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Ausgezeichnet mit dem Siegel "Unternehmen der Zukunft"

Spracherwerb

Die Zeichen als Anker

Mein Sohn hatte die Zeichen der Zwergensprache voll für sich entdeckt! Er zeigte uns seine Welt, die interessanten Dinge, die er sah. Er zeigte Papa abends, was wir tagsüber erlebt hatten. Sie halfen uns, als er das Sprechen lernte und anfangs noch nicht alle Worte so eindeutig waren. Dann kam die Zeit, wo er intensiv lernte zu sprechen und fast täglich musste ein Zeichen einem neuen Wort weichen. Ein wenig war ich traurig darüber, aber das Ziel war ja immer das sprechen.

Irgendwann nutzte er natürlich keine Zeichen mehr.

Dann waren wir zu Besuch bei meinen Eltern. Mein Sohn half uns beim Tisch decken, als ihm eine kleine Tasse aus der Hand fiel und zerbrach. Wir machten die Scherben weg und sagten ihm, dass es nicht schlimm ist und suchten eine neue im Schrank. Aber mein Sohn holte die Scherben aus dem Müll und schaute mich ganz traurig an „Mama ganz machen“. Ich erklärte ihm, dass es nicht geht, es aber auch nicht schlimm ist. Da drehte er sich zu Oma um: „Oma ganz machen“, aber auch Oma konnte ihm nicht helfen. Nachdem er auch Opa flehend anschaute, drehte er sich wieder zu mir um, sagte tief traurig „Mama“ und machte die Gebärde für REPARIEREN.

Da wusste ich, dass die Zeichen auch jetzt noch für ihn der „Anker“ sind.

 

Autorin: Barbara Mößner, Mama von 4 Kindern, Zwergensprache sowie Dunstan Kursleiterin im Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen, Krankenschwester

Unsere neue Kita-Elternbroschüre ist da!

Für unsere lizenzierten Tagespflegepersonen und Kitas gibt es im Rahmen unseres Zwergensprache Kita-Programmes eine Menge wertvolles Praxismaterial zum kostenlosen Download nach der erfolgreichen Schulung. Die neueste Ergänzung ist eine 20seitige Eltern-Broschüre, die die Familien ins Boot holt und informiert. In kompakter Form kann jede Zwergensprache-Einrichtung den Eltern damit nicht nur den vielschichtigen Wert der Kindergebärden für den Spracherwerb und die kindliche Entwicklung aufzeigen, sondern auch mit Videos und Praxistipps zur alltagsintegrierten Sprachbildung Ideen und Impulse liefern. Die ersten wichtigsten Gebärden für die Eingewöhnungszeit runden das Ganze ab.

Wir freuen uns über das positive und dankbare Feedback zur Einführung und hoffen, damit die Elternarbeit nach dem Zwergensprache-Seminar auszubauen und die gemeinsame Kommunikation zwischen Kindern und all ihren Bezugspersonen zu vereinfachen und weiter zu verbessern.

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babyzeichensprache und Dunstan Babysprache, Autorin, Leipzig

 

Winterstimmen & Zauberhände – Singen stärkt Sprache

Gerade in der Weihnachtszeit wird in Familien, Krippen und Kindergärten besonders viel gesungen – so viele schöne Winter- und Weihnachtslieder begleiten uns durch den Advent. Diese Zeit eignet sich wunderbar, um Musik bewusst zu nutzen und gemeinsam mit den Kindern zu singen.

Ein ideales Lied dafür ist „Schneeflöckchen, Weißröckchen“: klarer Text, wiederkehrende Wörter und viele Bilder, die sich hervorragend mit Zwergensprache unterstützen lassen. Gebärden wie Schnee, Wolke, Wann, Wohnen oder Stern machen das Lied sichtbar, fördern das Verständnis für Sprache und geben Kindern die Möglichkeit, schon aktiv mitzusingen – auch ohne gesprochene Worte.

Kurz erklärt:
Singen + Zwergensprache stärkt den Spracherwerb, motiviert zum Mitmachen und schenkt Kindern Erfolgserlebnisse – und genau das macht die Winterzeit noch ein Stückchen magischer.

 

Autorin: Sandra Fasching, Kindergartenpädagogin, Schlafberaterin, Spielgruppenleiterin, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Niederösterreich