und doch: Ich habe kommuniziert. Mit meinen Händen. Mit Gebärden.

Reden unmöglich. Gebärden mein Rettungsanker.

Die Schwestern taten ihr Bestes, um es mir erträglicher zu machen. Aber ich konnte nicht sprechen – die Kraft war weg, die Stimme sowieso.

Was blieb, waren Zeichen:

  • Daumen hoch – es geht einigermaßen
  • Daumen runter – mir ist schlecht
  • Gebärde für Trinken – ich möchte Wasser trinken
  • Gebärde für „Danke“ – still, aber ehrlich
  • Warten-Zeichen – gib mir einen Moment
  • ich möchte nichts- abgewunken

Ich bin mir sicher: Keine der Schwestern kannte offizielle Gebärden. Aber weißt du was?

Es hat funktioniert.Die Körpersprache, der Blick, das gemeinsame Wollen – alles floss zusammen. Wir haben uns verstanden. Und es war schön.

Wenn Sprache nicht reicht – und Respekt allein nicht genügt.

Während ich mich mit einfachen Zeichen verständlich machen konnte, erlebte ich bei meiner Bettnachbarin, wie schwierig Kommunikation ohne gemeinsame Sprache sein kann.

Meine Bettnachbarin – eine sehr stille und freundliche Frau aus Pakistan – sprach kaum Deutsch. Und plötzlich wurde aus einem einfachen „Was möchten Sie trinken?“ ein echtes Missverständnis. Man versuchte alles aufzuzählen: Tee? Kaffee? Apfelsaft? Milch? Bei „Milch“ nickte sie. Aber sie hat es nie getrunken. Ich glaube, sie wollte einfach gefallen – sie kannte vermutlich nur das Wort. Mit ein paar einfachen Gebärden hätte sie vielleicht wirklich verstanden, was zur Auswahl steht – und sich das ausgesucht, was sie wirklich gerne gehabt hätte.

Dann kam die unvermeidliche Krankenhaus-Frage: „Waren Sie auf Toilette?“Sie verstand nicht. Die Ärztin versuchte geduldig, sich verständlich zu machen – sie sprach langsamer, deutlicher, suchte nach Worten. Schließlich fragte sie: „Waren Sie kacka machen?“ – nicht, um die Patientin herabzuwürdigen, sondern weil sie keine andere Möglichkeit mehr sah. Sie wollte helfen, wissen, ob Schmerzen da sind – aber auch sie war in der Kommunikation hilflos. Ich empfand es als traurig. Nicht wegen der Ärztin – sie tat ihr Bestes – sondern weil wir als Gesellschaft noch so wenige Alternativen kennen, um sprachliche Barrieren würdevoll zu überbrücken.

Die Gebärden für „Toilette“ oder „Pipi“ sind so einfach. Warum nutzt man sie nicht – zusammen mit Bildkarten? Gerade in Momenten, in denen sich Menschen sowieso hilflos und verletzlich fühlen?

Diese Szene hat mich noch lange beschäftigt. Denn sie zeigt, wie schnell selbst Fachpersonal an Grenzen kommt, wenn Sprache fehlt. Es geht hier nicht um Schuld – sondern um Strukturen. Um fehlende Hilfsmittel, fehlende Schulung und fehlende Alternativen.

Wir brauchen mehr Werkzeuge für nonverbale Kommunikation, auch im Gesundheitswesen.Für mehr Würde. Für mehr Sicherheit. Für mehr Menschlichkeit.

😄 Ein Moment zum Schmunzeln:

Es gab auch lustige Augenblicke. Die Ärztin sprach mit mir über die Entlassung.

Ich sagte: „ Ich muss zu meinem Mann heim.“Später kam der Mann meiner Bettnachbarin zu mir:

„Ahhh, du bist aus Mannheim?“Ich fand das so witzig. Ich erklärte und zeigte mit Gesten auf meinen Ehering – das „internationale“ Zeichen für „Ehe(Mann)“. Dann das Zeichen für „Zuhause / Heim“. Er verstand. Wir lachten herzlich.

❤️ Fazit:

Gebärden sind keine Sprache nur für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Sie sind eine Sprache für uns alle:

Für Menschen, die gerade nicht sprechen können.

Für Menschen, die eine neue Sprache lernen.

Für Kinder, die noch keine Worte haben.

Für alle, die gesehen und verstanden werden möchten.

Gebärden sind Brücken.Und Brücken braucht diese Welt mehr denn je!

Mein persönlicher Hinweis:Alle Zeichen, die ich verwendet habe, stammen aus meinem Alltag mit Babyzeichen aus der Zwergensprache. Sie haben mir in dieser Extremsituation geholfen, weil sie einfach sind, klar sind, und weil man sie auch dann verstehen kann, wenn man sie nicht gelernt hat.

Sprache beginnt nicht im Kopf. Sprache beginnt im Herzen. Und manchmal in der Hand.

 

Autorin: Annett Stentz, Zwergensprache-Kursleiterin in Rohrbach/Pfalz, Kindertagespflegeperson – und am Nachmittag liebevoll „Oma mit den Zeichen“. Inspiriert von ihrer zwergensprachebegeisterten Enkeltochter, die regelmäßig fragt: „Oma, wie heißt das auf Zwergensprache?“

Wertvolle Impulse in Erfurt gesammelt – Jahreskongress 2025

Wenn Menschen von außen auf unser Netzwerk schauen, sehen sie oft zunächst die Kurse und Seminare: Babyzeichen, Dunstan-Laute, frühe Kommunikation. Was dabei leicht übersehen wird, ist das, was seit mehr als zwei Jahrzehnten im Hintergrund gewachsen ist: ein belastbares, herzliches und lebendiges Netzwerk von Kursleiterinnen, das sich austauscht, voneinander lernt und gemeinsam weiterentwickelt.

Der Kongress ist für viele von uns jedes Jahr ein Moment des Innehaltens.
Ein Wiedersehen mit Kolleginnen, die man manchmal nur digital oder aus der Ferne kennt. Ein Raum, in dem wir uns gegenseitig daran erinnern, warum wir tun, was wir tun – und was uns in unserer Arbeit antreibt. Und ein Ort, an dem neue Blickwinkel entstehen, die noch lange nachwirken.

Die Vorträge und Workshops öffnen jedes Jahr Türen zu Themen, die uns in unserem vielfältigen Alltag als Kursleiterinnen und in der Begleitung von Familien stärken. Dieses Mal standen Autismus, Gewaltfreie Kommunikation, die 9 Intelligenzen nach Howard Gardner und das Zusammenspiel von Haltung und Sprache nach dem Babyshiatsu- und Shonishin-Ansatz von Karin Kalbantner-Wernicke und Thomas Wernicke im Mittelpunkt – ebenso wie die Frage, wie wir als Kursleiterin, Mama und Frau gut für uns selbst sorgen können.

So zeigt der Kongress immer wieder, wie wertvoll diese Gemeinschaft ist: wie Erfahrungen geteilt, Fragen offen gestellt und frische Impulse mitgenommen werden. Ein Austausch, der nicht am Sonntagabend endet, sondern weiterklingt – in unseren Kindergebärden-Kursen, Fachseminaren, Gesprächen und Begegnungen.

Dass wir all dies in Erfurt erleben durften, hat dem Wochenende eine besondere Note verliehen. In einer Stadt, die nicht nur für ihre „Puffbohnen“ bekannt ist, sondern in der einst auch Martin Luther studierte und prägenden Austausch suchte. Ein Ort also, an dem Lernen, Verbundenheit und Weiterdenken schon lange zuhause sind.

Von der kontinuierlichen Weiterbildung und der starken Vernetzung im Hintergrund profitieren letztendlich vor allem die Familien und das Fachpersonal: Sie erhalten aktuelle, verlässliche und praxisnahe Inhalte – getragen von Menschen, die mit Überzeugung, Erfahrung und viel Herz für die Familien arbeiten. So wird aus Wissen Wirkung.

 

Autorin: Katharina Schütze, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Osnabrück, Ergotherapeutin, Regionalleitung für Niedersachsen, Hamburg & Schleswig-Holstein

Wetterfeste Laternen für die Kleinsten

„Ich geh mit meiner Laterne…“ – und zack, schon ist der Ohrwurm da!

Bald ist Sankt Martin und die Laternenumzüge ziehen durch die Straßen. Natürlich freuen sich auch schon die Kleinsten, wenn sie selbst eine Laterne haben, zu der man wunderbar die Gebärde „LICHT“ zeigen kann. Und es gibt Varianten, die schon Kleinkinder mitbasteln können.

Für diese Laternen wurden im Zwergensprache-Kurs Murmeln in Fingerfarbe getaucht und anschließend in die Flasche gegeben. Zugeschraubt übernehmen die Kinder das Schütteln, was ihnen viel Spaß macht. So verteilt sich die Farbe an den Innenseiten.

Gerne mit mehreren (hellen) Farben wiederholen für einen Marmoreffekt und anschließend trocknen lassen.

Von außen kann man die Laternen danach noch mit Wackelaugen und Pfeifenputzern, Federn, Hexentreppe-Rüsseln oder Schnäbeln kreativ dekorieren.

Dann einen Laternenstab oder eine kleine Lichterkette als Beleuchtung dazu nutzen. Das Spiel „LICHT AN“ und „LICHT AUS“ kann losgehen – und der Umzug durch den Ort natürlich auch. Habt viel Freude mit dieser Bastelidee!

 

Autorin: Claudia Spelz, Sozialpädagogin, Dunstan-, Zwergensprache- und Spielstunden-Kursleitung in Essen, Zwergensprache Regionalleiterin für NRW, Deutschland

Wetterstation

Mit dem Herbst ziehen auch die dicken Regenwolken und Nebel ins Land. Wir müssen wieder so einiges anziehen bevor wir nach draußen gehen. Jacke, Socken, Kappe, Stiefel, etc.

Um diesen Übergang zu erleichtern hat sich bei uns die Wetterstation sehr bewährt. So kann ich ankündigen was wir anziehen und wir können schon ein bisschen übers Wetter plaudern.
Meine Kollegin Julia aus Bregenz hat diese Idee wunderschön umgesetzt. Das Bild könnt ihr gerne als Inspiration nutzen. Neben Steinen lassen sich auch Kastanien, Deckel, Holzstücke etc. bemalen. Vielleicht sucht ihr gemeinsam während eurem nächsten Spaziergang nach geeignetem Material.

So schnell und einfach habt ihr ein wunderbares Ritual in euren Tag eingebaut und entschleunigt so ganz nebenbei das morgendliche, oft stressige Losziehen.

Vielleicht ist das Anziehlied was für euch, es lässt sich beliebig umdichten. Die Melodie kennt ihr alle „Bruder Jakob“:

Erst die Socken, erst die Socken,
dann die Schuh, dann die Schuh.
Und die Jacke auch, und die Jacke auch
Fertig bist du. Fertig bist. du

Die passenden Babyzeichen zeigt euch eure Kursleiterin, ihr findet sie auch alle in der Zwergensprachen App.

Autorin: Johanna Berktold, Zwergensprache in Dornbirn, Regionalleiterin für Tirol und Vorarlberg, Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Vorarlberg im Studiengang Soziale Arbeit, Beirätin im Landeselternverband (Schwerpunkt Elementarpädagogik und Transition)

Wie Babyzeichen auch den Alltag von wenige Monate alten Babys bereichern

«Wie lange dauert es wohl, bis mein Baby das erste Zeichen macht?»
Auch ich war zu Beginn ungeduldig und fragte mich dies öfters, als ich mit meinem erst drei Monate alten Jungen mit der Zwergensprache begann – wissend, dass es bei einem so jungen Baby noch einige Monate dauern würde. Dass die Babyzeichen unseren Alltag enorm bereichern würden, und zwar schon lange bevor mein Sohn sein erstes Zeichen zeigen konnte, damit hätte ich nicht gerechnet.

Doch zuerst einen kleinen Ausflug in die Theorie: Sprache ist für unsere Babys erst mal noch etwas Abstraktes. Kleine Kinder müssen die Bedeutung der einzelnen Worte kennen lernen, sie verstehen uns nicht automatisch von Anfang an. Mittels Babyzeichen begleiten wir die Schlüsselworte visuell. Durch die Kombination aus visuellem Reiz und Sprachreiz werden sowohl die rechte als auch die linke Hirnhälfte stimuliert. Außerdem sprechen wir die Worte, welche wir durch Babyzeichen begleiten, automatisch langsamer und deutlicher aus. Dies alles hilft den Kleinen enorm, die Bedeutung der Worte schneller zu verstehen.

So reagierte mein Sohn bereits im Alter von drei Monaten eindeutig mit einem Lächeln oder freudig rudernden Arme, wenn ich ihn fragte, ob er noch MILCH wolle. Hatte er keinen Hunger, so quittierte er mein Milchzeichen mit Teilnahmslosigkeit oder indem er sich etwas anderem zuwandte.

Das morgendliche Waschen des Gesichts war ihm ein Grauen. Laut protestierend warf den Kopf hin und her, sobald ihm der Waschlappen zu nahekam. Also fing ich an, ihm das Waschen nicht nur verbal anzukündigen, sondern auch das Babyzeichen dazu zu zeigen. Bereits am vierten Morgen hatte er genau verstanden, was jetzt gleich passieren würde. Er konnte sich vorbereiten und wurde nicht vom nassen Waschlappen überrascht. Ich staunte nicht schlecht, als er nach dem Babyzeichen GESICHT WASCHEN die Augen schloss, den Mund spitze und das Köpfchen ganz ruhig hielt. Ich konnte ihm rasch das Gesicht waschen und er erduldete es ohne Gejammer oder Gezappel.

Es gibt viele ähnliche Beispiele wie oben beschriebenes. Das Mütze anziehen funktioniert seit Ankündigung mittels Zeichen ebenso ohne Protest, wie das Windel wechseln (meistens zumindest). Auch wenn mein Kleiner am Boden spielt und das Essen bereit ist, so strahlt er übers ganze Gesicht, wenn ich ESSEN zeige, und ihn erst dann hochnehme. Er weiß, dass jetzt etwas Tolles passiert und wird nicht einfach aus seinem Tun herausgerissen.
Ihr seht, worauf ich hinaus möchte. Die Zwergensprache bereichert unseren Alltag – und zwar bereits lange bevor unsere Kleine die Zeichen selbst machen können.

Autorin: Robyn Knab, Zwergensprache in Winterthur und Zürich, Kommunikationsfachfrau, Dunstan Babysprache Kursleiterin

Winterstimmen & Zauberhände – Singen stärkt Sprache

Gerade in der Weihnachtszeit wird in Familien, Krippen und Kindergärten besonders viel gesungen – so viele schöne Winter- und Weihnachtslieder begleiten uns durch den Advent. Diese Zeit eignet sich wunderbar, um Musik bewusst zu nutzen und gemeinsam mit den Kindern zu singen.

Ein ideales Lied dafür ist „Schneeflöckchen, Weißröckchen“: klarer Text, wiederkehrende Wörter und viele Bilder, die sich hervorragend mit Zwergensprache unterstützen lassen. Gebärden wie Schnee, Wolke, Wann, Wohnen oder Stern machen das Lied sichtbar, fördern das Verständnis für Sprache und geben Kindern die Möglichkeit, schon aktiv mitzusingen – auch ohne gesprochene Worte.

Kurz erklärt:
Singen + Zwergensprache stärkt den Spracherwerb, motiviert zum Mitmachen und schenkt Kindern Erfolgserlebnisse – und genau das macht die Winterzeit noch ein Stückchen magischer.

 

Autorin: Sandra Fasching, Kindergartenpädagogin, Schlafberaterin, Spielgruppenleiterin, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Niederösterreich

Wir feiern 20 Jahre Zwergensprache!

Auf geht es in unser besonderes Jubiläumsjahr! Vor 20 Jahren wurde unser Zwergensprache-Netzwerk gegründet. Damals brachte Vivian König im Jahr 2004 die Begeisterung für die Babyzeichen aufgrund der tollen Erfahrungen mit ihrer eigenen Familie aus England über den Kanal zu uns in den deutschen Sprachraum, wo der Ansatz des baby signings damals noch gänzlich unbekannt war. Wir freuen uns sehr und sind dankbar, dass wir über einen so langen Zeitraum so unglaublich viele Familien in unseren Eltern-Kind-Kursen und Workshops und Fachleute durch Seminare begleiten, anleiten und inspirieren durften! Wir sind ebenso stolz und happy darüber, hunderte von Kursleitungen ausgebildet zu haben und als Netzwerk beständig weiter zu wachsen und gemeinsam immer wieder Neues zu kreieren. Als Dankeschön an all unsere Fans und Kunden wird es in diesem Jahr viele Aktionen und Überraschungen geben, auf die Ihr schon jetzt gespannt sein dürft! Wir freuen uns, wenn Ihr diesen Anlaß mit uns feiert!

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babyzeichensprache und Dunstan Baby Language, Autorin, Leipzig

Wir sind die erste Kinderkrippe hier mit Zwergensprache-Zertifikat!

Als erste obersteirische Betreuungseinrichtung ihrer Art wurde die Kinderkrippe Grabenfeld in Bruck/Mur mit einem Zwergensprache-Zertifikat ausgezeichnet.

Kursleiterin Angelika Macher schulte das gesamte Personal der pädagogischen Einrichtung in mehreren Fortbildungsterminen in der gebärdenunterstützen Kommunikation. Kinder, die noch nicht sprechen können, kommunizieren ihre Wünsche und Bedürfnisse mit Handgesten kinderleicht und werden rascher verstanden.

„So eine tolle Erleichterung in unserem Betreuungsalltag“, meint eine der teilnehmenden Krippenpädagoginnen. Aufgrund der Begeisterung über die Möglichkeiten zu dieser frühen Kommunikationsform wurde nun bereits ein Workshop für die Eltern geplant, damit der Transfer nach Hause auch noch leichter gelingt!

 

Autorin: Angelika Macher, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in der Steiermark,  Artgerecht Coach, staatlich geprüfter Schwimmlehrwart

Wolkenbilder

Ich denke immer wieder gerne an die Zeit mit meinen Kindern zurück, als wir die Zwergensprache als Kommunikation benutzt haben. 

Die Kleinen zeigen einen wieder so viel, auf das man als Erwachsene gar nicht mehr so achtet. So haben wir damals mit 10 Monaten begonnen, immer wieder die Wolken am Himmel zu beobachten. Dank der Babyzeichen konnten auch sie schon sagen, was sie in den Wolken alles sehen. Es ist auch nach 8 Jahren immer noch ein nettes Spiel, was wir immer wieder beim Spazieren gehen mit einbauen. Auf diesem Bild sahen sie eine Schnecke und einen Hubschrauber. 

Macht das Spiel doch auch mal, es ist echt immer spannend, was die Kleinen alles so am Himmel entdecken. 

Autorin: Simone Dasek, Zwergensprache in Wien,Dipl. Intensivkrankenschwester, body'n brain Trainerin

Wutausbrüche und fehlende Sprache – was Kinder uns (noch nicht) sagen können

Wutausbrüche sind normal – besonders im zweiten Lebensjahr. Aber warum geraten manche Kinder scheinbar ständig aus der Fassung, während andere ruhiger bleiben? Eine spannende Studie hat untersucht, ob das mit der Sprache zu tun haben könnte.

In „Relations Between Toddler Expressive Language and Temper Tantrums“ (Manning et al., 2019) wurde ein klarer Zusammenhang gefunden: Kinder mit geringerem Wortschatz hatten deutlich häufiger Wutanfälle. Kein Wunder – wenn man nicht sagen kann, was man möchte, steigt der Frust. Die Forscher sprechen von einem „emotionalen Ungleichgewicht“, das entsteht, wenn der Wunsch groß ist, aber die Ausdrucksmöglichkeiten fehlen.

Was zeigt die Studie konkret?
- Untersucht wurden Kinder im Alter von 12 bis 38 Monaten.
- Kleinkinder, die mit 24–30 Monaten als „Late Talker“ eingestuft wurden, hatten ein 1,96-fach höheres Risiko für schwere Wutanfälle im Vergleich zu Kindern mit altersgemäßer Sprachentwicklung.
- Die Forscher betonen: Dies sind die ersten wissenschaftlich belegten Hinweise darauf, dass der Zusammenhang zwischen Sprache und Wutanfällen bereits im zweiten Lebensjahr besteht.

Babyzeichen und Kindergebärden können genau hier helfen: Sie geben Kindern eine Möglichkeit, sich mitzuteilen – lange bevor sie sprechen können. Ein Baby, das zeigt „Milch“, „fertig“ oder „aua“, erlebt Selbstwirksamkeit. Es wird verstanden – und das macht ruhiger.

Babyzeichen sind keine Spielerei, sondern ein echtes Kommunikations-Werkzeug. Sie helfen, Wutausbrüche zu reduzieren, Missverständnisse zu vermeiden und Vertrauen aufzubauen. Denn wer gesehen und gehört wird, muss nicht laut werden.

Die Studie zeigt: Frühkindliche Kommunikation ist mehr als Sprache. Und die Babyzeichen der Zwergensprache sind eine wunderbare Brücke – zu mehr Verständnis, weniger Frust und einer stärkeren Eltern-Kind-Bindung. Egal ob im Alltag mit Baby und Kleinkind daheim oder in der Tagesbetreuung, Krippe und Kita.

Studie zum Nachlesen:
Manning, B.L. et al. (2019). Relations Between Toddler Expressive Language and Temper Tantrums in a Community Sample. Journal of Applied Developmental Psychology, Nov–Dec 2019.

Zur Studie auf PubMed

 

Autorin: Annett Stentz, Zwergensprache Kursleitung Rohrbach/Pfalz, Kindertagespflegeperson mit bindungsorientierter Kommunikation, Rheinland-Pfalz

Zeichen auch mit Säuglingen?

Kann ich schon Zeichen einem Säugling zeigen? Das ist eine häufige Frage, die mich Eltern in der Schwangerschaft fragen.

Ich finde – JA! Auch mit einem Neugeborenem auf Augenhöhe kommunizieren.

Ich mache bereits eine weitere persönliche Erfahrung mit Zeichen ab der Neugeborenen-Zeit. Mein 2. Sohn wurde gerade 3 Monate alt und bekommt bereits Babyzeichen ab Geburt gezeigt.

Diese sind: Milch/stillen, schlafen/müde, Pipi, Töpfchen, wickeln/Windel, singen/Musik und Mama

Seit einigen Tagen merke ich nun wie mein Sohn die Zeichen registriert und wahrnimmt. Das sehe ich anhand seiner Augen - er hält Blickkontakt zu mir, ich rede mit ihm und zeige das Zeichen. Dann sieht er kurz auf meine Handbewegung und ist wieder mit mir in Blickkontakt. Oft gibt er danach sogar eine Reaktion von Lauten oder Bewegung zurück. Total spannend und schön! Das zeigt mir – wir beide sind in Kommunikation. Ich sehe ihn und wir „reden“ darüber was als nächstes passiert.

Und das sind alles Dinge, die dauernd passieren. Ständig wickeln bzw. abhalten, stillen, schlafen etc. Also kann man hier wunderbar die ersten Zeichen einfließen lassen und in „Übung“ kommen bzw. die eigene Aufmerksamkeit schulen. Denn bald werden es noch mehr Zeichen und das ein oder andere kommt vom Baby bestimmt bald zurück.

Wenn auch du Zeichen zeigen magst, dann merke dir: Dein Säugling wird die Zeichen nicht sofort zurück zeigen. Nur, wenn du dran bleibst und es deinem Kind immer wieder im Alltag anbietest, wird dein Kind, wenn es motorisch soweit ist, die Zeichen zurück zeigen. 

Wie kommst du nun an die Zeichen, wenn du noch nicht in einem Kurs warst? Einen Eltern-Kind-Kurs besucht man i.d.R. erst ab einem Alter von 6 Monaten. Wenn du schon vorher mit Zeichen starten willst, dann besuche einen Workshop oder hole dir die Fachliteratur von Vivian König oder lade dir die Zwergensprache App herunter. Hier hast du Inspiration genug.

Und merke dir, viel brauchst du am Anfang gar nicht. Eine Handvoll Zeichen ist vollkommen ausreichend. Sobald dein Kind alt genug ist, besuche auf jeden Fall einen Zwergensprache Kurs in deiner Nähe. Denn dein Kind will schon bald viel mehr Zeichen, um sich mitzuteilen und die Welt zu entdecken.

Viel Spaß dabei wünscht Dir Deine Carolin.

 

Autorin: Carolin Schiel, Zwergensprache Kursleitung Baden-Baden, Mama von drei Kindern, 10 & 3 Jahre und Säugling 3 Monate alt, alles Babyzeichenkinder, Regionalleiterin für Baden-Württemberg, Dunstan Babysprache Kursleitung, artgerecht Coach

Zwergensprache APP Update

Unsere Zwergensprache App hat kürzlich ein Update bekommen:

- die Liedervideos wurden neu eingesungen und gestaltet,
- es gab Designanpassungen mit Bedienungsverbesserungen,
- eine komplette technische Neubearbeitung samt Stabilitätsverbesserungen und vielem mehr.

Unsere umfangreiche Familien-App zu mehr als 250 Babyzeichen und Gebärden möchte eine wertschätzende und interaktive Verständigung mit Babys und Kleinkindern von Anfang an ermöglichen - sowohl daheim als auch in Krippe, Tagesbetreuung und KiTa.

Sie soll nicht nur für Eltern und Betreuern zahlreiche Anregungen für die Nutzung und Einbindung von Handzeichen im Alltag geben, zugleich Nachschlagewerk und Wissensspeicher sein, sondern bewusst auch Geschwisterkinder einbeziehen, die noch nicht lesen können. Die Gestaltung ist daher grafisch auf Kinder ausgerichtet durch Icons, wunderschön gezeichnete Bilder und ein Bilderbuch mit Soundeffekten.

Diverse KiTas nutzen sie auf Tablets und Co. und geben uns begeistertes Feedback. Darüber freuen wir uns natürlich sehr!

Autorin: Vivian König, Zwergensprache Gründerin und Ausbilderin, Autorin, Länderleitung Deutschland, Leipzig