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Ausgezeichnet mit dem Siegel "Unternehmen der Zukunft"

Kindergebärden

Stark im Kommen: Ausbildung zu Kindergebärden für Fachpersonal

Nun wurde auch in Niederösterreich die erste Tagesbetreuungseinrichtung in der Zwergensprache zu den sprachbegleitenden Kindergebärden geschult. Seit mittlerweile 2 Monaten arbeitet das Team vom Spatzennest in Eggenburg mit den Handzeichen und hat schon viele tolle Momente mit der Zwergensprache erlebt.

Die Kinder nehmen die Gebärden mit Freude an und fühlen sich verstanden. Auch für das Betreuerpersonal ist es von Vorteil, die Bedürfnisse und Kommunikationsversuche der Kinder so rascher zu kennen und leichter darauf eingehen zu können.

Diese Weiterbildung ist eine absolute Empfehlung sowohl aus Elternsicht: das Kind in eine Zwergensprache-zertifizierte Eirichtung zu geben, wo es sich gesehen und verstanden fühlen kann als auch aus Sicht der Pädagoginnen, um den Alltag mit den Kindern zu erleichtern und auf spielerische und „bewegte“ Weise Sprachförderung tagtäglich bewusst, aber ganz easy umzusetzen.

 

Autorin: Sandra Fasching, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Niederösterreich, Kindergartenpädagogin, Leiterin einer Tagesbetreuungseinrichtung

Über 100 Tagesmütter in Südtirol geschult und Zwergensprache lizenziert

Am Samstag haben unsere Kursleiterinnen Edeltraud Matzohl (Logopädin) und Valentine Inderst (Psychotherapeutin) das vorerst letzte Fachseminar für die Genossenschaft der „Tagesmütter- Mit Bäuerinnen lernen-wachsen-leben“ mit Erfolg vollendet. Die Genossenschaft bietet in allen Ecken Südtirols naturnahe Kinderbetreuung an, sei es in Form von Tagesmutterdienst als auch durch Sommerbetreuung und Kinderbetreuung bei Veranstaltungen, Tagungen und Hochzeiten. Inzwischen sind dafür über 100 Tagesmütter ausgebildet und für die Genossenschaft tätig - nun auch noch zusätzlich ALLE komplett in Zwergensprache geschult.

Diese Zusammenarbeit hat 2020 begonnen. Die damalige Koordinatorin Deborah Visintainer war an unseren 6-stündigen Gebärden-Fachseminaren samt Zertifizierung interessiert. Bereits im Vorjahr wurde das Zwergensprache-Fachseminar als verpflichtende Fortbildung für alle in vier verschiedenen Terminen und Ortschaften abgehalten. In diesem Jahr wurde der Herbst-Termin nun noch fixiert, um nachzuschulen, wer noch 2021 nicht konnte bzw. um allen neu dazugekommenen KollegInnen auch diese wertvolle Grundausbildung zu ermöglichen.

Babyzeichen und Kindergebärden bieten eine so wertvolle Brücke für die Verständigung mit Babys und Kleinkindern. Und speziell im zweisprachigen Setting der Region Südtirol hat deren Bedeutung für die Sprachförderung und das leichtere gegenseitige Verstehen nochmal eine intensivere Bedeutung.

Edeltraud und Valentine resümieren: es war eine sehr gelungene Veranstaltung am Samstag mit insgesamt 25 Teilnehmerinnen, inkl. der neuen Pädagogin, Frau Julia Baumgärtner, welche nun seit einigen Monaten im Dienst für die Genossenschaft ist. Es wurden viele Zeichen geübt und gemeinsam in Gruppen konnten praktische Anwendungen gesucht, gefunden und experimentiert werden. Viele TeilnehmerInnen sind glückselig nach Hause gezogen, voll motiviert, bereits am Montag mit Zwergensprache zu beginnen.

Das freut uns natürlich sehr, weil es den Kindern, die ab nun davon profitieren dürfen, bestimmt noch lange Zeit eine wertvolle Begleitung sein wird auf ihrem Weg zur Sprache.

P.S. Wir freuen uns über Verstärkung für unser Zwergensprache Kursleitungs-Team in der Region Südtirol. Melde Dich einfach, wenn Du Lust hast, Eltern-Kind-Gruppen, Eltern-Workshops und Fachseminare zur Babyzeichensprache zu geben! https://www.zwergensprache.com/kursleiter.php

Autorin: Vivian König, Zwergensprache Gründerin und Ausbilderin, Länderleiterin für Deutschland, Buch-Autorin, Leipzig

Unser produktives Regionalleiterinnen-Wochenende

Zwei produktive Tage rund um neue Projekte für unsere Kunden als auch für das gesamte Zwergensprache Kursleiter:innen-Team liegen hinter uns. Die beständige Weiterentwicklung unserer Materialien, Schulungen und Kursformate für Eltern, Fachleute und für unser Kollegium liegt uns seit 20 Jahren sehr am Herzen.

Auch dieses Jahr werkeln unsere Gebietsleiterinnen gemeinsam und beständig an wertvollen neuen Impulsen und der Materialerstellung in mehreren thematischen Arbeitsgruppen.

Sowohl für die Familien in den Zwergensprache Eltern-Kind-Gruppen als auch für unsere in Kindergebärden geschulten Einrichtungen wird es tolle neue Entwicklungen geben. Stay tuned!

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babyzeichensprache & Kindergebärden als auch für Dunstan Babysprache, Autorin, Leipzig

Unsere neue Kita-Elternbroschüre ist da!

Für unsere lizenzierten Tagespflegepersonen und Kitas gibt es im Rahmen unseres Zwergensprache Kita-Programmes eine Menge wertvolles Praxismaterial zum kostenlosen Download nach der erfolgreichen Schulung. Die neueste Ergänzung ist eine 20seitige Eltern-Broschüre, die die Familien ins Boot holt und informiert. In kompakter Form kann jede Zwergensprache-Einrichtung den Eltern damit nicht nur den vielschichtigen Wert der Kindergebärden für den Spracherwerb und die kindliche Entwicklung aufzeigen, sondern auch mit Videos und Praxistipps zur alltagsintegrierten Sprachbildung Ideen und Impulse liefern. Die ersten wichtigsten Gebärden für die Eingewöhnungszeit runden das Ganze ab.

Wir freuen uns über das positive und dankbare Feedback zur Einführung und hoffen, damit die Elternarbeit nach dem Zwergensprache-Seminar auszubauen und die gemeinsame Kommunikation zwischen Kindern und all ihren Bezugspersonen zu vereinfachen und weiter zu verbessern.

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babyzeichensprache und Dunstan Babysprache, Autorin, Leipzig

 

Von Gesten, Mimik und Kultur: Was ein DGS-Kurs vermitteln kann

Unsere Kursleiterin Stefanie Kröger aus Hunteburg wagte ein spannendes Abenteuer: Obwohl sie bereits mit Kindergebärden vertraut war, tauchte sie bei einem VHS-Kurs tief in die faszinierende Welt der Deutschen Gebärdensprache (DGS) ein! Ihr Ziel? Ein weitgreifendes Verständnis für die Lebensrealität gehörloser Menschen zu gewinnen – und ihre Kenntnisse in Gebärdensprache weiter ausbauen.

Eine Sprache ohne Worte – aber mit viel Ausdruck

In einem DGS-Kurs wird schnell klar: Hier zählen nicht Worte, sondern Gesten, Mimik und Körperhaltung! Die Hände sprechen, das Gesicht unterstützt – eine ganz eigene Kunst der Kommunikation. Wer sich schon einmal mit der Zwergensprache oder Kindergebärden beschäftigt hat, erkennt Parallelen, aber DGS geht weit darüber hinaus. Die Grammatik? Völlig anders als die deutsche Lautsprache! Wortstellung und Zeitdarstellung folgen eigenen Regeln, was das Erlernen umso spannender macht.

Eintauchen in die Welt der Gehörlosen

Doch ein solcher Kurs vermittelt weit mehr als nur Sprachkenntnisse. Er öffnet das Tor zu einer einzigartigen Kultur mit eigenen Traditionen, sozialen Strukturen und einer tief verwurzelten Gemeinschaft. Das Erleben dieser Welt fördert Empathie und Respekt – und lässt uns erkennen, wie wichtig echte Inklusion ist. Wer bereits Grundkenntnisse der Gebärdensprache besitzt, kann diese weiter vertiefen, um Barrieren noch gezielter abzubauen und Inklusion aktiv zu unterstützen.

Dialekte? Ja, sogar innerhalb eines Landkreises!

Stefanie wusste bereits, dass es innerhalb der Gebärdensprache regionale Dialekte gibt. Doch sie war besonders überrascht, als sie feststellte, dass selbst innerhalb eines einzigen Landkreises deutliche Unterschiede bestehen! Wer hätte gedacht, dass sich Gebärden von Ort zu Ort so stark verändern können?

Fazit: Eine Reise, die sich lohnt!

Stefanie hat aus ihrem DGS-Kurs nicht nur Wissen, sondern auch eine neue Perspektive mitgenommen. Vorurteile abbauen, Verständnis fördern und neue Kommunikationswege entdecken – all das macht diesen Kurs so wertvoll. Wer Lust hat, seinen Horizont zu erweitern und Teil einer inklusiveren Gesellschaft zu werden, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen!

 

Autorin: Stefanie Kröger und Katharina Schütze, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitungen in Osnabrück / Damme / Hunteburg

Warum Babyzeichen für den Spracherwerb so einzigartig sind

Das lustige Männchen auf dem Bild hier nennt man "Homunculus". Wenn man sich vorstellt, die Körperteile von uns Menschen wären in Wirklichkeit so groß wie ihre entsprechende Repräsentanz im Gehirn, dann würden wir alle so aussehen mit riesigen Händen und einem riesigen Mundbereich, weil Mund und Hände jene Körperteile sind, die den größten Platz in unserer Großhirnrinde beanspruchen. Diese beiden Bereiche sind für unser Menschsein am wichtigsten. Und das Menschsein selbst drückt sich zu einem sehr großen Teil dadurch aus, dass wir sprechen können. Wir könnten auch sagen, dass die Sprache es ist, die zu einem großen Teil das Menschsein ausmacht.

Und nun kommt noch ein ganz wichtiger Fakt dazu, den Du z.B. auf https://anthrowiki.at/Sprachzentren

nachlesen kannst:

Nicht das Gehirn erzeugt primär die Sprache, das Denken und andere kognitive Leistungen, sondern diese formen zuerst das im Kindesalter noch weitgehend plastische und wenig strukturierte Gehirn durch den immer geschickter werdenden Gebrauch der Hände, der Sprache und des Denkens aus und geben ihm seine individuelle Prägung.

Das Gehirn entwickelt sich also nicht aus irgendwelchen Gründen in Babys Köpfchen und lässt die Sprachzentren wachsen, sondern der Cortex braucht eine Art Futter, um zu gedeihen und dieses Futter bekommt er unter anderem durch die sich verbessernde Feinmotorik, die wiederum vom intensiven Gebrauch der Hände abhängt.

Du siehst: Jedes Babyzeichen der Zwergensprache, das Du Deinem Baby zeigst, bringt es weiter und fördert seine Sprachentwicklung weit mehr, als reine Sprache ohne Kindergebärden es kann!

Die Herbstkurse starten bald. Sichere Dir hier einen Platz in den spielerischen Eltern-Kind-Gruppen, wo die Händchen ganz intensiv zum Einsatz kommen oder in unseren Zwergensprache Workshops für Eltern als auch für pädagogisches Fachpersonal aus Krippe und Kindertagesbetreuung:

Zwergensprache Kurs buchen

 

Autorin: Simone Kostka, Zwergensprache Kursleiterin in Wien & Länderleitung für Österreich, Mamalogin, Lerncoach für Legasthenie, Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizite, Dipl. Lerndidaktikerin, Brain-Gym Kinesiologin, Buch- und Blogautorin

Wertvolle Impulse in Erfurt gesammelt – Jahreskongress 2025

Wenn Menschen von außen auf unser Netzwerk schauen, sehen sie oft zunächst die Kurse und Seminare: Babyzeichen, Dunstan-Laute, frühe Kommunikation. Was dabei leicht übersehen wird, ist das, was seit mehr als zwei Jahrzehnten im Hintergrund gewachsen ist: ein belastbares, herzliches und lebendiges Netzwerk von Kursleiterinnen, das sich austauscht, voneinander lernt und gemeinsam weiterentwickelt.

Der Kongress ist für viele von uns jedes Jahr ein Moment des Innehaltens.
Ein Wiedersehen mit Kolleginnen, die man manchmal nur digital oder aus der Ferne kennt. Ein Raum, in dem wir uns gegenseitig daran erinnern, warum wir tun, was wir tun – und was uns in unserer Arbeit antreibt. Und ein Ort, an dem neue Blickwinkel entstehen, die noch lange nachwirken.

Die Vorträge und Workshops öffnen jedes Jahr Türen zu Themen, die uns in unserem vielfältigen Alltag als Kursleiterinnen und in der Begleitung von Familien stärken. Dieses Mal standen Autismus, Gewaltfreie Kommunikation, die 9 Intelligenzen nach Howard Gardner und das Zusammenspiel von Haltung und Sprache nach dem Babyshiatsu- und Shonishin-Ansatz von Karin Kalbantner-Wernicke und Thomas Wernicke im Mittelpunkt – ebenso wie die Frage, wie wir als Kursleiterin, Mama und Frau gut für uns selbst sorgen können.

So zeigt der Kongress immer wieder, wie wertvoll diese Gemeinschaft ist: wie Erfahrungen geteilt, Fragen offen gestellt und frische Impulse mitgenommen werden. Ein Austausch, der nicht am Sonntagabend endet, sondern weiterklingt – in unseren Kindergebärden-Kursen, Fachseminaren, Gesprächen und Begegnungen.

Dass wir all dies in Erfurt erleben durften, hat dem Wochenende eine besondere Note verliehen. In einer Stadt, die nicht nur für ihre „Puffbohnen“ bekannt ist, sondern in der einst auch Martin Luther studierte und prägenden Austausch suchte. Ein Ort also, an dem Lernen, Verbundenheit und Weiterdenken schon lange zuhause sind.

Von der kontinuierlichen Weiterbildung und der starken Vernetzung im Hintergrund profitieren letztendlich vor allem die Familien und das Fachpersonal: Sie erhalten aktuelle, verlässliche und praxisnahe Inhalte – getragen von Menschen, die mit Überzeugung, Erfahrung und viel Herz für die Familien arbeiten. So wird aus Wissen Wirkung.

 

Autorin: Katharina Schütze, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Osnabrück, Ergotherapeutin, Regionalleitung für Niedersachsen, Hamburg & Schleswig-Holstein

Wie ein Requisit für den Eltern-Baby-Kurs entstand

Zwergensprache Kursleitungen tauschen sich immer gern aus - auch über die beliebtesten Kursrequisiten für die Babykurse. Und da hat es einiges Cooles im Repertoire!

Auf dem Zwergensprache Campus hat eine Kursleiterin ein Hoppereiter-Pferd vorgestellt und begeistert erzählt, dass ihre
Kursbabys und Eltern total Freude an diesen Pferden haben.

Ich fand diese Idee mit den Pferden toll und wollte, für meine Kurse, auch solche bestellen. Jedoch waren sie gerade ausverkauft und kein neues Datum bekannt, wann sie wieder lieferbar sein werden.

So kam ich auf die Idee, selber eines herzustellen. Ich machte mich auf die Suche nach einem günstigen Steckenpferd. In
einem Schweizer Onlinehandel für Kinderspielsachen und Bastelzubehör hab ich ein schönes gefunden und bestellt.

Zu Hause angekommen hab ich zuerst mit der Säge den Stab ganz dicht am Kopf abgesägt. Anschliessend ging ich in den nächsten Stoffladen und habe da ein 40mm breites, gewobenes Gurtband, eine passende Schnalle und eine Leiterschnalle zum Verstellen gekauft.

Am Kopf des Pferdes musste nun auf beiden Seiten ein 40mm breiter Schlitz gemacht und das Band durchgezogen werden. Bevor ich die beiden Öffnungen von Hand geschlossen habe, nähte ich davor noch die Schnallen an die beiden Enden an und fertig war das Pferd, bereit um loszureiten.

Im Kurs haben wir dann den Pferdekopf im Kreis nacheinander herum gereicht und mit jedem Mutter-Kind-Paar "Hopp, Hopp, hopp, Pferdchen lauf Galopp" gesungen. Es war schön zu sehen, wie viel Freude die kleinen Kinder beim ersten
Testen des Pferdes hatten. Besonders das kleinste Kursbaby mit seinen 7 Monaten hatte am meisten Freude.

 

Autorin: Damaris Kempf, Zwergensprache Kursleitung in der Region Schaffhausen (Schweiz)

Wutausbrüche und fehlende Sprache – was Kinder uns (noch nicht) sagen können

Wutausbrüche sind normal – besonders im zweiten Lebensjahr. Aber warum geraten manche Kinder scheinbar ständig aus der Fassung, während andere ruhiger bleiben? Eine spannende Studie hat untersucht, ob das mit der Sprache zu tun haben könnte.

In „Relations Between Toddler Expressive Language and Temper Tantrums“ (Manning et al., 2019) wurde ein klarer Zusammenhang gefunden: Kinder mit geringerem Wortschatz hatten deutlich häufiger Wutanfälle. Kein Wunder – wenn man nicht sagen kann, was man möchte, steigt der Frust. Die Forscher sprechen von einem „emotionalen Ungleichgewicht“, das entsteht, wenn der Wunsch groß ist, aber die Ausdrucksmöglichkeiten fehlen.

Was zeigt die Studie konkret?
- Untersucht wurden Kinder im Alter von 12 bis 38 Monaten.
- Kleinkinder, die mit 24–30 Monaten als „Late Talker“ eingestuft wurden, hatten ein 1,96-fach höheres Risiko für schwere Wutanfälle im Vergleich zu Kindern mit altersgemäßer Sprachentwicklung.
- Die Forscher betonen: Dies sind die ersten wissenschaftlich belegten Hinweise darauf, dass der Zusammenhang zwischen Sprache und Wutanfällen bereits im zweiten Lebensjahr besteht.

Babyzeichen und Kindergebärden können genau hier helfen: Sie geben Kindern eine Möglichkeit, sich mitzuteilen – lange bevor sie sprechen können. Ein Baby, das zeigt „Milch“, „fertig“ oder „aua“, erlebt Selbstwirksamkeit. Es wird verstanden – und das macht ruhiger.

Babyzeichen sind keine Spielerei, sondern ein echtes Kommunikations-Werkzeug. Sie helfen, Wutausbrüche zu reduzieren, Missverständnisse zu vermeiden und Vertrauen aufzubauen. Denn wer gesehen und gehört wird, muss nicht laut werden.

Die Studie zeigt: Frühkindliche Kommunikation ist mehr als Sprache. Und die Babyzeichen der Zwergensprache sind eine wunderbare Brücke – zu mehr Verständnis, weniger Frust und einer stärkeren Eltern-Kind-Bindung. Egal ob im Alltag mit Baby und Kleinkind daheim oder in der Tagesbetreuung, Krippe und Kita.

Studie zum Nachlesen:
Manning, B.L. et al. (2019). Relations Between Toddler Expressive Language and Temper Tantrums in a Community Sample. Journal of Applied Developmental Psychology, Nov–Dec 2019.

Zur Studie auf PubMed

 

Autorin: Annett Stentz, Zwergensprache Kursleitung Rohrbach/Pfalz, Kindertagespflegeperson mit bindungsorientierter Kommunikation, Rheinland-Pfalz

Zwergensprache in der Experten-Sprechstunde beim Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V.

Am 25. November 2025 war unsere Zwergensprache-Gründerin Vivian König als Expertin zu Gast in der monatlichen Vortragsrunde und Sprechstunde für Eltern mit Frühchen. Unter dem Thema „Spielerische Verständigung im Handumdrehen“ stellte sie Babyzeichen und Kindergebärden als einfache und kindgerechte Möglichkeit zur Verständigung in der präverbalen Phase vor.

Es gab nicht nur Hintergrundwissen zu den vielfältigen Vorteilen für das Sprechen lernen und die gesamte kindliche Entwicklung, sondern auch ganz viel praktischen Gebärden-Input für den Alltag und zu kindlichen Interessen im Alter von 0 bis 3 Jahren.

Auch die Aspekte der bindungs- und bedürfnisorientierten Begleitung von Kindern mit Babygebärden in der Phase, wo sie noch nicht oder nur wenig sprechen können, wurden praxisnah erläutert, so dass die teilnehmenden Familien gut nachvollziehen konnten, wie eine frühe interaktive Kommunikation liebevolle Momente voll Nähe und gegenseitigem Verständnis schafft und sogar die Geschwisterbindung stärkt.

Nun sind die Teilnehmer*innen in der Lage, auch dank der im Nachgang versandten Handouts sofort loszulegen und die ersten Starterzeichen in den Alltag mit ihren Kindern zu integrieren und somit für mehr Entspannung und Leichtigkeit zu sorgen. Und sie dürfen sich dadurch bestimmt auch bald auf viele staunende Aha-Momente freuen zu dem, was schon unsere Kleinsten bewegt und was sie uns gern mitteilen wollen.

Mit den Händen zu sprechen, macht dies schon vor den ersten Worten möglich und bringt Zufriedenheit und vor allem ganz viel Spaß für alle Seiten!

 

Autorin: Vivian König, Gründerin der Zwergensprache, Geschäftsführerin, Autorin, Ausbilderin für Baby- und Kindergebärden sowie Dunstan Babylaute in D, AT und CH, Leipzig