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Ausgezeichnet mit dem Siegel "Unternehmen der Zukunft"

Wünsche

Mit Babyzeichen entspannt durch den Sommerurlaub

Der Sommerurlaub schenkt Familien etwas, das im Alltag oft viel zu kurz kommt: Zeit.
Zeit, gemeinsam Muscheln zu sammeln, den Wellen zuzusehen oder auf einer Picknickdecke zu sitzen, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen. Genau in diesen entschleunigten Momenten entstehen oft die wertvollsten Gespräche – noch lange bevor Kinder ihre ersten Sätze sprechen. Denn Kommunikation beginnt nicht erst mit Worten. Sie beginnt dort, wo ein Kind denkt: „Schau mal, Mama!”

Kleine Hände, große Geschichten
Mia läuft barfuß durch den warmen Sand. Plötzlich bleibt sie stehen. Zwischen den Muscheln entdeckt sie eine besonders schöne. Vorsichtig hebt sie sie auf, dreht sich zu ihrer Mama und zeigt die Gebärde für „Muschel”.
Mama geht lächelnd in die Hocke. „Ja! Eine Muschel! Die hast du gefunden!”
Mia strahlt. Nicht, weil sie die Muschel behalten möchte. Sondern weil sie ihrer Mama gerade von ihrer Entdeckung erzählen konnte – und verstanden wurde.

Viele denken bei Babyzeichen zuerst oder nur an „mehr”, „trinken” oder „fertig”. Natürlich helfen Gebärden auch dabei, Bedürfnisse auszudrücken. Doch mindestens genauso wertvoll sind die Momente, in denen Kinder ihre Begeisterung mit uns teilen möchten.


„Papa, hast du das gesehen?”

Später sitzt die Familie am See. Während Papa gerade die Trinkflaschen einpackt, watschelt eine Ente am Ufer entlang. Er hat sie noch gar nicht bemerkt.
Mia tippt ihn sanft an und zeigt die Gebärde für „Ente”. Papa folgt ihrem Blick und lächelt. „Ach, da ist ja eine Ente! Die hast du zuerst entdeckt.”

Gemeinsam beobachten sie das Tier. Nur ein kurzer Augenblick – und doch ein kleines Gespräch, ganz ohne gesprochene Worte. Kinder möchten uns eben nicht nur sagen, was sie brauchen. Sie möchten uns zeigen, was sie bewegt, begeistert und fasziniert. Babyzeichen geben ihnen diese Möglichkeit schon lange, bevor sie ihre Gedanken in Worte fassen können.


Mehr Zeit, mehr Verbindung

Im Urlaub verändert sich oft das Tempo des Familienalltags. Es gibt weniger Termine und mehr gemeinsame Erlebnisse. Dadurch entsteht Raum für das, was Kinder sich am meisten wünschen: unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.
Beim Muschelnsammeln, Entenbeobachten oder Wasserplanschen entstehen unzählige Gelegenheiten für kleine Gespräche.

Ganz nebenbei fördern wir damit auch die sogenannte gemeinsame Aufmerksamkeit (Joint Attention) – einen wichtigen Baustein der frühen Sprachentwicklung. Kinder erleben: „Mama sieht, was ich sehe.” Das stärkt nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Bindung.


Ein Moment, der bleibt
Nach einem langen Tag am Strand geht es noch kurz auf den Spielplatz. Natürlich möchte Mia schaukeln. Papa schubst sie vorsichtig an, ihr fröhliches Lachen erfüllt den ganzen Platz.
Als die Schaukel langsamer wird, hebt Mia ihre kleine Hand und zeigt: „Nochmal.”
Für Außenstehende ist es nur eine kleine Handbewegung. Für ihren Papa ist es ein ganzer Satz: „Das macht mir so viel Spaß. Bitte schaukele mich noch einmal.” Er lächelt und schubst sie erneut an.
Vielleicht wird Mia sich später nicht mehr an diesen Sommertag erinnern. Papa aber ganz bestimmt.

Die schönsten Erinnerungen brauchen keine großen Worte
In ein paar Jahren wisst ihr vielleicht nicht mehr, wie groß die Sandburg war oder was ihr am ersten Urlaubstag gegessen habt. Aber an den Moment, als euer Kind euch voller Stolz seine Muschel zeigte, auf die Ente aufmerksam machte, die ihr selbst übersehen hättet, oder lachend „nochmal” forderte – daran erinnert ihr euch.

Es sind oft genau diese kleinen Momente des Verstandenwerdens, die einen Sommer unvergesslich machen.

Wenn ihr Babyzeichen kennenlernen möchtet oder einen Zwergensprache-Kurs in eurer Nähe sucht, findet ihr auf unserer Homepage liebevolle Kursleitungen, die euch dabei begleiten.

deine regionale Zwergensprache Kursleitung finden


Denn manchmal braucht es nur eine kleine Handbewegung, damit aus einem Sommertag eine Erinnerung fürs Leben wird.

 

Autorin: Nicole Cieslak, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Freiberg/Sachsen

Mitmach-Video: Brief ans Christkind

Schreibt ihr eure Wünsche und Träume vor Weihnachten auch in einem Brief ans Christkind nieder? Verziert ihn schön, klebt das Kuvert zu und schickt ihn ab? Davon erzählt auch Marias und Melanies Text vom Siebenschritt zum Christkindbrief!

Die beiden haben dafür aus den schönsten, weihnachtlichen Handgesten aus der Zwergensprache ein Lied zusammengestellt und mit Musik verknüpft. Ihr Gebärden-Lieder-Video zum Mitmachen findet ihr hier:

Zum Video für den Brief ans Christkind

 

Autorinnen: Maria Gferer (Musikpädagogin, Cellistin) und Melanie Kogler (Erzieherin, Kursleitung für musikalische Früherziehung), Zwergensprache Kursleitungen in Graz und Villach, AT