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Ausgezeichnet mit dem Siegel "Unternehmen der Zukunft"

Zwergensprache

So sehen glückliche Sieger aus!

Zwergensprache GmbH - ausgezeichnet als „Unternehmen der Zukunft"!

So sehen glückliche Sieger aus! Happy und dankbar nahmen Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin und Dr. Florian König, Gesellschafter der Zwergensprache GmbH mit Sitz in Markranstädt bei Leipzig die Auszeichnung „Unternehmen der Zukunft“ auf der Festveranstaltung zur Verleihung der DUP UNTERNEHMER AWARDs am 10. April 2025 in Frankfurt entgegen.

Seit 20 Jahren dreht sich bei der Zwergensprache GmbH alles um die Erleichterung der Verständigung mit Babys und Kleinkindern. Die Mission des in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiven Netzwerkes von mehreren hundert lizenzierten Kursleitungen ist es, Kindern schon früh eine Stimme zu geben und ihnen von klein auf eine aktive Teilhabe an der Kommunikation zu ermöglichen.

Vivian König leitet dazu zwei verschiedene Ausbildungen. Für die Zeit ab der Geburt des Babys bis zu etwa 5 Lebensmonaten können Eltern, Hebammen und klinisches Fachpersonal bei ihr und ihrem Kollegium die einheitlichen, reflexbasierten Bedürfnislaute aller Babys weltweit erlernen. So wird ohne viel Rätselraten rasch klar, was das Baby braucht oder was es gerade stört – und das noch, bevor es zu weinen beginnt. Für an Schlafmangel leidende junge Eltern ist dieses Wissen um die sechs universellen Babylaute lebensverändernd und stärkt die Intuition im selbstsicheren Umgang mit dem Kind.

Danach ab etwa 6 Monaten bis weit ins dritte Lebensjahr hinein sorgen dann die Kurskonzepte und Schulungen zur „Zwergensprache“ – der spielerischen Kommunikation durch sprachbegleitende Babyzeichen bzw. Kindergebärden - für eine leichtere Verständigung mit Babys und Kleinkindern. Hier lernen nicht nur Familien in Eltern-Kind-Kursen und Workshops in über 200 Orten der drei Länder, wie Verständigung durch einfache Gesten und Gebärden leicht gelingt, sondern auch immer mehr Kitas und Tageseltern nutzen diese Methode für die alltagsintegrierte Sprachbildung und für eine gelebte Inklusion im Krippenalltag.

Selbst im Kindergartenalter profitieren Kinder noch davon, wenn sie mehrsprachig aufwachsen, und gebärdenunterstützt durch die bildhaften Bewegungen der Hände leichter an den deutschen Wortschatz herangeführt werden können.

Vivian König bildet nicht nur Kursleitungen aus und schult Fachkräfte und Kitas, sondern hat als Autorin in den letzten Jahren auch über zehn Elternratgeber und Kinderbücher sowie verschiedene Lehrmaterialien, eine App und Onlinekurse veröffentlicht, die die beiden Methoden der Dunstan Babysprache und der Zwergensprache durch praxisnahe Tipps unkompliziert im Alltag integrierbar und umsetzbar machen.

Erst kürzlich im Zwergensprache Verlag neu erschienen ist „Entdecke die Sprache aller Babys: Dunstan Babysprache“. Es ist das erste deutsche Buch, um die Grundbedürfnisse von Babys über ihre Laute ganz einfach zu entschlüsseln (ISBN: 978-3-9815805-9-4).

Diese Auszeichnung als „Unternehmen der Zukunft“ bestätigt Vivian Königs authentischen Weg: von einem Herzensprojekt als junge Mutter hin zu einem modernen, zukunftsorientierten Unternehmen, das Familien und Fachkräfte dabei unterstützt, eine stärkere Bindung zu den Kleinsten aufzubauen mit der Mission: Kommunikation auf Augenhöhe von Anfang an!

 

Über die Auszeichnung „Unternehmen der Zukunft“:

Proaktiv, engagiert und zukunftsfähig – Unternehmen der Zukunftzeichnen sich durch ihre herausragende Zukunftsfähigkeit aus und nehmen eine Vorreiterrolle im Wandel hin zu modernem, nachhaltigem und zukunftsorientiertem Unternehmertum ein. Mit Innovationskraft und einem klaren Blick auf die Herausforderungen und Chancen von morgen gestalten sie aktiv die Wirtschaft von heute. Die Auszeichnung würdigt Unternehmen, die nicht nur durch ihre wirtschaftliche Stärke, sondern auch durch ihr verantwortungsbewusstes Handeln überzeugen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf transparenter Unternehmensführung, einer klaren Werteorientierung und einer offenen authentischen Kommunikation. Diese Prinzipien bilden die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und stärken das Vertrauen von Mitarbeitenden, Kund:innen und Partnern.

 

Über diind:

Das Deutsche Innovationsinstitut diind ist eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, die nachhaltige und digitale Innovationen vorantreiben möchten. Als Teil der Verlagsgruppe JDB steht das diind in enger Verbindung mit dem DUP UNTERNEHMER MAGAZIN, dem Sprachrohr des deutschen Mittelstands, und leistet damit einen Beitrag, die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sichtbar zu machen. Als Institut verbindet das diind wissenschaftliche Expertise mit praxisorientierter Unterstützung, um Organisationen zu befähigen, ihre Innovationskraft zu stärken und nachhaltige Ziele zu erreichen.

Mit seiner Expertise analysiert es Unternehmen und zeichnet sie für herausragende Leistungen in unterschiedlichen Bereichen aus. Durch seine Auszeichnungen würdigt es Organisationen, die sich durch ihre Innovationskraft, zukunftsorientierte Strategien und nachhaltige Entwicklung in verschiedenen Unternehmensfeldern auszeichnen.

Ein weiterer Schwerpunkt des diind liegt auf der Künstlichen Intelligenz (KI). Es fördert deren Einsatz gezielt in Unternehmen, unterstützt durch Schulungen und Workshops die Weiterbildung von Fachkräften und liefert mit seinen Trendstudien fundierte Einblicke in zukunftsweisende Entwicklungen. Gemeinsam mit führenden Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik treibt das diind innovative Ansätze voran, die echten Mehrwert schaffen.

Fotocredit „Offenblende/Andrej“

Sommerferien voller Zeichen

Im Babyzeichen-Kurs erzählen wir immer wieder, wie wichtig es ist, die Zeichen in den Alltag einzubauen und regelmäßig zu gebrauchen. Und selbstverständlich machen die Zeichen auch in den Ferien keine Pause! Egal wo Ihr gerade seid, wenn Ihr aufmerksam seid, findet Ihr innerhalb kürzester Zeit jede Menge Dinge, die Euer Baby interessieren könnten.

Bei der Kirche gab es zum Beispiel viele Tauben (Babyzeichen für VOGEL). Überall stehen BÄUME und BLUMEN, die vielleicht ganz anders aussehen als zu Hause und daher äußerst interessant für unsere Kinder sind, die noch so viel lernen wollen.

Das Kind ist MÜDE oder HUNGRIG vom Ausflug? Es fürchtet sich (ANGST) in den vielen Leuten und will nach HAUSE? Wie unglaublich hilfreich, wenn es das mit Hilfe eines Zeichens mitteilen kann, auch wenn seine Sprache noch nicht so weit ist.

Ganz schön ist es auch zu erleben, dass Menschen anderer Sprache Eure Kommunikation ebenfalls verstehen werden, weil die Babygebärden so wunderbar bildlich sind und immer wieder zu tollen Gesprächen einladen.

 

Autorin: Fabienne Rütsch, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Oberuzwil (CH), Kauffrau, Hypnosetherapeutin

Sommerlektüre für Zwergensprache-Fans

Die prall gefüllte Sonderausgabe unseres Zwergensprache Kundenmagazins ist erschienen. Sie vereint die beliebtesten Artikel rund um Babyzeichen und Gebärden im Familienalltag oder in der Kinderbetreuung aus den vergangenen 16 Ausgaben. Du bekommst das Heft als Sommerurlaubs-Lektüre oder zum Wartezeit verkürzen bis zu den Kursen nach der Sommerpause bei Deiner regionalen Kursleitung.

Wenn Du diese nicht sowieso schon kennst, findest Du die Kontakte auf unserer Homepage: https://zwergensprache.com

Online-Kurse, Eltern-Workshops oder Themenstunden während des Sommers gibt es natürlich auch ein paar. Schau mal hier vorbei, um ein für Dich passendes Angebot zu finden: https://zwergensprache.com/babyzeichen-onlinekurse.php

Autorin: Vivian König, Zwergensprache Gründerin und Ausbilderin, Autorin, Länderleitung Deutschland, Leipzig

Sorda – Der Klang der Welt: Ein Film über leise Kommunikation und große Verbindung

Sorda – Der Klang der Welt ist ein Film, der leise erzählt und gleichzeitig tief berührt.

Im Mittelpunkt steht Ángela, eine gehörlose werdende Mutter, deren Alltag von vielen kleinen, stillen Herausforderungen
geprägt ist – genau den Momenten, die Hörende oft kaum wahrnehmen. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie viel
zwischen Menschen passiert, auch wenn kaum Worte fallen.


Was den Film besonders macht: Gehörlosigkeit wird nicht als Verlust dargestellt, sondern als eigene, reiche Art
der Kommunikation. Ángelas Welt ist ruhig, aber keineswegs leer. Sie ist geprägt von Blickkontakt, Gestik, Mimik und sehr viel Ausdruck – voller Verbindung jenseits von Lautsprache.


Ein sanfter Perspektivwechsel für Hörende Sorda hält Hörenden einen sanften Spiegel vor. Der Film macht deutlich, wie stark viele Alltagssituationen auf Hörbarkeit ausgerichtet sind – und wie bereichernd es sein kann, Kommunikation breiter zu denken. Der Film macht deutlich, dass Verständigung nicht nur aus gesprochenen Worten besteht, sondern aus
Aufmerksamkeit, Respekt und der Bereitschaft, einander wirklich wahrzunehmen.
Eine gemeinsame Haltung: Kommunikation für alle zugänglich machen.


Genau diese Haltung findet sich auch in den Kursen, Workshops und Seminaren der Zwergensprache wieder:
_aufmerksames Beobachten,
_respektvoller Umgang mit verschiedenen Ausdrucksformen,
_Freude an nonverbaler Verständigung.

 

Babys nutzen von Anfang an ihren Blick, ihre Hände und ihren Gesichtsausdruck, um sich mitzuteilen. Gebärden
unterstützen diese natürliche Kommunikation und erleichtern Familien den gemeinsamen Alltag – oft schon
lange bevor erste Worte entstehen.

Sorda und die Zwergensprache-Arbeit teilen ein wichtiges Anliegen: Kommunikation für alle zugänglich, vielfältig und inklusiv zu gestalten – unabhängig davon, ob jemand hört, spricht oder sich vor allem
visuell ausdrückt. Der Film erinnert daran, wie wertvoll es ist, früh neue Kommunikationswege zu eröffnen und miteinander in Verbindung zu bleiben – leise, klar und liebevoll.

Link zum Filmtrailer

 

Autorin: Katharina Schütze, Zwergensprache und Dunstan Babysprache, Kursleitung in Osnabrück, Ergotherapeutin, Regionalleiterin für Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein

Spaziergang mit Zwergensprache Kindern

Kennt ihr das? Die Tour mit dem Kinderwagen oder Trage ist doch meist dieselbe. Wiederholung ist ja an sich etwas total Tolles für die Kleinsten. Wiederholung ist ja bekanntlich die Mutter der Weisheit :) Aber als Erwachsener ist es doch manchmal laaangweilig.
Wie schön ist es doch aber mit einem Zwergensprache-Kind, welches genau die Route plant :-).
Bei uns ist es seit einiger Zeit so, seit mein kleiner Samuel 1,5 Jahre alt ist, dass er die Richtung schon zu Hause vorgibt, wenn wir uns für den Spaziergang anziehen. Er zeigt mir sogar die richtige Reihenfolge der Tiere und Fahrzeuge, die wir auf dem Weg sehen :-).
Er "plappert" ununterbrochen von "Kühen", "Schafen", "Hühnern", "Gänse", "Enten" und "Traktoren".

Wenn wir dann auf dem Weg sind, weiß er genau, was als nächstes zu erwarten ist. Und wenn die Kühe wieder einmal umgezogen sind - "WO" sind sie denn hin?

Die Kinderaugenwelt ist eben eine ganz Besondere :-).

Autorin: Sara Borrmann, Zwergensprache in Bautzen, Kamenz und Bischofswerda, AOK Plus Partnerin

Sprachen eröffnen Wege zu anderen Welten, Kulturen und Menschen

In einer Welt, die sich ständig weiterentwickelt und nach Inklusion strebt, spielen Sprachen eine zentrale Rolle. Insbesondere die Gebärdensprache und gebärdenbegleitete Kommunikation als eine wichtige Kommunikationsform für gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen, rückt zunehmend in den Fokus, was wir sehr begrüßen und unterstützen. 

In den Seminaren und Kursen der Zwergensprache werden einzelne Begriffe aus der Gebärdensprache für größtenteils hörende Kinder und ihre Eltern vermittelt. In der Zeit, bis die Kinder sprechen, eröffnen ihnen diese Gesten und einzelne Handzeichen für Substantive, Verben und Adjektive eine aktive und altersentsprechende Kommunikationsmöglichkeit in ganz vielen Alltagssituationen. 

Dabei nutzen die Bezugspersonen die Gebärden parallel zur Lautsprache und spezifisch für wichtige Schlüsselworte im Satz, um diese visuell hervorzuheben und durch die Bildhaftigkeit der Bewegung leichter für Kinder verständlich zu machen.

Könnte man es nun als Anmaßung betrachten, sich die Gebärdensprache für solche Zwecke „anzueignen“? Das werden wir manchmal gefragt. Wir vermitteln jedoch keine vollständige Sprache, sondern eine Möglichkeit durch einfache, bildhafte Gesten das Gesprochene zu visualisieren.

„Das wäre nicht beabsichtigt und sogar das Gegenteil ist der Fall“, betont auch die Gründerin der Zwergensprache Vivian König. Wir wünschen uns, Brücken zu bauen, um jedem Kind nach seinen individuellen Stärken eine aktive Teilhabe an der Kommunikation zu ermöglichen und gleichzeitig mehr Wissen und Zugang zur Gebärdensprache in die Welt zu tragen. Die positiven Erlebnisse, die Eltern mit ihren Kindern über die ersten Gebärden haben, wecken auch ihre Neugier auf die Kultur und Besonderheiten dieser Sprachform und auf die Gehörlosengemeinschaft.  

Zeichen, Gesten oder Gebärden als nonverbale Merkmale sind ein Teil jeder Sprache, denn Zeichen sind unser aller Wurzeln.

Sprachen sind zudem für alle da – egal ob Englisch, Spanisch oder eben Gebärdensprache. Nur durch gegenseitige Verständigung wächst auch das Verständnis füreinander und das wertschätzende Miteinander. Hier haben wir in unseren Ländern jedoch noch deutlichen Nachholbedarf – in den Köpfen als auch im Tun!

Das Konzept der Babygebärden existiert im englischen Sprachraum bereits seit Ende der 80er Jahre. Mittlerweile ist es dort sowohl im pädagogischen als auch klinischen Bereich als normal anzusehen.

Bei uns wurde die Zwergensprache als Kursnetzwerk für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen vor ca. 20 Jahren etabliert und von Anfang an bewusst in Kooperation u.a. mit dem Gebärdenfachverlag von Karin Kestner publiziert, die für ihre wertvolle und unermüdliche Arbeit zur Anerkennung der Gebärdensprache und der Rechte gehörloser Menschen mit dem Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. 

Die einzelnen mit den Babys und Kleinkindern im vorsprachlichen Alter verwendeten Handgesten stammen grösstenteils aus der offiziellen Deutschen Gebärdensprache, kurz: DGS. In Österreich auch ÖGS oder in der Schweiz DSGS. Unsere Kurse besuchen fast ausschließlich hörende Familien mit hörenden Kindern in den ersten zwei Lebensjahren. Daher nutzen wir vor allem Einzelgebärden zur Visualisierung von Worten und für das Lernen auf vielen Sinneskanälen.

Wir gebärden mit den Kleinsten jedoch in der Regel keine kompletten Sätze, wie gehörlose Eltern es mit ihren Kindern selbstverständlich tun, sondern vermitteln mit Bezug auf die Unterstützung der Kommunikationsmöglichkeiten entsprechend babyrelevante Gebärden – diese jedoch ohne Gebärdensprachgrammatik, sondern im Kontext der Grammatik der gesprochenen Familiensprache(n).

Kritik und Sorgen entsteht oft aus Unwissenheit. So bekommen Babygebärdenanbieter manchmal vorgeworfen, die Gebärdensprache zu nutzen, um einseitig Profit daraus zu schlagen. Profitieren können nach unseren Erfahrungen davon alle, die sich darauf einlassen – in erster Linie die Kinder, die sich dadurch besser verstanden fühlen und mit Freude aktiv in die Kommunikation hineinwachsen. Dann alle Erwachsenen, die etwas Neues lernen und über den kulturellen Tellerrand schauen.

Die Verbreitung des Konzeptes bieten vielerlei Chancen ins Gespräch zu kommen, Aufklärung zu betreiben und eine Sensibilisierung in Bezug auf Gebärdensprache voranzubringen. Manche unserer Kolleg:Innen im Team arbeiten als Dolmetscher:Innen oder geben erste DGS Kurse mittlerweile sogar als Wahlfach an Schulen. Andere haben hörgeschädigte Kinder oder Verwandte.  Manchen von uns, die im sozialen, klinischen oder pädagogischen Bereich arbeiten, helfen die Gebärden, sich mit Kindern aus anderen Sprachwelten besser zu verständigen und diese mit ihren Bedürfnissen achtsamer begleiten zu können.

Die Verwendung von Gebärden wie in der Zwergensprache schlägt eine Brücke zur Gehörlosen-Community und die generelle Sichtbarkeit der Gebärdensprache in der Gesellschaft wird somit deutlich erhöht. Die offene und respektvolle Auseinandersetzung und ein wertschätzender Zugang zum Thema sind notwendig, um historische Vorurteile abzubauen und eine inklusive Gesellschaft zu schaffen und nach diesen Werten das Miteinander zu leben. 

Die Gebärdensprache hat das große Potential, Inklusion insbesondere in Kitas und Schulen zu fördern und Barrieren abzubauen. Sprachen eröffnen Wege zu anderen Welten, Kulturen und Menschen - sie sind Brückenbauer.

Wir freuen uns im Zwergensprache-Netzwerk darüber, in vielen kleinen Schritten an vielen verschiedenen Orten in D, AT und CH auf diesem Weg immer wieder etwas beitragen zu dürfen. 

Besonders schön ist es, wenn hörende Eltern mit hörbeeinträchtigten Kindern über unsere spielerischen Zwergensprache Eltern-Kind-Gruppen mit einem ersten „Light-Einstieg“ in diese Gebärdenwelt hineinschnuppern können, um diesen Weg für ihr Kind dann über Jahre zu vertiefen – am besten mit einem Hausgebärdenlehrer aus der Gehörslosengemeinschaft. Genauso berührend, wenn Kinder mit Down-Syndrom oder Entwicklungsverzögerung dank der Gebärden in den Selbstausdruck finden und sich gesehen und verstanden fühlen.

Mittlerweile vertiefen auch in Zwergensprache geschulte Kitas ihren Gebärdenwortschatz und Kenntnisse über die Grammatik über weitere DGS-Kurse in ihrer Region, so dass es sogar schon Einrichtungen gibt, in die gehörlose Familien bewusst ihre Kinder geben, weil sie sich dort besonders willkommen und respektiert fühlen. Möge dies in Zukunft überall für sie der Fall sein!

Es ist für uns berührend und erfüllend zu sehen, dass unsere Schulungen dazu den Anstoß geben und sich langfristig etwas verändern kann. Nach 20 Jahren Pionierarbeit merken wir nun einen deutlichen Wandel in der Offenheit der Gesellschaft für dieses Thema.

Sowohl im Kollegium der Kursleitungen als auch unter den Familien, die wir in den Kursen begleiten und bei den geschulten Fachpersonen ist das Interesse merklich groß, nicht nur Gebärden zu lernen und im Alltag zu integrieren, sondern auch mehr zu dieser faszinierenden Sprache und zum Leben von hörbeeinträchtigten und gehörlosen Menschen zu erfahren.

Und hier setzen wir in jedem Kurs durch unsere eigene Haltung an: einen freudvollen Zugang zu vermitteln, sich mit Gebärden auseinanderzusetzen und einen vorurteilsfreien Einblick in die Welt der Gehörlosigkeit und die Kultur erleben zu dürfen.

 

Autorinnen:

Katharina Schütze, Ergotherapeutin B.Sc., Kursleiterin für Zwergensprache, Dunstan Babysprache und Babymassage in Osnabrück, Regionalleiterin für Niedersachsen und Norddeutschland

Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babyzeichensprache und Dunstan Babysprache, Autorin, Leipzig

Patricia Geiger, Gebärdensprachdolmetscherin, Kommunikationsassistentin, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleiterin in der Region Basel,Länderleitung für die Schweiz

Stark im Kommen: Ausbildung zu Kindergebärden für Fachpersonal

Nun wurde auch in Niederösterreich die erste Tagesbetreuungseinrichtung in der Zwergensprache zu den sprachbegleitenden Kindergebärden geschult. Seit mittlerweile 2 Monaten arbeitet das Team vom Spatzennest in Eggenburg mit den Handzeichen und hat schon viele tolle Momente mit der Zwergensprache erlebt.

Die Kinder nehmen die Gebärden mit Freude an und fühlen sich verstanden. Auch für das Betreuerpersonal ist es von Vorteil, die Bedürfnisse und Kommunikationsversuche der Kinder so rascher zu kennen und leichter darauf eingehen zu können.

Diese Weiterbildung ist eine absolute Empfehlung sowohl aus Elternsicht: das Kind in eine Zwergensprache-zertifizierte Eirichtung zu geben, wo es sich gesehen und verstanden fühlen kann als auch aus Sicht der Pädagoginnen, um den Alltag mit den Kindern zu erleichtern und auf spielerische und „bewegte“ Weise Sprachförderung tagtäglich bewusst, aber ganz easy umzusetzen.

 

Autorin: Sandra Fasching, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Niederösterreich, Kindergartenpädagogin, Leiterin einer Tagesbetreuungseinrichtung

Stempeln mit Obst und Gemüse

Im Zwergensprache Babykurs haben wir mit Obst und Gemüse gestempelt. Aus Salatstrunk, Paprikaringen oder Zitronenscheiben lassen sich nämlich tolle Muster stempeln. Bei wässrigem Obst und Gemüse gelingt es am besten, wenn man es einen Tag vorher aufschneidet und die Oberfläche etwas antrocknen lässt.

Was ihr dafür braucht: Obst und Gemüse eurer Wahl sowie verzehrsichere Fingermalfarbe. Für Babys oder Kleinkinder ist es eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit, bei der sie ihrer Entdeckungslust freien Lauf lassen können. Nebenher kann man ganz einfach die Babyzeichen für die verschiedenen Lebensmittel und die Farben anwenden. Alles toll für die taktile Wahrnehmungsschulung und Handmotorik.

Viel Spaß beim kreativen Gestalten und Gebärden!

 

Autorin: Katharina Krause, Sonder- und Integrationspädagogin, Zwergensprache- Kursleiterin in Erfurt

Teamwork zu neuen Ideen aus Graz

Wir, das frisch ergänzte Grazer Team der Zwergensprache, haben uns in Graz getroffen und unsere neue Kollegin Rosemarie Bauer herzlich willkommen geheißen.

Gemeinsam wurde  gebastelt an tollen, neuen Angeboten für euch und neben Musizieren mit Babyzeichen, im Garten laufen und Bauernhofbesuch mit Babyzeichen klingt der Sommer hier in Graz aus, bevor es im Herbst mit Schnupperstunden im Ekiz und im Musivana uvm. weiter geht!

 

Autorin: Maria Gfrerer, Zwergensprache Kursleitung in Graz und Regionalleiterin für die Steiermark & Kärnten, Dunstan Babysprache Kursleiterin, Musikpädagogin

Theater für die Kleinsten

Alljährlich findet sowohl der Tag der europäischen Sprachen am 26. September als auch der Vorlesetag am 21. November statt. Zu diesen besonderen Tagen gibt es im Eltern-Kind-Büro in Dresden immer ein Theaterangebot für Babyzeichenkinder. 

Mit Hilfe des Kamishibais können schon die Kleinsten in die Welt des Theaters mit Musik und Geschichten eintauchen.  Das Erzähltheater ist ein einfacher Holzrahmen, in dem großformatige Bildkarten stecken. Die Bilder sind klar, statisch und konzentrieren die gesamte Aufmerksamkeit der Kinder auf das, was passiert – kein Flimmern, kein Schnickschnack, nur die Geschichte, die sich Blatt für Blatt entfaltet, um eine wunderbare Märchenwelt auferstehen zu lassen. Ursprünglich kommt diese Erzählvariante mit dem Kamishibai (wörtlich „Papiertheater“) aus Japan, wo es auf eine lange Tradition zurückblickt. 

Mit den wunderbaren Tierbildern aus den Zwergensprache-Büchern lassen sich spannende kleine neue Geschichten erfinden, z.B. die “Vom Marienkäfer Paul, der nicht spazieren gehen wollte”. Er weigert sich, mit seiner Familie spazieren zu gehen und sieht dann aber, dass alle seine Freunde auch mit ihren Eltern spazieren gehen. 

Gerade bei unserer jungen Zielgruppe ist die Wiederholung das wichtigste Element. Wir wiederholen einfache, kindgerechte Sätze, verbinden sie mit Musik und den passenden Babyzeichen. Wir singen, wir klatschen, wir erzählen – und das immer wieder.

 Zum Abschluss gab es einen gemeinsamen Tanz mit dem Publikum, der nochmal alle Freunde des kleinen Marienkäfers vereinte. 

Das Zeichen für "nochmal" konnte ich öfter bei den kleinen Zuschauern sehen und Eltern berichteten mir später, wie erleichternd es sei, wenn ihr Kind sich so ausdrücken kann, wie es hilft Frustration im Alltag zu vermeiden, wenn sie die Wünsche ihrer Kinder sofort verstehen. Und wie sehr es dadurch die Bindung stärken kann, wenn man sich wirklich verstanden fühlt.

Die Kombination aus Babyzeichen, Musik und Kamishibai ist für mich mehr als nur Unterhaltung. Sie ist ein Türöffner für Kommunikation und sprachliche Förderung, ein Verstärker für Aufmerksamkeit und ein Geschenk für die ganze Familie. Solche Formate zeigen auf spielerische und einfache Weise, wie vielseitig Babyzeichen in den Alltag integriert werden können. Sie machen Sprache sichtbar, fühlbar und begreifbar – beim Vorlesen, beim Singen, beim Spielen. Und das ist für unsere Kinder ein riesiger Gewinn.

Ich freue mich schon auf die nächste Vorstellung. Und auf viele weitere „Nochmaaal!“-Momente”.

 

Autorin: Marianne Irmer, Zwergensprache Kursleiterin, Musikerin und Projektleiterin der Eltern-Kind-Büros in Dresden

Über 100 Tagesmütter in Südtirol geschult und Zwergensprache lizenziert

Am Samstag haben unsere Kursleiterinnen Edeltraud Matzohl (Logopädin) und Valentine Inderst (Psychotherapeutin) das vorerst letzte Fachseminar für die Genossenschaft der „Tagesmütter- Mit Bäuerinnen lernen-wachsen-leben“ mit Erfolg vollendet. Die Genossenschaft bietet in allen Ecken Südtirols naturnahe Kinderbetreuung an, sei es in Form von Tagesmutterdienst als auch durch Sommerbetreuung und Kinderbetreuung bei Veranstaltungen, Tagungen und Hochzeiten. Inzwischen sind dafür über 100 Tagesmütter ausgebildet und für die Genossenschaft tätig - nun auch noch zusätzlich ALLE komplett in Zwergensprache geschult.

Diese Zusammenarbeit hat 2020 begonnen. Die damalige Koordinatorin Deborah Visintainer war an unseren 6-stündigen Gebärden-Fachseminaren samt Zertifizierung interessiert. Bereits im Vorjahr wurde das Zwergensprache-Fachseminar als verpflichtende Fortbildung für alle in vier verschiedenen Terminen und Ortschaften abgehalten. In diesem Jahr wurde der Herbst-Termin nun noch fixiert, um nachzuschulen, wer noch 2021 nicht konnte bzw. um allen neu dazugekommenen KollegInnen auch diese wertvolle Grundausbildung zu ermöglichen.

Babyzeichen und Kindergebärden bieten eine so wertvolle Brücke für die Verständigung mit Babys und Kleinkindern. Und speziell im zweisprachigen Setting der Region Südtirol hat deren Bedeutung für die Sprachförderung und das leichtere gegenseitige Verstehen nochmal eine intensivere Bedeutung.

Edeltraud und Valentine resümieren: es war eine sehr gelungene Veranstaltung am Samstag mit insgesamt 25 Teilnehmerinnen, inkl. der neuen Pädagogin, Frau Julia Baumgärtner, welche nun seit einigen Monaten im Dienst für die Genossenschaft ist. Es wurden viele Zeichen geübt und gemeinsam in Gruppen konnten praktische Anwendungen gesucht, gefunden und experimentiert werden. Viele TeilnehmerInnen sind glückselig nach Hause gezogen, voll motiviert, bereits am Montag mit Zwergensprache zu beginnen.

Das freut uns natürlich sehr, weil es den Kindern, die ab nun davon profitieren dürfen, bestimmt noch lange Zeit eine wertvolle Begleitung sein wird auf ihrem Weg zur Sprache.

P.S. Wir freuen uns über Verstärkung für unser Zwergensprache Kursleitungs-Team in der Region Südtirol. Melde Dich einfach, wenn Du Lust hast, Eltern-Kind-Gruppen, Eltern-Workshops und Fachseminare zur Babyzeichensprache zu geben! https://www.zwergensprache.com/kursleiter.php

Autorin: Vivian König, Zwergensprache Gründerin und Ausbilderin, Länderleiterin für Deutschland, Buch-Autorin, Leipzig

Überraschende Unterhaltung

Ich traf auf einer Geburtstagsfeier von Freunden eine Familie, die einen Babyzeichen-Workshop bei mir vor einigen Wochen besucht hatte.

Das einjährige Mädchen schaute mich freudig an, dann entdeckte sie an meinem Finger ein Pflaster.

Besorgt sah sie mich nun an und zeigte fragend die Gebärde für "Verletzung/ aua“.

Es tat gleich weniger weh ;-).

So schön, diese Empathie-Erfahrungen mit so kleinen Leuten schon machen zu dürfen!

 

Autorin: Katharina Morgenstern, Dipl.-Heilpädagogin (FH) und Zwergensprache-Kursleiterin, Regionalleiterin für Sachsen und Berlin / Brandenburg

Unser neuer Campus geht live

Wir haben den Sommer über fleißig gewerkelt und freuen uns, für unsere Zwergensprache Kursleitungen einen neuen internen Campus am Start zu haben, wo neben einem Community-Bereich zum regen Austausch von Ideen und Tipps untereinander auch wieder in einer großen Datenbank alle Unterlagen zu einer Vielzahl thematischer fachlicher Weiterbildungen, Inspirationen für tolles Kursmaterial, Bastelanleitungen, Videoschulungen, Gebärdensammlungen, ein Flohmarkt und Marketingmaterialien und vieles mehr für jede Ausbildungsstufe und jede Kursart zu finden sind.

Damit können die Herbstkurse starten und jeder in unserem großen Kollegium kann hier durch neue kreative oder inhaltliche Ideen für seine eigenen Zwergensprache-Kurse, Fachseminare oder Workshops unkompliziert und im gegenseitigen Geben und Nehmen profitieren - ganz egal ob Neustarter oder „alter Hase“. Das verstehen wir bei der Zwergensprache schon seit 19 Jahren unter „aktiv gelebtes Netzwerk“ im Rahmen einer sich gegenseitig unterstützenden Gemeinschaft.

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babyzeichensprache und Dunstan Baby Language, Autorin, Leipzig

Unser produktives Regionalleiterinnen-Wochenende

Zwei produktive Tage rund um neue Projekte für unsere Kunden als auch für das gesamte Zwergensprache Kursleiter:innen-Team liegen hinter uns. Die beständige Weiterentwicklung unserer Materialien, Schulungen und Kursformate für Eltern, Fachleute und für unser Kollegium liegt uns seit 20 Jahren sehr am Herzen.

Auch dieses Jahr werkeln unsere Gebietsleiterinnen gemeinsam und beständig an wertvollen neuen Impulsen und der Materialerstellung in mehreren thematischen Arbeitsgruppen.

Sowohl für die Familien in den Zwergensprache Eltern-Kind-Gruppen als auch für unsere in Kindergebärden geschulten Einrichtungen wird es tolle neue Entwicklungen geben. Stay tuned!

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babyzeichensprache & Kindergebärden als auch für Dunstan Babysprache, Autorin, Leipzig

Unsere Elternratgeber gehen in die nächste Runde

Noch sinnvolle Eltern-Lektüre für den Sommer gesucht? Wir freuen uns sehr, dass unsere beiden Elternratgeber zum Thema "Babykommunikation" gerade in die nächste Auflage gehen:

Das Buch "Babyzeichen Basics - Praxistipps für die spielerische Verständigung mit den Kleinsten" von Simone Kostka und Vivian König aus dem Maudrich-Verlag geht in die 2. Auflage. Es legt den Schwerpunkt auf ausgewählten Gebärden und praktischen Alltagstipps für die bedürfnisorientierte Kommunikation mit Kindern von Anfang an.

Anhand von Situationen ohne und mit Babygebärden lernst du das Potenzial der Zwergensprache kompakt und nachhaltig einzusetzen, so dass nicht nur die Entwicklung deines Kindes stark davon profitiert, sondern auch eure Bindung. Ein entspannterer und harmonischer Alltag wird dadurch möglich.

 

Bereits in die 3. Auflage geht das im Humboldt-Verlag erschienene Buch "Was dein Baby dir sagen möchte - Hunger, Bauchweh, Windel voll - Babylaute, Mimik und Gesten richtig deuten" von Vivian König. Dieses Buch begleitet frisch gebackene Eltern durch die ersten drei Lebensjahre und zeigt auf, wie wir Babys leichter verstehen.

Angefangen von Körpersignalen, über die Dunstan Bedürfnislaute, Beruhigungstechniken, der Begleitung und Anregung von kindlichem Lernen in all seinen Facetten bis hin zu den bei Babys beliebtesten Babyzeichen und das spielerische Sprechen lernen wird ein großer, umfassender Bogen gezogen. Ein Buch, dass Du immer wieder zu Hand nehmen kannst und darin so viele alltagstaugliche Ideen und Einblicke findest.

 

Wir danken allen Familien und Fachleuten, die diesen Erfolg der neuen Auflagen durch ihr Interesse und ihre Neugier an beiden Themenbereichen möglich gemacht haben! Ein großes Dankeschön natürlich auch an unsere Verlage Maudrich und Humboldt für die langjährige und stets sehr angenehme Zusammenarbeit!

 

Beide Bücher gibt es in der Buchhandlung deines Vertrauens, bei deiner Zwergensprache-Kursleitung und natürlich auch in unserem Zwergensprache Shop für dich selbst zum Schmöckern oder als Geschenk zur Geburt, Taufe, dem Start der Elternzeit oder für werdende Großeltern.

Zwergensprache Shop

 

Autorin: Vivian König, Gründerin, Ausbilderin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Markranstädt

Unsere neue Kita-Elternbroschüre ist da!

Für unsere lizenzierten Tagespflegepersonen und Kitas gibt es im Rahmen unseres Zwergensprache Kita-Programmes eine Menge wertvolles Praxismaterial zum kostenlosen Download nach der erfolgreichen Schulung. Die neueste Ergänzung ist eine 20seitige Eltern-Broschüre, die die Familien ins Boot holt und informiert. In kompakter Form kann jede Zwergensprache-Einrichtung den Eltern damit nicht nur den vielschichtigen Wert der Kindergebärden für den Spracherwerb und die kindliche Entwicklung aufzeigen, sondern auch mit Videos und Praxistipps zur alltagsintegrierten Sprachbildung Ideen und Impulse liefern. Die ersten wichtigsten Gebärden für die Eingewöhnungszeit runden das Ganze ab.

Wir freuen uns über das positive und dankbare Feedback zur Einführung und hoffen, damit die Elternarbeit nach dem Zwergensprache-Seminar auszubauen und die gemeinsame Kommunikation zwischen Kindern und all ihren Bezugspersonen zu vereinfachen und weiter zu verbessern.

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babyzeichensprache und Dunstan Babysprache, Autorin, Leipzig

 

Video: leichter Eincremen mit Babyzeichen

Kennt ihr auch das Dilemma mit dem Eincremen, ganz besonders vielleicht jetzt im Sommer? Unsere Zwergensprache Kursleiterin Rosi zeigt euch hier aus mitten dem Musivana in Graz einen süßen Spruch, damit es vielleicht einfacher gelingt.

Die passenden Babyzeichen „Was?“, „Spaß“, „Nicht“ und „Verreiben“ hat sie euch dazu gepackt.

Viel Freude damit!

Hier geht´s zum Video:

Vers zum Eincremen mit Babygebärden

 

Rosemarie ganz frisch bei uns im Team gestartet, da sie selbst als Mama so begeistert an einem Zwergensprache-Kurs teilnahm und diesen Schatz nun mehr Familien weitergeben mag.

Deshalb sagen wir "Herzlich willkommen" liebe Rosemarie Bauer in unserem Regio Team Kärnten-Steiermark!

Wir heißen dich willkommen in Graz, wo du uns mit Zwergensprache Babykursen für Anfänger, Workshops und Themenstunden im Musivana und Ekiz Graz verstärken wirst!

In den folgenden Zeilen stellt Rosemarie, (die Frau mit den vielen unterschiedlichen Namen☺️) sich selbst vor:

„Ich bin Rosemarie Bauer, zertifizierte Kursleiterin der Zwergensprache – und selbst Mama von zwei Kindern. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wertvoll frühe Kommunikation im Familienalltag ist – und wie viel Spaß Babyzeichen machen können.

Ob zu Hause, beim Essen oder beim Spielen – Babyzeichen machen euren Alltag einfacher, liebevoller und bewusster.

Als Elementar- und Theaterpädagogin durfte ich schon viele wertvolle Momente mit Kindern unterschiedlichsten Alters sammeln.

Ich freue mich sehr, nun auch die Zwergensprache an interessierte Familien weitergeben zu können!"

 

Autorinnen: Maria Gfrerer & Rosemarie Bauer, Zwergensprache Kursleitung, Theaterpädagogin, Elementarpädagogin, VS Pädagogin, Graz, Österreich

Vogelfutter-Plätzchen

Im Winter ist es kalt und so langsam geht den Vögeln das Futter aus. Daher "backen" wir heute Vogelfutter-Plätzchen.

Ihr braucht dafür nur ein paar Zutaten/Materialien:
* Kokosöl / Kokosfett
* verschiedene Körner (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Erdnüsse essen Vögel auch gern)
* verschiedene Muffinformen
* Strohhalm
* Kordel zum Aufhängen

So geht's:
* Kokosöl in einem Topf erhitzen
* Kerne, Nüsse,... in die Muffinformen geben
* Strohhalm zerschneiden und an die Stelle platzieren, wo die Kordel durchgezogen werden soll
* flüssiges Kokosöl über die Saatmischung gießen
* in den Kühlschrank oder nach draußen stellen
* wenn das Kokosöl wieder fest geworden ist, können die Plätzchen aus der Form gelöst, der Strohhalm entfernt und durch das Loch entsprechend die Kordel durchgeführt werden
* fertig sind die Vogelfutter-Plätzchen
* am Ende warm anziehen und gemeinsam mit dem Kind einen schönen Platz am Baum suchen und aufhängen

Passende Babyzeichen:
kalt, Vögel, essen, Keks, Nuss, kochen, fertig, anziehen, warm, Baum

Autorin: Carolin Pfitzner, Zwergensprache in Ingolstadt, Sprachtherapeutin, Dunstan Babysprache Kursleitung

Vom Zweifeln zum Staunen - mein Start als Kursleiterin

Seit November darf ich mich ganz offiziell *Zwergensprache-Kursleiterin* nennen – und ich sag’s euch: Das ist spannender als jede Karusellfahrt im Freizeitpark (und ich mag eigentlich keine Karusells).

Als Erzieherin arbeite ich schon lange mit Kindern mit Behinderung. 

Dabei kamen auch immer wieder Gebärden zum Einsatz. Ein paar Zeichen kannte ich – "Essen", "mehr", "fertig" – aber richtig intensiv habe ich mich nie mit der Welt der Babyzeichen beschäftigt.

Während meiner Elternzeit habe ich mich dann ins Abenteuer Weiterbildung gestürzt – unter anderem zur Zwergensprache-Kursleiterin, damit ich auch mit meinemsä Sohn gleich üben kann. Und dann war er plötzlich da: Mein erster eigener Kurs im März. Ich war aufgeregt wie vor dem ersten Schultag.

**Was, wenn die Babys mich doof finden? Wenn ich den Eltern die Zeichen nicht gut erklären kann? Wenn keiner „trinkt", „isst“ oder überhaupt zuhört?**

Spoiler: Es lief ganz anders – und zwar richtig gut!

Nach drei Monaten kann ich stolz sagen: Ich verbuche meine ersten kleinen, großen Erfolge. Drei meiner Mini-Kursteilnehmerinnen (die übrigens nicht nur zuckersüß, sondern auch ziemlich clever sind), zeigten in der sechsten und siebten Kursstunde ganz plötzlich ihre ersten Zeichen – und das, obwohl sie zuhause noch keines gezeigt hatten!

Ich? Ich war kurz davor, Luftsprünge zu machen. Die Mamas? 

Überglücklich! Alle anderen? Noch motivierter weiterzumachen Und ich bin einfach nur dankbar, dass ich diese besonderen Momente miterleben darf.

Heute kann ich mit voller Überzeugung auf die Frage- ob so ein Kurs sinnvoll ist- sagen: Auf jeden Fall!

Ich freue mich auf viele weitere kleine Sprachwunder mit ganz viel Herz. 💕

 

Autorin: Michaela Keil- Zwergensprache-Kursleiterin in München, Mama von zwei Kindern und ausgebildeter BBC-Elterncoach. Mit viel Herz begleitet sie Familien rund um die Themen Zwergensprache, Babyschlaf, Beikost und Stressmanagement – praxisnah, einfühlsam und alltagsorientiert.

Von Gesten, Mimik und Kultur: Was ein DGS-Kurs vermitteln kann

Unsere Kursleiterin Stefanie Kröger aus Hunteburg wagte ein spannendes Abenteuer: Obwohl sie bereits mit Kindergebärden vertraut war, tauchte sie bei einem VHS-Kurs tief in die faszinierende Welt der Deutschen Gebärdensprache (DGS) ein! Ihr Ziel? Ein weitgreifendes Verständnis für die Lebensrealität gehörloser Menschen zu gewinnen – und ihre Kenntnisse in Gebärdensprache weiter ausbauen.

Eine Sprache ohne Worte – aber mit viel Ausdruck

In einem DGS-Kurs wird schnell klar: Hier zählen nicht Worte, sondern Gesten, Mimik und Körperhaltung! Die Hände sprechen, das Gesicht unterstützt – eine ganz eigene Kunst der Kommunikation. Wer sich schon einmal mit der Zwergensprache oder Kindergebärden beschäftigt hat, erkennt Parallelen, aber DGS geht weit darüber hinaus. Die Grammatik? Völlig anders als die deutsche Lautsprache! Wortstellung und Zeitdarstellung folgen eigenen Regeln, was das Erlernen umso spannender macht.

Eintauchen in die Welt der Gehörlosen

Doch ein solcher Kurs vermittelt weit mehr als nur Sprachkenntnisse. Er öffnet das Tor zu einer einzigartigen Kultur mit eigenen Traditionen, sozialen Strukturen und einer tief verwurzelten Gemeinschaft. Das Erleben dieser Welt fördert Empathie und Respekt – und lässt uns erkennen, wie wichtig echte Inklusion ist. Wer bereits Grundkenntnisse der Gebärdensprache besitzt, kann diese weiter vertiefen, um Barrieren noch gezielter abzubauen und Inklusion aktiv zu unterstützen.

Dialekte? Ja, sogar innerhalb eines Landkreises!

Stefanie wusste bereits, dass es innerhalb der Gebärdensprache regionale Dialekte gibt. Doch sie war besonders überrascht, als sie feststellte, dass selbst innerhalb eines einzigen Landkreises deutliche Unterschiede bestehen! Wer hätte gedacht, dass sich Gebärden von Ort zu Ort so stark verändern können?

Fazit: Eine Reise, die sich lohnt!

Stefanie hat aus ihrem DGS-Kurs nicht nur Wissen, sondern auch eine neue Perspektive mitgenommen. Vorurteile abbauen, Verständnis fördern und neue Kommunikationswege entdecken – all das macht diesen Kurs so wertvoll. Wer Lust hat, seinen Horizont zu erweitern und Teil einer inklusiveren Gesellschaft zu werden, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen!

 

Autorin: Stefanie Kröger und Katharina Schütze, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitungen in Osnabrück / Damme / Hunteburg