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Ausgezeichnet mit dem Siegel "Unternehmen der Zukunft"

Babyzeichen

Die faszinierenden Hühner

Als mein Sohn gerade ein Jahr alt war, haben wir oft einen Spaziergang zu den Hühnern in der Nachbarschaft gemacht. Die fand er immer super und das Babyzeichen für "Huhn" war so schnell gelernt. Eines Nachmittags zu Hause zeigte er mir plötzlich das Zeichen für Huhn. Ich schaute mich um, konnte aber kein Huhn entdecken. Dann fiel mir ein, dass wir am Morgen bei den Hühnern vorbeigegangen waren. Wir haben uns dann gemeinsam mit den Zeichen an die Hühner erinnert, über unseren Spaziergang geredet und uns das Zwergensprache Bilderbuch "Tiere auf dem Bauernhof" aus der Reihe "Mit Babyzeichen die Welt entdecken" angesehen. Ohne Babyzeichen hätte mein Sohn mir nicht erzählen können, an was er gerade gedacht hat!

Autorin: Heidi Ruppert, Zwergensprache in Rosenheim, Dipl. Sozialpädagogin

Die Spiel- und Sprachentwicklung deines Kindes

„Kinder spielen, weil sie sich entwickeln und Kinder entwickeln sich, weil sie spielen. Spielen ist die Königsdisziplin des Lernens“ – Margit Franz

Im Spiel entdecken Kinder die Welt. Sie lernen eine Vielzahl von sozialen, emotionalen und sprachlichen Fähigkeiten während des Freien Spiels.

Gerade für die Sprache ist das Spiel essentiell, denn hier bieten sich viele Gelegenheiten für die sprachliche Begleitung und den förderlichen Einsatz der Babyzeichen.

Das Spielverhalten entwickelt sich wie die Sprache, Schritt für Schritt. Die einzelnen Fertigkeiten im Spiel sind wichtige Grundlage für die Sprachentwicklung.

Das frei gewählte Spiel des Kindes drückt den aktuellen Entwicklungsstand des Kindes aus. Die Abfolge spielerischer Verhaltensweisen ist stets gleich und universell.

In den ersten beiden Lebensjahren durchlaufen Kinder folgende elementare Spielhandlungen (nach Remo Largo und Emmi Pikler):

 

0-3 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

erste Orientierung, Entdeckung der Hände, Sozialspiel mit Bezugspersonen

Spielmaterial:

Kein Spielbogen oder Mobile notwendig, kein Spielzeug in die Hand geben – Interesse abwarten, Tuch, leichtes Püppchen

 

4-6 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

Gezieltes Betasten und Ergreifen, Bewegen, Drehen, Schütteln, orales Erkunden

Spielmaterial:

Weiche Stoffpüppchen, Becher, Holzringe, O-Ball, Tücher

 

7-9 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

Gegenstände zusammenführen, entdeckt innen und außen – ausräumen

Spielmaterial:

Körbe, Schüsseln, Schälchen (in versch. Materialien), Becker, Deckel, Siebe, Schneebesen, Kochlöffel, Bälle, Schüttelflaschen

 

10-12 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

Pinzettengriff, hinlegen, einfüllen, umfüllen, Objekte als Werkzeug, Bewegung und Raumerkundung

Spielmaterial:

Schüsseln, Körbe, Becher zum Sammeln und Stapeln, Holzringe, Klötze, Deckel zum Füllen, Dosen mit Deckel, Alltagsgegenstände (Bürsten, Küchenutensilien, …), niedrige Podeste, Tunnel, Kisten, schiefe Ebene

 

1-2 Jahre:

Fähigkeiten/Interessen:

Einfüllen, umfüllen, umschütten, verteilen, Bewegung, stapeln, zusammenstecken, sammeln, vergleichen, sortieren, transportieren, schieben, Reihen bilden, bauen, Symbolspiel

Spielmaterial erweitern mit:

Stapelbechern, Bausteinen, Taschen, Körben, großen Behältern, Wannen, Kisten, Puppenwagen, Fahrzeugen, Bilderbüchern, Ziehtieren, vieles vom gleichen Material

 

Die Kunst der sprachlichen Begleitung liegt in dem achtsamen Präsenz, ohne das Kind zu unterbrechen oder seine selbstinitiierten Handlungen zu bewerten oder zu korrigieren.

„Ich sehe, du hast den BALL.“

„WO ist das AUTO?“

„Das Tuch ist GRÜN“

Die passenden Babyzeichen erlernt Ihr im Zwergensprache-Kurs in Eurer Nähe oder online.

Wir wünschen Euch viel Freude beim gemeinsamen Staunen, Gebärden und Erkunden der Welt!

 

Autorin: Johanna Berktold, BA, Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin im Familienzentrum, Kursleiterin für Zwergensprache und Dunstan Babylanguage, EntdeckungsRaumbegleiterin nach E.Pikler, Dornbirn, Regionalleiterin für Vorarlberg/Tirol

Die Zwergensprache auf dem ersten MiniMarkt für Familien in Linz

Zum erst Mal fand im Mai in Linz ein MiniMarkt für Familien statt und die Zwergensprache war mit dabei. Für einige Stunden wurden interessierte Eltern über das lokale Kurs-Angebot sowohl zu den Babyzeichen der Zwergensprache für Babys in den ersten zwei Lebensjahren und zur Dunstan Babysprache zu den Bedürfnislauten aller Neugeborenen informiert. An den Marktständen konnten sie zudem viele tolle Einzelstücke erwerben. So war es für alle Aussteller und Besucher eine gelungene erste Veranstaltung dieser Art.

 

Autorin: Andrea Gruber, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Linz, Regionalleiterin für Oberösterreich, DGKP uvm.

Diese "große" Raupe Nimmersatt begeistert in den Kursen

"Die kleine Raupe Nimmersatt" von Eric Carle ist wohl ein Bilderbuchklassiker, den jeder kennt.

Auch zum Lesen und Erzählen mit Babyzeichen eignet es sich prima.

Wer dann auch noch ein kleines Spiel daraus machen möchte, kann sich selbst einen Raupenkopfkübel basteln und seine Raupe füttern. In erster Linie werden bei uns die Lebensmittel, die im Buch vorkommen in der Variant aus Holz, Stoff oder Kunststoff, verwendet. Also ein Apfel, zwei Birnen, drei Zwetschgen, 4 Erdbeeren, usw. - natürlich mit den passenden Gebärden dazu.

In meinen Zwergensprache Eltern-Kind-Kursen erlebe ich dann ganz oft, dass, wenn alles in der Raupe gelandet ist, die Kinder mit dem „WO“-Zeichen fragen, wo das Essen hingekommen ist und mit dem „MEHR“-Zeichen, alles wieder ausräumen und nochmal der "RAUPE" zu "ESSEN" geben wollen.

Hier für euch die einfache Bastelanleitung für den Raupenkopfkübel:

-ein kleinerer Kübel / Eimer ca. 5 Liter Fassungsvermögen
-ein großes Stück Karton
-Farbe, Pinsel, Schere, Bleistift, Klebeband

Stellt den Kübel mit der Öffnung nach unten auf den Karton und umrandet ihn mit dem Bleistift.
Zeichnet nun noch die Fühler der Raupe an den Kreis dran und in den Kreis einen großen Mund.
Nun alles ausschneiden und dann mit den entsprechenden Farben anmalen.

Nach dem Trocknen mit ein paar Streifen Klebeband den Raupenkopf am Kübel befestigen und los geht’s mit dem Füttern.

Viel Freude damit!

 

Autorin: Mareike Landl, Zwergensprache Kursleiterin für den Bezirk Urfahr-Umgebung in Österreich, Erzieherin

DIY Einwurfspiel schnell und einfach basteln

Du benötigst dafür:

  • 1 leere, verschließbare Dose mit Plastikdeckel (Maronipüree, Erdnüsse, Fläschchennahrung,…)
  • Deckel von Breigläsern oder andere Dinge zum Einwerfen (hier auf die Größe achten, damit keine Gefahr vom Verschlucken besteht)
  • Selbstklebende Folie oder Papier oder du bemalst die Dose (hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt)
  • Schneideunterlage
  • Stift
  • Stanley Messer oder Cutter
  • Lineal

Für den Schlitz zum Einwerfen in der Mitte des Deckels von der Dose einen 1,3 cm x 6 cm großen Schlitz (Rechteck) aufzeichnen und danach mit dem Stanley Messer ausschneiden.

Für die Dose die Höhe & Umfang ausmessen (beim Bekleben ein paar cm mehr dazugeben, damit es sich auch gut überlappen kann und keine Löcher am Stoß entstehen)

Bei mir ist es ein Rechteck mit den Maßen 11,7 cm x 33cm. Dieses auf die Rückseite der Folie aufzeichnen und ausschneiden.
Damit die Dose bekleben.

Deckel drauf und fertig.

Nun können die Deckel durch den Schlitz eingeworfen werden (und dieses Geräusch, welches dabei entsteht, ist für die Kleinsten einfach nur faszinierend!)

Viel Spaß beim Nachbasteln!

 

Autorin: Rebecca Hirschler, Zwergensprache Kursleitung in Eisenstadt & Umgebung, Kindergartenpädagogin, Kangatrainerin

DIY Fingerpuppe und Fingerspiel zu Babygebärde "Biene"

In meinen Kursen bastele ich mit den Teilnehmern passend zum Babyzeichen der Biene diese Fingerpuppe. Was ihr dafür braucht: Pfeifenreiniger in gelb und schwarz sowie eine Butterbrottüte.

Die Pfeifenreiniger verzwirbelt ihr wie auf Bild 1 zu sehen miteinander. Aus der Butterbrottüte schneidet ihr euch ein paar Flügelchen aus. Anschließend wickelt ihr die Pfeifenreiniger farblich abwechselnd um euren Finger. Zwischendrin steckt ihr die Flügel darunter und fertig seid ihr schon. Besonders praktisch ist, dass ihr mit dieser Fingerpuppe die Aufmerksamkeit auf euren Finger lenkt, mit dem ihr auch das Babyzeichen der Biene zeigt

 

Passend dazu hier noch ein Fingerspiel:

Die kleine Biene summ summ summ, (Babyzeichen für die Biene)

fliegt um deinen Kopf herum, (die Biene kreist um den Kopf des Babys)

fühlt sich so bei dir zu Haus, (Babyzeichen für Haus)

ruht sich auf deiner Nase/ deinem Bauch/ deinen Zehen usw. aus. (die Biene landet auf besagter Körperregion)

 

Das Fingerspiel ist super dafür geeignet, die Babyzeichen für „Biene“ und „Haus“ wiederholt zu üben. Außerdem erlernen die Babys ganz spielerisch das Körperschema, indem Körperteile immer wieder benannt werden. Zwischendurch könnt ihr natürlich noch das Babyzeichen für „nochmal“ benutzen.

Bitte benutzt die Biene nur unter Aufsicht, da die Babys, wenn sie die Biene in den Mund nehmen, sich am Draht des Pfeifenreinigers verletzen könnten.

Übrigens haben auch größere Geschwisterkinder Spaß damit. Mit der Biene auf dem Finger können sie von Blüte zu Blüte fliegen und Nektar sammeln.

Viel Spaß beim Nachbasteln und Ausprobieren!

 

Autorin: Katharina Krause, Sonder- und Integrationspädagogin, Zwergensprache Kursleitung in Erfurt

DIY Spielschaum

Eine schnellgemachte Beschäftigungsidee für Kinder jeden Alters ist der Spielschaum aus Kichererbsenwasser. Dazu einfach das Wasser der Kichererbsen aus dem Glas oder der Dose abgießen und mit einem Handrührgerät ca. 5 Minuten schaumig schlagen. Zum Stabilisieren kann noch etwas Maisstärke hinzugegeben werden, sie ist aber nicht unbedingt notwendig. Den Schaum in eine große Schüssel oder für die Kleineren in ein flaches Tablett umfüllen und schon kann der Spielspaß losgehen. Besonders toll: das Kichererbsenwasser kippt man meistens eh weg, so hat man noch eine gute Verwendungsmöglichkeit dafür. Außerdem ist er auch super für Babys und Kleinkinder geeignet, da er verzehrsicher ist. In der Badestunde im Zwergensprache Babykurs kam der Spielschaum mit den passenden Babyzeichen super an. Taktil ist er für die Kleinen ein echtes Erlebnis und ganz nebenher wird die Wahrnehmung und Handmotorik gefördert. Für die Größeren können gern noch Spielzeuge oder andere Texturen wie beispielsweise getrocknete Bohnen etc. hinzugefügt werden, um es spannender zu gestalten. Außerdem kann man den Schaum noch mit Lebensmittelfarbe und Glitzer aufpimpen.

Viel Spaß beim Nachmachen und Matschen!

 

Autorin: Katharina Krause, Sonder- und Integrationspädagogin, Zwergensprache- Kursleiterin in Erfurt

Drei Monate später: „Auto kaputt – reparieren!“ bleibt in Erinnerung

Vor ein paar Monaten stand unser Familienauto still – die Batterie war leer, nichts funktionierte mehr. Die Motorhaube war geöffnet, Papa hatte das Ladegerät angeschlossen, um die Batterie wieder aufzuladen.

Wir nutzten die Gelegenheit, um unserem damals 18 Monate alten Sohn die Situation zu erklären – in einfachen Worten und mit den passenden Zwergensprache-Zeichen: Auto, kaputt, reparieren.
Er nahm die Gebärden direkt auf und setzte sie voller Begeisterung ein.

Und was uns seitdem immer wieder zum Schmunzeln bringt: Dieses eine Erlebnis beschäftigt ihn bis heute. Auch drei Monate später kommt es regelmäßig „zur Sprache“ – mit seinen Händen.
Plötzlich zeigt er die Zeichenkombination Auto, kaputt, reparieren – ganz ohne aktuellen Anlass. Aber wir wissen sofort, was er meint.
Er denkt zurück. Er erzählt uns von diesem Tag. Ganz klar, ganz bewusst. Und wir verstehen ihn – ohne ein einziges gesprochenes Wort.

Ganz klar und verständlich. Für uns als Eltern ein magischer Moment: Wir können sein inneres Erleben mitverfolgen, weil er sich mit den Gebärden ausdrücken kann.

Zwergensprache schenkt nicht nur Worte für den Moment – sondern auch für Erinnerungen. Und damit eine Verbindung, die tief geht.

Traut euren Kindern zu, dass sie kommunizieren wollen – lange bevor sie sprechen können.
Mit Babyzeichen schafft ihr eine Brücke zwischen euch und eurem Kind. Ihr bekommt die einmalige Chance, zu verstehen, was in ihren kleinen Köpfen und Herzen vor sich geht.

Ein großer Tipp von mir an dich: Such dir unbedingt einen Zwergensprache-Kurs in deiner Nähe.
Dort bekommst du nicht nur die Zeichen an die Hand, sondern auch Austausch, neue Impulse und ganz viele „Aha-Momente“, die dich und dein Kind begleiten werden.

Viele Freude mit der Zwergensprache!

Deine Judith

 

Autorin: Judith Jachthuber-Pabst (Bj. 1985), Mama von vier eigenen und zwei Bonuskindern, zertifizierte Kursleiterin für Babymassage, lizenzierte Kursleiterin für Zwergensprache, Elterncoach (BBC), Gründerin von Bindungskraft in Bad Schönborn – ich begleite Familien mit Herz und Fachwissen, Baden-Württemberg

Ein Spaziergang voller Babyzeichen-Entdeckungen

Ein Spaziergang ist nicht nur wohltuend, sondern auch eine großartige Gelegenheit, Babyzeichen spielerisch anzuwenden. Während Ihr gemeinsam Zeit verbringt und die Natur erkundet, ergeben sich viele Momente um mit eurem Baby zu kommunizieren und die Welt mit Kinderaugen zu betrachten.

Stell Dir vor, Dein Baby zeigt mit strahlenden Augen auf eine Blume. Dabei zeigst Du ihm das Zeichen für "Blume" und schon entsteht eine kleine Unterhaltung über die Wunder unserer Welt. Wie viele lassen sich wohl noch entdecken?

Wenn die warmen Sonnenstrahlen durch die Bäume scheinen, zeige Deinem Kind das Zeichen für "Sonne" und lassen es die Wärme spüren. Die Verbindung zwischen dem Zeichen und dem Gefühl der Sonnenstrahlen verstärkt das Verständnis und das Bewusstsein für die Welt, die wir mit allen Sinnen erfahren dürfen.

Hörst Du das Zwitschern der Vögel? Zeige die Gebärde für "Vogel" und lauscht gemeinsam. Dein Baby lernt schnell, dass dieses Zeichen mit dem fröhlichen Gezwitscher verbunden ist und versucht vielleicht sogar, die Geräusche nachzuahmen.

Ein gemeinsames Abenteuer der Entdeckung!

Beim Spazieren kann jeder Schritt zu einem kleinen Abenteuer werden. Dein Baby beobachtet aufmerksam die Welt und ist gespannt darauf, neue Zeichen zu entdecken und mit Dir zu teilen. Du wirst staunen, was Dein Kind alles in der Welt entdeckt. Hier ein Krabbeln, da ein Rascheln – alles ist aufregend und lädt zum Erkunden ein. Für Euch als Eltern wird der Spaziergang zu einem besonderen Erlebnis. Ihr seht die Natur mit den Augen Eures Babys und nutzt die Zeichen, um es in die Schönheit der Welt einzuführen.

Übrigens sind bewusst und kindgeleitete Momente ohne Ziel und Termindruck wertvolle Bindungszeiten, die die Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie erfüllen.

 

Autorin: Johanna Berktold, BA, Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin im Familienzentrum, Kursleiterin für Zwergensprache und Dunstan Babysprache in Dornbirn, Vorarlberg (AT)

 

Erst die rechte, dann die linke, beide machen winke-winke!

Warum zuerst die rechte Hand? Weil sich linke und winke-winke reimen? Oder weil wir der rechten Hand prinzipiell den Vorzug geben?

Die meisten Menschen denken, dass das nicht mehr so ist. Schließlich wird kein Kind mehr gezwungen, den Stift beim Schreiben in der rechten Hand zu halten. Das sind vorsintflutliche Erziehungsmethoden aus den Zeiten schwarzer Pädagogik.

Nun ja, die Methoden haben sich Gott sei Dank geändert und in den meisten Schullehrplänen ist nun verankert, dass die individuelle Händigkeit der Kinder im Unterricht berücksichtigt werden muss. Aber wie lässt sich erklären, dass eine Vielzahl von Tagesmüttern berichten, dass ihre ursprünglich linkshändigen Tageskinder als Schulkinder zum Rechtshänder mutiert sind?

Ein sehr großer Anteil linkshändig veranlagter Kinder stellen sich in Krippe und Kindergarten auf den Gebrauch der rechten Hand um. Aber nicht, weil sie sich nicht zuvor entscheiden konnten, sondern weil ein großer Teil der Kleinkinder aus dem Wunsch heraus, nicht anders zu sein als die anderen, mit der Zeit umlernt. Vermutlich sprechen wir dabei von geschätzten 20% aller Kinder.

Das Umlernen ist allerdings – ganz im Gegensatz zur herkömmlichen Volksmeinung – bedauerlicherweise mit vielen Nachteilen verbunden. Eine falsch gelebte Händigkeit kann für Primärproblematiken wie Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten auslösen, aber auch Symptome hervorrufen wie bei Legasthenie. Sogar Sprachprobleme bis hin zum Stottern können entstehen, wenn linkshändige Kinder sich selbst auf Rechtshändigkeit umlernen oder umgelernt werden.

Darüber hinaus können Sekundärproblematiken entstehen, die auf den ersten Blick keinen Zusammenhang mit der Händigkeit eines Menschen aufzeigen, wie Minderwertigkeitskomplexe, Zurückgezogenheit, Trotzhaltung, ein starker Widerspruchsgeist, aber auch Verhaltensstörungen, Bettnässen und sogar Störungen im Persönlichkeitsbild oder emotionale Probleme bis ins Erwachsenenalter können Folgen sein, wenn ein Mensch seine von Natur aus als dominant veranlagte Hand nicht als solche einsetzen darf.

Babyzeichen können helfen, schon sehr früh die Führungshand Deines Kindes zu erkennen. Zeigt Dein Kind einhändige Gebärden vermehrt mit der linken Hand oder ist die agierende Hand bei zweihändigen Zeichen die Linke, so bleib achtsam und beobachte den Entwicklungsprozess weiter.

Du kannst Dein Kind dabei unterstützen, seine dominante Hand selbst besser zu erkennen und einzusetzen, indem Du ihm Dinge bewusst mittig anbietest. Halte ihm Gegenstände zur Körpermitte hin, sodass es gleichweit zu greifen hat, ob es mit der rechten oder mit der linken Hand zupackt. Leg beim Tisch decken Löffel und Gabel nicht rechts vom Teller, sondern auf den Teller in die Mitte, mit dem Griff zur Brust Deines Kindes. Stelle auch seinen Trinkbecher oder das Glas nicht rechts vom Teller sondern in die Mitte.

Und mach die Babyzeichen aus den Zwergensprache Kursen, die Du Deinem Kind zeigst, bewusst abwechselnd, mal rechts und mal links, damit keine Bevorzugung entsteht. Sobald Dein Kind, sollte es linkshändig sein, in den Kindergarten kommt, sorge dafür, dass es auf jeden Fall eine (eigene) Linkshänderschere, einen Linkshänderspitzer und Linkshänderstifte zur Verfügung hat, ohne danach lange suchen zu müssen. Und wenn Du mehr über das Thema wissen willst, oder Spezialisten in Deiner Nähe suchst, dann wende Dich an https://lefthander-consulting.org in München.

 

Autorin: Simone Kostka, Zwergensprache Kursleiterin in Wien & Länderleitung für Österreich, Mamalogin, Lerncoach für Legasthenie, Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizite, Dipl. Lerndidaktikerin, Brain-Gym Kinesiologin, Buch- und Blogautorin

Fingerspiele – die kleinste Form von Theater

Fingerspiele sind bei Kindern schon sehr früh von großem Interesse, sind sie ja auch eine ganz kleine Form von Theater. Die Bühne ist direkt vor ihnen und die Schauspieler sind die Hände. Bedenken wir, dass die Hände schon für die Kleinsten spannend sind, können wir als Erwachsene die Begeisterung nur nachvollziehen.

Fingerspiele sind noch dazu eine spielerische Möglichkeit, wie wir Babyzeichen im Alltag einbauen können und dabei noch intensive Zeit mit den Kleinen verbringen.

Als spielerische Möglichkeit Kindergebärden im Familienalltag einzubauen, eignen sich Fingerspiele wunderbar! Darum zeigen wir den Familien in unseren Zwergensprache-Kursen auch verschiedenste Fingerspiele.

 

Eines unserer Winter-Highlights sind die „Fünf Flocken“ von Anett Kölpin (Abgerufen unter www.kita-Kiste.com)

 

Fünf Flocken fallen froh und munter

hoch vom Himmel auf uns runter.

 

Die erste Flocke fliegt geschwind

zum Rodelberg, wo Kinder sind.

(HUUUUUI)

 

Die zweite Flocke strengt sich an

und landet auf der Eisenbahn.

(Sch-sch-sch-sch – Eisenbahngeräusch)

 

Die dritte Flocke fällt – oh weh

direkt in einen großen See.

(Blub blub blub)

 

Die vierte Flocke hört man lachen.

Sie möchte eine Party machen. (Zeichen: tanzen)

(Hihihihihih)

 

Die fünfte Flocke landet so zum Spaß

direkt auf deiner kleinen/kalten Nas.

(Uuuuh)

 

Und wenn sie nicht geschmolzen sind, (Zeichen: weg)

dann fliegen sie noch heut geschwind. (Zeichen: Schnee und schnell)

 

Viel Spaß beim Ausprobieren mit Deinem Kind! Die im Text markierten passenden Babygebärden dazu zeigt Dir gern Deine Zwergensprache-Kursleitung. Du findest sie ansonsten auch in der Zwergensprache Babyzeichen App:

zur Zwergensprache App

 

Autorin: Viktoria Schartmüller, Elementarpädagogin, Zwergensprache Kursleitung in Linz (AT), Regionalleiterin für das Team Oberösterreich und Salzburg

Fliegen mit Baby

Die Sommerzeit ist eine perfekte Gelegenheit für Familien, neue Abenteuer zu erleben. Manchmal bedeutet das mit Baby zu fliegen. Das kann eine aufregende, aber auch herausfordernde Erfahrung für Familien sein. Wie gestaltet man am besten einen Flug mit Baby? Diese Frage kam in der letzten Babyzeichen Kursstunde auf.

Hier nun das gesammelte Wissen und Ideen der Kurseltern:

  1. Wirf alle Erwartungen gleich über Bord und freu dich auf das Abenteuer, stets im Moment zu sein. Viele neue Reize wirken auf dein Baby ein und können für alle herausfordernd sein, wenn alles „perfekt“ ablaufen soll. Reisen mit Kind, bedeutet nun mal reisen mit Kind.
  2. Frühzeitig planen: bucht, wenn möglich einen Flug, der gut in den Schlaf- oder Ruheplan des Babys passt, um die Wahrscheinlichkeit von Unruhe oder Schlafstörungen zu minimieren.
  3. Nimm vertraute Lieblingssachen mit: ein Kuscheltier oder eine Decke können dem Baby ein Gefühl von Sicherheit geben.
  4. Stillen oder Füttern während des Starts und der Landung: Das Saugen kann helfen, den Druckausgleich in den Ohren zu erleichtern.
  5. Babytrage oder Tragetuch: So bleiben die Hände frei und das Baby ist stets in Wohlfühlnähe

Beschäftigungsideen während des Flugs:

  • Activity oder Quietbooks sind schon für ganz kleine Kinder spannend, da sich allerhand entdecken lässt und ganz nebenbei die Motorik gefördert wird.
  • Pixibücher oder Wimmelbücher im Taschenformat
  • Fidget Spiele (Pop it oder Sensorywürfel)
  • Schleichtiere
  • Saugnapfrasseln (squigz)

Als besonderer Tipp landen viele Kleinigkeiten einzeln verpackt als „Taschenjoker“ im Handgepäck und werden nach einander angeboten – so bleibt immer etwas zu entdecken.

Am Ende der Stunde waren sich alle, trotz der vielen gesammelten Tipps einig, dass die Reise an sich wohl das Spannendste ist und es unzählige Dinge zu entdecken gibt. Die Babyzeichen für „Flugzeug“, „Meer“, „Sonne“ und „Eis“ gabs als Bonus für alle dazu.

Apropos Eis – nächste Woche gibt es ein leckeres Rezept von meiner Kollegin für selbstgemachtes Eis, dass schon die Kleinsten genießen können.

 

Autorin: Johanna Berktold, BA, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Vorarlberg/Österreich, Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin

Französische Tradition mit Handzeichen leicht erklärt

Als deutsch-französische Familie feiern wir nicht nur die deutschen, sondern auch die französischen Bräuche. Heilige Drei Könige ist ein Feiertag in Deutschland, in Frankreich nicht. Dafür wird dort der „Königskuchen“ - der heißt „la galette des rois“ - gebacken und gemeinsam unter Freunden und verwandten feierlich gegessen.
Es ist ein ganz bestimmter Brauch und meine zwei Jüngsten (3 und 1,5 Jahre) kennen diesen noch nicht wirklich. Schön ist jetzt, dass ich ihnen dank der Babygebärden unseren Brauch leicht erklären kann.
Er geht so:
Erstmal backen wir ein Kuchen - „La galette des rois“ - mit einer leckeren Mandelcreme.
Dann warten wir brav, bis er fertig ist.
Dann setzen wir uns alle an den Tisch.
Das jüngste Kind darf unter dem Tisch sitzen.
Von da unten bestimmt das Kind, wer welches Stück Kuchen erhält.
Und dann wird gegessen.

Und Überraschung!

Im Kuchen hat sich ein kleines Figürchen (aus Porzellan) versteckt.
Achtung, es darf nicht verschluckt werden!
Wer hat das Figürchen gefunden?
Das ist unser König bzw. unsere Königin!
Er bzw. sie bekommt die Krone aus goldener Pappe aufgesetzt.
Bravo! Hurrah!

…Und jetzt weißt auch du, wie man einen französischen Brauch mit Babyzeichen noch schöner feiert und alle einbezogen sind!

Autorin: Anna Guilloux-Blütling, Zwergensprache in Nürnberg und Allersberg,Französisch-Sprachtrainerin, Dolmetscherin, Voice-Over-Sprecherin, Sängerin, Gitarristin, Diplom Kommunikationswissenschaftlerin, Fremdsprachenkorrespondentin

Gebärden in der Kita

Der kürzlich erschienene TV-Bericht auf BR24 aus einer Kita in Bayern bestätigte uns mal wieder, dass unser Zwergensprache Kita-Programm, welches bereits seit 2009 für die Praxis am Start ist, auch für die Zukunft große Bedeutung haben wird. So unterstützen Gebärden nicht nur Krippenkinder auf dem Weg zur Lautsprache, sondern auch Kinder im Kindergartenalter und darüber hinaus.

Eine große Hilfe sind Gebärden für Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund, die Worte in deutscher Sprache in der Betreuungseinrichtung erst neu kennenlernen. Sie können dabei durch die konkreten und einheitlichen Gesten der bildhaften und sprachbegleitenden Handzeichen zum Wort ganz spielerisch und freudvoll Unterstützung sowohl im lautlichen als auch semantischen Bereich erfahren. Gebärden sind also nicht nur für den Lautspracherwerb der Erstsprache im Kleinkindalter, sondern auch lange darüber hinaus bei Mehrsprachigkeit oder dem Erlernen einer Fremdsprache sinnvoll. Das dies sogar bis zum Erwachsenenalter der Fall ist, haben mittlerweile diverse Studien belegt.

Zudem bietet der inklusive Ansatz des Sprechens und Gebärdens von Schlüsselworten eine Chancengerechtigkeit auch für Kinder mit Beeinträchtigungen. Die Handzeichen der Zwergensprache erleichtern die Kommunikation nicht nur für Late Talker oder bei Entwicklungsverzögerungen, sondern z.B. auch für Kinder mit Down-Syndrom, Hörschädigung oder Lippen-, Kiefer- oder Gaumenspalte.

Die positiven Effekte, die auch im TV-Beitrag erwähnt wurden, werden uns auch von den von uns geschulten und zertifizierten Tageseltern und Kinderbetreuungseinrichtungen in genau dieser schönen Weise oft bestätigt: die TeilnehmerInnen in den Seminaren sind immer wieder überrascht, wie schnell neu gelernte Gebärden sitzen und wie gut sie durch die Bewegungen erinnerbar sind. Auch die Kinder nehmen die Kindergebärden sehr rasch an und setzen sie mit Strahlen im Gesicht um. So ist ein auf spielerische Weise neu gelernter Wortschatz von mehr als 100 Gebärden im Verlauf eines Tagesseminars absolut nicht zu vergleichen mit dem mühsamen Büffeln desselben Vokabulars in einer neuen Fremdsprache.

Als ein weiterer Bonus unter Vielen wird auch die wertvolle und bindungsstärkende Form dieser Art der zugewandten Kommunikation mit den Kindern wahrgenommen. Die Begleitung der Sprache mit bewussten Gesten wird von den ErzieherInnen als sehr hilfreich und entlastend für die Führung der Gruppe im Tagesablauf, die Lenkung der Aufmerksamkeit der Kinder und den Blickkontakt erlebt.

Äußerst positiv bewerten SchulungsteilnehmerInnen den Gebärdeneinsatz natürlich auch hinsichtlich der Förderung der kindlichen Sprachentwicklung, des Selbstwirksamkeitserlebens der Kinder und der Möglichkeit zur aktiven Teilhabe am Alltagsgeschehen und jeglichen Interaktionen vom Morgenkreis, über das Singen, Bücher ansehen, Basteln, beim Sport, auf Ausflügen und bei den Mahlzeiten. Es freut uns jedes Mal aufs Neue, diese unterschiedlichen, wertvollen Feedbacks nach den Seminaren zu erhalten!

Möchtest Du Dich für Deine Einrichtung oder Tagesbetreuung zu unseren Zwergensprache Fachvorträgen, Gebärden-Workshops oder unserem Kita-Programm mit Zertifizierung informieren, so findest Du hier die Eckdaten, Termine, O-Töne aus Einrichtungen, die mit unserem Konzept seit vielen Jahren arbeiten als auch einen Teil der geschulten Tagesmütter, Krippen oder Kitas, die sich auf unserer Homepage präsentieren, um für die Familien aus unseren Eltern-Kind-Kursen besonders interessant zu sein: https://www.zwergensprache.com/tageseltern-kitas

Denn wird in der Betreuung fortgeführt, was als intuitive und wertschätzende Kommunikationsgrundlage schon in der Familie im Babyalter gelegt wurde, so ist auch die Eingewöhnung und die Verständigung im neuen Umfeld für jedes Kind viel einfacher und vertrauter. Und auch den Eltern fällt dann das Loslassen aufgrund der Gewissheit leichter, dass ihr Kind sich dank der Babyzeichen bzw. Kindergebärden gut verständlich machen kann mit dem, was es braucht und was ihm wichtig ist.

Wenn Du den TV-Beitrag ansehen möchtest, so ist er zur Zeit noch hier abrufbar auf BR:

Gebärdensprache in der Kita für hörende Kinder

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babygebärden und Dunstan Baby Language, Autorin, Leipzig

 

 

Gebärden in der Kita - Zwergensprache im Podcast Interview

Jedes Kind hat ein Recht darauf, gehört und gesehen zu werden. Die Babyzeichen und Kindergebärden nach dem Zwergensprache-Konzept ermöglichen Partizipation und Selbstwirksamkeitserleben von Anfang an - auch in der Betreuung.

Unsere liebe Zwergensprache Kollegin, Erzieherin, Ergotherapeutin und Fachberaterin für die Kindertagespflege Tanja Schmidt aus Lübeck hat dazu mit unserem Kooperationspartner der Pädiko-Akademie einen Podcast mit tollen Insights aus dem Kita-Alltag mit Gebärden aufgenommen.

Komm mit, höre rein und erhalte abwechslungsreiche Einblicke in den Einsatz von Gebärden für das Krippenalter, zur Sprach- und Bindungsförderung, für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ), bei Mehrsprachigkeit, Late Talkern und für Kinder mit besonderen Bedürfnissen sowie Sprach- und Entwicklungsverzögerungen.

Sie alle profitieren davon, wenn wir Worte mit konkreten, einheitlichen Gesten begleiten, verbinden und Sprache so auch sichtbar machen. Die von der Zwergensprache verwendeten Gebärden stammen aus der deutschen Gebärdensprache (DGS) im Sinne der Inklusion.

Hier geht es zum Podcast auf Spotify:

Podcast auf Spotify

Hier kannst Du Dir das Interview auch als Youtube-Video ansehen:

Podcast auf Youtube

Viel Spaß dabei! Wenn Du eine Schulung für Dich oder Dein Kita-Team buchen möchtest, so findest Du hier unsere regionalen Seminarleiter*innen in D, AT und CH sowie Eckdaten zu den verschiedenen Angeboten für pädagogische Fachkräfte:

Seminarangebote für Gebärden in der Kita

Und natürlich gibt es "Zwergensprache - Gebärden in der vorsprachlichen Kommunikation" auch bei der Pädiko Akademie als Kurs und Modul für die Ausbildungen zur

  • Fachkraft für Krippenpädagogik
  • Fachkraft für alltagsintegrierte Sprachbildung nach KitaG
  • Fachpädagog:in für Inklusive Entwicklungsförderung
  • als Frühkindpädagog:in U3
  • Fachkraft für Integrations- und Inklusionsaufgaben

Lust bekommen, spielerischen Sprach-Spaß selbst in die Hand zu nehmen?

Dann komm auf uns zu. Wir freuen uns auf Deine Kontaktaufnahme und unterbreiten gern ein passendes Angebot für Dich und Dein Team.

 

Autorin: Vivian König, Gründerin, Ausbilderin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Markranstädt

Gefühle und Babyzeichen, was bringt das?

Was ist ein Gefühl?

Egal ob angenehm oder unangenehm, es ist schwierig zu beschreiben.

Dennoch sprechen alle davon, dass es wichtig ist, dass Kinder lernen, ihre Gefühle zu erkennen und auch auszudrücken. Denn nur so können sie sich im späteren Leben auch wirklich gut um sich selbst zu kümmern. Selbstliebe beginnt genau da: wenn ich meine Gefühle kenne und weiß, was ich in diesem Moment gerade brauche und wie ich mich um mich selbst kümmern kann.

Kinder, die für Gefühle einfache Handzeichen an die Hand bekommen, können bereits im sehr jungen Alter sagen, ob sie gerade "Angst" haben oder sie sich "erschrocken" haben. Ob sie sich gerade sehr "freuen" oder "wütend" sind.

Dies macht es den Eltern so viel leichter, die Kinder liebevoll und achtsam so zu begleiten, wie sie es gerade brauchen. Den Kindern gibt es unendlich viel Selbstvertrauen, weil ihre Gefühle gesehen werden und auch darauf regiert wird.

Meine Tochter hat mit 1,5 Jahren durch Babygebärden gezeigt, dass sie "Angst" hat, weil im Garten sich etwas bewegt hat. Ich habe ihr dann gesagt, dass dies ein "Vogel" ist, der gerade bei uns im Gras sitzt. Daraufhin sind wir leise in den Garten gegangen und haben den Vogel beim Picken beobachtet. Danach hat sie mir das Zeichen für "fröhlich" gezeigt, weil ihr der Vogel so gut gefallen hat. Ich hatte wiederum die Chance meiner Tochter zu sagen, dass es gut war, dass sie mir von ihrer Angst erzählt hat, denn dadurch, dass wir darüber gesprochen haben, konnte ich ihr helfen und wir konnten die Angst gemeinsam in erstaunte Fröhlichkeit verwandeln.

 

Autorin: Sandra Roland, Zwergensprache- und Dunstan Babysprache Kursleitung, Zwergensprache Regionalleiterin für Bayern, Stillberaterin IBCLC, München

Gemeinsam auf dem Weg zum Edelsteine sammeln

Ich bin sehr dankbar, dass wir, Robyn und ich, gemeinsam letzten Sonntag einer so tollen, bunten, offenen und neugierigen Gruppe aus 14 Mamas und Papas mit ihren Babys, die Tür zu den Babyzeichen öffnen durften.

Eine Tür zur frühen Kommunikation mit ihrem Baby, eine Tür zur Stärkung der Kompetenz und der Selbstwirksamkeit ihres Kindes, eine Tür zum Edelsteine sammeln, und das ist es für mich, wenn ich dank der Babyzeichen einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt meines Babys bekommen darf.

Ihnen zeigen zu dürfen, wie einfach und genial es ist, die Babyzeichen in den Alltag einzubauen, um ihr Baby so viel besser verstehen zu können.

Und wer möchte bitte nicht verstanden werden?

Es war bei allen Gruppenarbeiten, ja bei uns sind die Workshops immer sehr bewegt und interaktiv, aber auch in der Pause so ein positiver, wertschätzender Austausch zwischen den Eltern. Und das Schönste, es sind alle total begeistert, mit ihrem neuen Wissen nach Hause.

Zu wissen, dass es nun wieder ein paar Eltern mehr hat, die sich und ihr Baby mit den Babyzeichen so wertvoll unterstützen können, die Frust und doofe Missverständnisse sicher umschiffen können und ihrem Kind so viel mehr Kompetenz, Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen mit auf den Weg geben, das ist für mich das Wichtigste an meiner Arbeit.

Früh verstandene und gehörte Kinder für eine neue Generation empathischer Erwachsener! Wichtiger denn je!!!

Ich freu mich schon jetzt auf den nächsten gemeinsamen Babyzeichensprache - Workshop im wunderschönen Raum der Hebammenpraxis Hebamme unterwegs mitten in Winterthur mit weiteren wunderbaren Mamas und Papas.

Autorin: Annina Riepp, Zwergensprache in Winterthur und Zürich, Yogalehrerin, Babymasssage Kursleiterin, Dunstan Babysprache Kursleitung

Gemüse-Power: Zwei „breifrei“-Rezepte für die ganze Familie

Babys legen in den ersten Monaten eine rasante Entwicklung hin: Neben brabbeln, sich hinsetzen und krabbeln steht auch die Beikosteinführung an.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass auch hier jedes Baby einzigartig ist. Da unser Sohn Emilian Brei kategorisch verweigerte und damit nur empört um sich warf, sind wir relativ rasch auf eine breifreie Beikosteinführung umgestiegen. Dabei wird das Baby weiter gestillt und bekommt Fingerfood oder mundgerecht zubereitete, feste Nahrung angeboten. Das Baby kann so langsam und in seinem persönlichen Tempo verschiedene Lebensmittel ausprobieren, während es am Familienessen teilnimmt. Dafür wird beim Zubereiten erst eine Portion für das Baby ohne Salz bzw. intensive Gewürze fertig gemacht und dann erst für den Rest der Familie gewürzt.

Unser Sohn fand es toll, das Essen selbst greifen, in den Mund stecken, ertasten, fühlen, riechen und schmecken zu können. Dementsprechend wichtig waren für ihn auch Babyzeichen rund um das Thema „Essen“: Zeigte er zunächst die „Klassiker“ wie essen, trinken, noch mehr, fertig, erweiterte sich sein Repertoire rasch um seine Lieblingsspeisen wie Banane, Gurke, Avocado, Käse, Nudeln und Tomate. Das erleichterte unser Leben enorm, weil wir genau wussten, wenn er z.B. noch eine Scheibe mehr Käse essen wollte oder schon mit dem Essen fertig war.

Wir ersparten uns so einiges an Rätsel raten, was „da-da“ denn nun bedeutet.

Babygebärden rund um das Thema Essen kannst du sehr oft in den Tagesablauf integrieren, etwa wenn dein Kind isst oder wenn ihr Bücher oder Werbeprospekte mit Lebensmitteln anschaut. Wie immer, wenn du Babyzeichen einführen möchtest, ist es wichtig, gleichzeitig zum Babyzeichen auch das Wort zu sprechen. So kann dein Kind Babyzeichen und Wort miteinander verknüpfen. Weil dein Kind die Bedeutung des Babyzeichens verstanden und die Bewegungen gespeichert haben muss, bevor es die Gebärde selbstständig benutzen kann, sind viele Wiederholungen nötig. Scheue dich also nicht davor, jedes Mal das Babyzeichen zu einem bestimmten Wort zu zeigen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Weitere nützliche Tipps sowie viele weitere Babyzeichen zeigt Dir gern Deine Zwergensprache-Kursleitung. Du findest sie ansonsten auch in der Zwergensprache Babyzeichen App:

Zwergensprache App

Die folgenden zwei Rezepte hat unser Sohn schon als Baby geliebt  - und findet sie noch immer lecker ;-)...

 

Lieblings Rote Bete-Hirse Laibchen

Für 10 - 12 Burger

Zubereitung: 25 Min. – Backzeit: 25 Min.

250g vorgekochte Rote Bete, grob geraspelt

1 rote Zwiebel, sehr fein gehackt

2 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt

400g gekochte Hirse (=200g ungekocht)

80g geröstete Sonnenblumenkerne

4 EL Weizen-,Dinkel- oder Buchweizenvollkornmehl

60 mL Öl

2 EL Sojasauce

1 TL gemahlenen Koriander

1 TL gemahlener Ingwer

1/2 TL Chilipulver

Salz, Pfeffer

1. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Rote Beete, Zwiebel, Knoblauch, Hirse, Öl, Mehl und ev. Gewürze in einer Schüssel verrühren. Die Hände mit Öl einfetten und alles drei bis sechs Minuten lang gründlich kneten, um eine klebrige Masse zu erhalten. Daraus Stangen für das Baby formen.

2. Gewürze und Sonnenblumenkerne zugeben und nochmals gut durchkneten. Burgerlaibchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

3.20 Minuten lang backen, wenden und weitere fünf bis acht Minuten backen.

4. Mit Burgerbuns, Saucen deiner Wahl, Salat-, Tomaten- und Käsegarnitur servieren.

Mein Tipp

Das A und O bei der Zubereitung der Burger ist es, die Zutaten gründlich zu zerkleinern und durchzukneten. Statt der Roten Bete kannst du auch Karotten, Sellerieknollen oder anderes hartes Wurzelgemüse verwenden. Die Zwiebel lässt sich gegen Lauch oder Stangensellerie austauschen oder du lässt sie ganz weg. Wenn dein Kind noch keine intensiv schmeckenden Gewürze bzw. Salz bekommt, lässt du dies beim Anrühren bzw. Durchkneten der Masse zunächst weg und formst erst die Stangen für das Baby und danach erst die Burgerlaibchen. Stangen sind für das Kind zunächst einfacher motorisch zu greifen und durch die unterschiedliche Form kannst du auch nicht versehentlich ein Laibchen mit Salz bzw. pikanten Gewürzen servieren.

 

Datella

1 mittelgroße Süßkartoffel (min 350g)

20g Backkakao

60g Datteln

30-40g Kokosöl, weich oder flüssig

1. Süßkartoffel in 2cm dicke Scheiben schneiden. Von beiden Seiten mit einem neutralen, zum Backen geeigneten Öl einfetten, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze backen. Die Süßkartoffelscheiben sind fertig, wenn sie sich beim Anstechen weich anfühlen.

2. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Wenn die Scheiben nur mehr lauwarm sind, die Schale abziehen.

3. Alle Zutaten gemeinsam in einer Schüssel pürieren, bis sich eine cremige Konsistenz ergibt. Wenn die Creme zu fest ist, kannst du mehr Öl dazugeben. Das Datella sollte sich gut streichen lassen, ohne dabei zu weich zu sein.

 

Autorin: Karin Binder, Zwergensprache Kursleitung in Amstetten, Österreich

Hol Dir 20 praktische Zwergensprache Alltagshacks!

Im Rahmen unserer 20-Jahre-Jubiläums-Aktionen gibt es diesen Monat die Top 20 Babyzeichen Alltagshacks für Euch!

Lass Dich von unserer Zusammenstellung inspirieren, wie und wann Du Kindergebärden am besten in Eurem Tag unterbringen kannst, woran die Kleinsten viel Freude haben und dadurch ins Zeigen kommen.

Entdecke außerdem die Kraft der Rituale, überbrücke Wartezeiten sinnvoll und umschiffe mit Babyzeichen elegant die Alltagshürden oder holprige Übergänge.

20 Zwergensprache Alltagshacks 2024 Seite 1Diese praxisnahen 20 Top-Empfehlungen haben wir in unserem Zwergensprache KursleiterInnen-Netzwerk gesammelt. Sie sollen Euch ganz viel Gebärden-Anwendungsspaß bringen!

Damit Du mit Deinem Kind mit Freude, frischen Ideen und abwechslungsreichen Beschäftigungstipps ins fröhliche Zeichen zeigen starten kannst und dann auch im Baby- und Kleinkindalltag erfolgreich dranbleibst.

Wir wünschen Euch gemeinsam viele schöne Babyzeichen-Momente auf Eurem individuellen Weg!

Hol Dir hier Dein Handout im Download zu unseren erprobten Alltagshacks und schau, was davon Euren Gebärdenalltag ab sofort bereichern könnte:

 

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babyzeichensprache und Dunstan Baby Language, Autorin, Leipzig

Hurra – unser App Update ist da!

Unsere umfangreiche Familien-App zu den Zwergensprache Babyzeichen & Kindergebärden hat ein rundum Update bekommen und ist ab sofort sowohl für Apple als auch Android Geräte verfügbar.

Was ist neu: zeitgemäßes Look & Feel, inhaltliche Ergänzungen und eine neue technische Basis. Mit der App und durch die Zwergensprache möchten wir sowohl Eltern als auch Betreuern von Anfang an eine wertschätzende, interaktive Verständigung mit Babys und Kleinkindern ermöglichen. Durch die kindgerechte grafische Umsetzung bezieht die App bewusst auch größere Geschwister ein, die noch nicht lesen können und mit den Eltern gemeinsam Gebärden erkunden wollen.

Über die reine Vermittlung von Kindergebärden hinausgehend bietet die App in Infotexten (Tipps) zusätzliche Anregungen für den Alltag durch Spiel- und Beschäftigungstipps, Hinweise zur Ausführung der Gebärden, für typische Einsatzsituationen im Alltag sowie zu weiteren im Kontext passenden Zeichen (Wortkiste).

Du kannst die App zu Hause nutzen, um Handzeichen nachzuschlagen oder neu zu erlernen (z.B. zur Begleitung von Ritualen, zu den Mahlzeiten, für Gefühle, …) als auch unterwegs darin thematische Ideen finden, welche Zeichen sich im Park, auf dem Spielplatz, im Wald oder am Wasser, usw. am besten eignen.

Die Auswahl der Gebärden in dieser App berücksichtigt unsere seit 2004 gesammelten Erfahrungen, wofür sich Babys begeistern und welcher erste Wortschatz für sie besonders wichtig ist, um Bedürfnisse mitzuteilen, Gedanken zu äußern oder Entdeckungen zu teilen.

Und so ist die Zwergensprache App gegliedert:

Videolexikon der Babyzeichen

  • Gebärdenvideos nach Themenkategorien
  • wahlweise als Wörterbuch mit A-Z Index der Begriffe mit Suchfunktion
  • Alltags- und Spieltipps zu jedem vorgestellten Begriff
  • mit der Möglichkeit, Begriffe als Favoriten (Herz) zu markieren & sich eine eigene Sammlung für Lieblingszeichen oder Lernliste anzulegen

Gebärden-Liedersammlung

  • Videos und Texte zu Kinderliedern, die die praktische Einbindung der begleitenden Handgesten in Lieder mit musikalischer Untermalung zeigen
  • Links zu den einsetzbaren Einzelgebärden
  • weitere Beispiele für Reime, Fingerspiele & Tischspruch

Bilderbücher mit Soundeffekten

  • liebevoll und kindgerecht illustrierte Einzelbilder zu 5 thematischen Bänden, die durch Babyzeichen zum Leben erweckt werden können
  • z. T. mit Soundeffekten bei Tieren oder Fahrzeugen
  • mit der Möglichkeit, vom Bild zum jeweiligen Gebärdenvideo zu wechseln
  • diesen Teil schauen sich Kinder am liebsten mit Mama & Papa zusammen an, denn er lädt zum gemeinsamen Erzählen, Suchen & Raten ein

Quiz-Spiel

  • Gebärden erraten & richtig zuordnen
  • als Spiel-Variante zu jedem Themenbereich
  • mit angezeigter Korrektur & immer wieder neuem Zufallsmodus

Ziel und Ansatz der Babyzeichen

Babyzeichen und Kindergebärden helfen in den ersten Lebensjahren dabei, sich gegenseitig rascher zu verstehen und verstanden zu werden. Einfache Gesten betonen Schlüsselworte und ermöglichen einen frühen Dialog. Schon Babys ab 6-9 Monaten können häufig benutzte Worte/Zeichen verstehen und ihre Hände bewusst einsetzen. Babyzeichen geben ihnen die Chance zur aktiven Teilhabe und erleichtern das Lernen der Lautsprache. Der intensive Austausch stärkt die Bindung, schafft Nähe, Selbstvertrauen, Zufriedenheit und lässt Kinderaugen strahlen, wenn sie sich verstanden fühlen.

Gebärdensprache als Basis

Die Babyzeichen beruhen auf der Deutschen Gebärdensprache (DGS), aus deren verschiedenen regionalen Dialekten die Handgesten ausgewählt wurden, die möglichst bildhaft und für Babys motorisch leicht nachzuahmen sind.

Dem ganzheitlichen Ansatz folgend ist der Wortschatz so gewählt, dass die Gebärden spielerisch die Assoziation zum Wort erleichtern, sich untereinander deutlich in Hand- und Armbewegungen unterscheiden und verschiedene Bewegungen & Körperstellen einbeziehen, damit neben der visuellen Wahrnehmung, auch Grob- und Feinmotorik, Hand-Augen-Koordination und Körperwahrnehmung geschult werden.

Du findest die App für Android und Apple Geräte in den App Stores jeweils hier:

Android Version im Google Play Store

iOS Version bei Apple iTunes

 

Zusätzliches Lehrmaterial

Aufeinander abgestimmte Babygebärden-Materialien von Zwergensprache-Gründerin Vivian König wie Elternratgeber, Papp-Bilderbücher, Plakate und mehr gibt es im Buchhandel, bei unseren regionalen Kursleitungen & natürlich im Zwergensprache-Shop unter:

Zwergensprache Shop

Spielkreise, Kurse und fachliche Weiterbildungen

Infos & Termine zu den in über 200 Städten in D, AT und CH stattfindenden Zwergensprache Baby-Spielkreisen, Eltern-Workshops, Weiterbildungen & Kita-Seminaren findest Du unter:

Zwergensprache Homepage

 

Autorin: Vivian König, Zwergensprache Gründerin, Geschäftsführerin, Autorin und Ausbilderin für D, AT, CH